Sandra Rehschuh

Kinder- & Jugendbücher

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Der Ruf des Pharaos

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Albträume werden nicht wahr … oder doch? Dunkelheit. Ringsumher. Wände, die keinen Ausweg erkennen lassen. Die vierzehnjährige Anna träumt oft von einem finsteren Labyrinth, bis sie erkennt, dass ihre Träume sie in eine andere Realität gezogen haben. Sie findet sich im alten Ägypten wieder, 1335 Jahre vor Christus. Anna weiß, sie muss aufwachen, verschwinden, doch sie kann nicht. Eine viel zu starke, unheimliche Macht hält sie gefangen. Ihr Schicksal ist auf rätselhafte Weise mit der Vergangenheit verbunden. Warum setzt der mächtige Pharao Echnaton alles daran, sie in seine Hände zu bekommen? Wird Anna es mithilfe der Katzengöttin Bastet schaffen, nach Hause zurückzukehren? Und was macht ausgerechnet Daniel, ihre erste große Liebe, an diesem Ort, in dieser Zeit?

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Vita

Sandra Rehschuh

Während eines Schneesturmes erblickte ich am 18. Dezember 1984 das Licht der Welt. Doch schon nach wenigen Stunden hatte ich das Stadtleben satt und kehrte Pirna, in der schönen Sächsischen Schweiz, den Rücken zu. Meine neue Heimat lag in einem kleinen Dörfchen namens Cunnersdorf. Drei Jahre blieb ich dort, doch dann trieb es mich weiter. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich das kleine, aber berühmte, Städtchen Königstein, das nun zu meinem neuen Zuhause wurde. Die Festung Königstein nährte von diesem Moment an meine Fantasie und so begann ich, zuerst - zugegeben, undefinierbare und krakelige - Gestalten zu malen, die in den Wäldchen umherlebten und schrieb meine erste Geschichte über diese Gesellen. Leider holte mich bald das wahre Leben ein. Der Kindergarten beendete meine hoffnungsvolle Karriere als Schriftstellerin. Auch in der Schule kam ich nicht zum Schreiben. Daür hatte ich von da an ein neues Ziel: Lehrer ärgern! Leider sahen die das ganz anders ... Anfänglich rebellierte ich noch gegen die Lehrer, die ständig über zu lange Aufsätze schimpften. Doch wurde ich dieses Kampfes bald müde und ergab mich in mein Schicksal. Das Schreiben rückte immer weiter in den Hintergrund, andere Dinge wurden wichtiger. Eigentlich nur eine Sache: Die Feuerwehr. Regelmäßig brachte ich meine Eltern zur Weißglut, wenn ich während des Essens aufsprang, weil mein Pieper alarmierte, und zum Einsatz rannte. Oder weil ich erst spät von den Übungen heimkehrte. So vergingen die Jahre. Ich erhielt meinen Realschulabschluss und begann eine Lehre zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (was nichts anderes als Krankenschwester bedeutet), die ich auch erfolgreich abschloss. Endlich von der Schule und dem ewigen Lernen befreit, erinnerte ich mich an meine früheren Schreibversuche und begann, einfach draufloszuschreiben. Innerhalb kurzer Zeit entstand ein Fantasyroman, den aber niemals jemand anderes als meine Schublade sehen wird. Nach und nach setzte ich mich mit dem Handwerk „Schreiben“ auseinander, verbrachte unzählige Stunden vor dem Rechner und noch mehr mit dem Kopf unter einem Kissen, damit keiner meine Frustration sah. Aber aufgeben, das kam für mich nicht infrage. Ich schloss mich einem Autorenforum an und mithilfe der dortigen User schaffte ich meine erste Veröffentlichung. Ja, und heute verbringe ich jede freie Minute mit dem Schreiben - ob es nun das Tippen an sich ist, ich Recherchen durchführe oder nur das nächste Kapitel plane - ein Stift ist immer mit dabei. Hauptberuflich arbeite ich noch immer als Krankenschwester in der außerklinischen Intensivpflege.

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Leseprobe

Die Ausstellung

Dunkelheit. Schwärze. Überall. Atemraubend. Anna sah keinen Meter weit. Abgestandene Luft legte sich wie nasser Sand über die Nase, den Mund, erschwerte ihr das Atmen. Rasch hob und senkte sich ihr Brustkorb, jede Faser des Körpers gierte nach Sauerstoff, schien vor Ungeduld zerreißen zu wollen.
   Sie spürte die Blicke wie Nadelspitzen auf ihrer Haut und dann … diese Schritte. Schritte, die von den Mauern herniederhallten, die sie umringten.
   Sie blieb einen Herzschlag lang stehen, lauschte in die Finsternis. Kamen die Tritte näher? Nahm das Stöhnen an Lautstärke zu?
   Gehetzt sah sie zurück und erkannte doch nichts.
   Weiter! Du musst weiterlaufen, klang es hinter ihrer Stirn. Er holt dich. Er fängt dich. Du wirst niemals dieses Labyrinth verlassen, wenn er dich erreicht.
   Sie drückte die Hände gegen die Schläfen, bis die Stimme in ihrem Kopf verstummte. »Ruhig, Anna«, murmelte sie, »irgendwo muss es einen Ausgang geben. Irgendwo vor dir. Oder hinter dir.« Ihr Herz trommelte wild. Die Erkenntnis, dass sie nicht den Hauch einer Ahnung besaß, wo sie sich überhaupt befand, jagte ihr einen Schauder über den Rücken.
   Den Tränen nahe, streckte sie die Arme zu beiden Seiten aus. Ihre Hände berührten staubigen Stein. »Es muss einen Ausgang geben. Es gibt immer einen.« Sie konzentrierte sich auf ihren Puls, befahl ihm, langsamer zu werden. Erst, als er einen normalen Rhythmus annahm, schloss sie die Augen, versuchte sich auf Gehör und Gefühl zu verlassen und trat zwei Schritte nach vorn.
   Keine Mauer. Aber auch kein Luftzug. Enttäuscht ließ sie die Schultern sinken.
   »Grrr …«
   Blindlings hastete sie durch die Gänge, eine gefühlte Ewigkeit, bog nach rechts ab, als sie auf dieser Seite keinen Widerstand spürte.
   Der Schmerz schoss wie ein Pfeil von der Stirn in die Füße. Einen Moment lang verspürte sie Übelkeit, als ob sie zu viele Süßigkeiten auf einmal gegessen hätte, und atmete tief durch.
   »Aua«, murmelte sie schluchzend, und tastete über eine Mauer. Sie war so oft den Weg entlanggelaufen, aber nie zuvor hatte er an dieser Stelle aufgehört. Es gab nur eine Sache, die sie wirklich wusste. Hinter ihr, irgendwo in den Tiefen der Schwärze, lauerte das Geschöpf, das nach ihr jagte.
   Von Neuem hallten seine Schreie durch das Labyrinth, als ob es ihre Gedanken las.
   »Grrr …« Dieses Mal schien es näher als zuvor.
   Zitternd fuhr sie mit den Fingern über den Felsen. Sie fanden keinen Ausweg, keine Lücke, durch die sie sich zwängen konnte.
   Außer Atem ließ sie sich gegen die Mauer sinken, starrte in die Dunkelheit. Sie presste die Zähne aufeinander, damit ihr Klappern sie nicht verriet. Ihre Haare stellten sich zu Berge.
   Sie lauschte. Schlürfende Schritte, unheilvolles Knurren. Lauter. Näher.
   Sie drückte sich gegen Stein und verbarg den Kopf zwischen ihren Knien. Ich seh dich nicht, also siehst du mich auch nicht. Ich seh dich nicht, also siehst …
   Eine Hand, wie von Elfenbein, blitzte in der Schwärze auf.
   Anna schrie.

Anna brüllte noch immer. Ihre Kehle fühlte sich wie Sandpapier an, ihre Stimme wurde schwächer, doch sie konnte nicht aufhören.
   Ein lautes Knarzen übertönte sie.
   »Anna? Was ist los?«, rief jemand.
   Ohne Vorwarnung kam die Hand aus der Finsternis, bleich wie eine Totenhand. Sie keuchte. Das Ding kannte ihren Namen.
   Sie fuhr auf, hörte ihr Herz dumpf in ihren Ohren pochen, sah einen Schatten, der ihr seltsam vertraut war und verstummte. Zischend sog sie die Luft zwischen den Zähnen ein. »Mama? Was …? Wo bin ich?«
   Mama nahm sie in die Arme und strich ihr eine Haarsträhne aus der Stirn. »Anna, du hast schlecht geträumt. Ein Alb, mehr nicht.«
   Annas Augen füllten sich mit Tränen. Sie schniefte. »Es war kein Traum. Ich war dort. In dem dunklen Labyrinth. Die Mauern … die Sackgasse.« Ihre Stimme schwoll an, bis sie in Mamas Augen blickte. Darin erkannte sie ein Funkeln, das ihr nicht geheuer vorkam. Schmerz? Begründet in (...)

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