Alana Falk

Paranormal & Mystery

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Unendlich - Seelenmagie 1

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Die 18-jährige Lena geht zielstrebig ihren Weg, um endlich ihrem verhassten Heimatdorf und dem ständigen Streit mit ihrer Mutter zu entkommen. Ein Stipendium für Chemie muss her, koste es, was es wolle. Dass sie sich verliebt, ist nicht geplant. Schon gar nicht in den 25-jährigen Cay, der einen Kurs für die Bewerber um das Stipendium leitet. Er teilt ihre Liebe für Chemie und kann anscheinend sogar Kupfer in Gold verwandeln. Cay fasziniert sie, doch Lena darf ihren Gefühlen niemals nachgeben. Eine Beziehung würde all ihre Chancen auf das Stipendium zerstören, und damit jede Hoffnung, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Verzweifelt wehrt sich Lena gegen ihre Gefühle, doch Cay lässt keine Gelegenheit aus, ihr seine Zuneigung zu zeigen. Lena ahnt nicht, warum er so hartnäckig um sie kämpft, und dass ihre Liebe zu ihm sie so viel mehr kosten könnte als das Stipendium. Denn Cay ist kein einfacher Student, und ihre Begegnung war kein Zufall.

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Vita

Alana Falk

Alana Falk lebt mit ihrem Mann in München und arbeitet als Übersetzerin. Liebesgeschichten in allen Formen, mit oder ohne Fantasy, faszinieren die Autorin besonders. Schon als Teenager dachte sie sich eine Herzschmerzgeschichte nach der anderen aus, schrieb sie jedoch nie auf. Erst mit 28 begann sie ernsthaft mit dem Schreiben. Außer Paranormal Romance schreibt sie erotische Liebesromane unter ihrem Pseudonym Emilia Lucas. Zu ihrer Seelenmagie-Trilogie inspirierte sie unter anderem ein verlassenes, schmiedeeisernes Tor mitten in der Wildnis.

Leseprobe

Kapitel 1

Die Toten hatten die beste Aussicht von allen. Natürlich konnten sie den wunderbaren Blick ins Tal nicht mehr genießen. Dafür waren die Besucherzahlen des Friedhofes rekordverdächtig.
   Kein Wunder. Oben in Hohengreifenstein verstellten einem alte Bäume oder windschiefe Fachwerkhäuser die Sicht. Der Friedhof jedoch krallte sich unterhalb der Stadt terrassenförmig an den steilen Berghang und von seinen schmalen Wegen aus konnte man das grandiose Panorama ungehindert betrachten.
   Lena drehte den Wasserhahn zu, packte die volle Gießkanne mit beiden Händen und schlängelte sich mühsam zwischen den Wanderern hindurch, die jetzt im September die Umgebung bevölkerten. »Aussichtsschmarotzer«, grummelte sie. Gut für den Tourismus, aber schlecht für ihre Stimmung. Genauso wie die Hitzewelle, die unangemeldet über die kleine Stadt hergefallen war und dafür sorgte, dass Lenas Jeans unangenehm an ihrer Haut klebte.
   Beim Grab angekommen wischte sie sich den Schweiß von der Stirn und begann vorsichtig mit dem Gießen.
   »Unkraut, von wegen. Rausreißen. Könnte ihr so passen«, schimpfte sie vor sich hin. Zwar musste sie ihrer Mutter recht geben, dass das Grab etwas merkwürdig aussah, seit sie den pelzigen Andorn, der oft mit einer Brennnessel verwechselt wurde, und das langstielige Salomonssiegel mit den vertrockneten schwarzen Beeren zwischen Stiefmütterchen und Buchsbaum gesetzt hatte. Aber es waren nützliche Heilpflanzen, die das Grab nach altem Hexenglauben vor Unheil schützen sollten. Lena glaubte nicht an so etwas, aber sie war sicher, dass es ihrer Großmutter gefallen hätte.
   Zum Glück verstand sie sich gut mit dem Grabpfleger. Sie trafen sich oft, wenn sie Gromis Grab besuchte, und es war leicht gewesen, ihn zu überreden, die Pflanzen stehen zu lassen. Vor allem, weil ihre Mutter ohnehin nie herkam. Sie würde nicht merken, dass ihre Anweisungen ignoriert worden waren.
   Lena stellte die leere Gießkanne ab und kniete sich vor das Grab. Vorsichtig fuhr sie mit den Fingerspitzen die versilberten Worte auf dem Grabstein nach, als könnte sie durch die Berührung endlich die Bedeutung der Inschrift erfassen.
   Verloren im Licht, geborgen in der Dunkelheit.
   Sie schnaubte, als sie daran dachte, wie ihre Mutter die Worte interpretierte. Frieden im Tod, Trost für die Trauernden. Das übliche Blabla. Lena glaubte nicht, dass das alles war. Worte und die darin versteckte Bedeutung waren neben den Heilpflanzen die große Leidenschaft ihrer Großmutter gewesen. Leider waren all ihre Versuche, Lena für den tieferen Sinn zwischen den Zeilen zu begeistern, kläglich gescheitert. Ihr Gehirn war für subtile Andeutungen und versteckte Rätsel einfach nicht gemacht.
   Sie griff in ihren Rucksack und holte ein in dunkelbraunes Leder gebundenes Büchlein heraus. Es war etwas größer als ihre Hand und wurde von einer Schleife aus rosa Spitze zusammengehalten, die sie jetzt löste, um ein wenig in dem Büchlein herumzublättern.
   Aus den gelblichen Seiten stieg noch immer der vertraute Geruch nach Salbei und Lavendel auf und sie sah ihre Gromi wieder vor sich, wie sie mit dem Buch in der Hand vor einer Pflanze stand. »Hübsch, aber unbrauchbar«, hätte sie vielleicht gesagt. Oder »Hässlich, aber nützlich.«
   Lenas Mund verzog sich zu einem Lächeln und sie berührte den rosa Schal, den sie anstelle eines Haarbands trug. Ihre Gromi auf einer Lichtung im Wald, die kleine silberne Schere in den erdverkrusteten Händen und den rosa Schal um den Hals, das war ihre früheste Kindheitserinnerung.
   Sie hielt das Buch vor den Grabstein, als wäre er das faltige Gesicht ihrer Großmutter. »Du machst es mir ganz schön schwer. Ich glaube langsam, manche dieser Pflanzen existieren gar nicht.«
   Manchmal befürchtete sie, dass das Büchlein der letzte Versuch ihrer Großmutter war, ihr doch noch beizubringen, wie man Texte enträtselte. Das wäre tragisch, denn dann würde sie die restlichen Pflanzen nie finden.
   »Aber ich gebe nicht auf. Du kennst mich. Ich suche weiter, so wie du es wolltest.«
   Schon wieder Tränen. Sie atmete tief durch und wischte sie weg. Das Gesicht ihrer Mutter mit dem üblichen genervten Zug um den Mund (...)

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