Astrid Freese

Paranormal & Mystery

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Magische Flammen

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Als die Leibwächterin Aliana Koon den Auftrag erhält, den charismatischen und erfolgreichen Songwriter Damian Summers zu beschützen, ahnt sie nicht, dass ihre Schicksale auf magische Weise verknüpft sind. Damian und Aliana fühlen sich vom ersten Moment an zueinander hingezogen und verbringen eine Nacht in vollkommener Ekstase miteinander. Ihr Glück scheint perfekt zu sein, doch am nächsten Morgen bricht über beide ein Albtraum herein. Damian verschwindet vor Alianas Augen spurlos. Verzweifelt begibt sie sich auf die Suche nach dem Mann, den sie liebt, und gerät dabei in die Fänge eines skrupellosen Magiers.

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Vita

Astrid Freese

Astrid Freese wurde 1969 in Sachsen geboren und trug, kaum dass sie ein paar Wörter lesen konnte, die ersten Bücher aus der Bibliothek nach Hause. 1982 folgten die ersten schriftstellerischen Versuche, die durch Lehre, Studium und die Geburt eines Kindes für einige Jahre ins Abseits gerieten, aber nie wirklich vergessen wurden. Mehrere Jahre arbeitete sie anschließend als Datenerfasserin und schrieb für ihre Tochter zahlreiche Kurzgeschichten zum Lesen üben. Heute arbeitet und lebt sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten und einer Hündin in einem kleinen, aber wunderschönen Ort in Sachsen-Anhalt.

Leseprobe

Prolog

Schottland, Oktober 1539

Die Flammen fraßen sich hungrig durch trockene Äste, züngelten über Kutten und helle Haut. Ceará zwang sich, zu den Scheiterhaufen zu sehen. Tränen aus Wut und Trauer verschleierten ihren Blick. Die schmerzerfüllten Schreie der zum Tode Verurteilten krochen ihr in jede Pore und rissen ihr Herz in blutige Fetzen.
   Immer höher schraubte sich das Feuer in den tiefschwarzen Himmel. Emotionslos vernichtete es dabei alles Brennbare, was es erreichen konnte. Holz, Leinenstoff und die lebendigen Körper von zehn Menschen. Nichts würde von ihnen zurückbleiben außer einem Häufchen grauer Asche.
   Ceará schluchzte auf, als die Flammenzungen über Ríonas Haut leckten und ihren zierlichen Leib in Brand steckten. Ríona schrie nicht, bettelte nicht eine Sekunde um ihr Leben. Nur Tränen schimmerten in ihren wunderschönen Augen. Tränen, die in der Hitze sofort verdampften, wenn sie über die Wangen perlten.
   Eine warme Hand berührte ihre Schulter. Ceará schmiegte sich an Aodhán, dessen Oberkörper sich anfühlte, als ob er einer Statue gehören würde. Wut verkrampfte seine Muskeln. Er wurde von der Inquisition gejagt wie kein Zweiter, obwohl nicht einem Geistlichen sein Name bekannt war. »Sie haben nichts verbrochen«, flüsterte sie erstickt.
   »In den Augen der Kirche schon«, entgegnete Aodhán mit klirrender Stimme. »Sie haben Fähigkeiten, die den dummen, gottesfürchtigen Männern Angst einjagen.«
   »Wir haben unsere Magie nie gegen Menschen gerichtet. Niemals.«
   »Aber wir besitzen sie. Das allein reicht aus, um uns zu verdammen und auf Scheiterhaufen zu verbrennen«, sagte Aodhán mit kalter Stimme.
   Die Flammen verschlangen fauchend das Leben aus Ríonas Körper und denen der anderen. Die schmerzverzerrten Schreie verklangen, nur die einfältigen Worte des Vollstreckers wehten zu Ceará herüber. »Zu viele von uns fanden den Feuertod«, flüsterte sie und lehnte sich schluchzend an Aodhán. »Bald werden sie jeden magiebegabten Menschen verbrannt haben.« Grauen überzog Aodháns Gesicht. Ceará hob den Arm und streichelte ihm über das Haar. »Wir dürfen nicht warten. Ihr müsst gehen, für immer.«
   »Du bist meine Zwillingsschwester, ich kann dich nicht verlieren. Wir würden uns niemals wiedersehen«, rief Aodhán mit rauer Stimme und zog sie an seine Brust. »Du wärst auf dich allein gestellt. Niemand von uns könnte dir helfen, wenn die Inquisition dich finden würde.«
   Ceará strich ihm über die tränenfeuchten Augen, in denen Entsetzen lag. »Nein, wir werden uns niemals wiedersehen. Aber wir werden eines Tages wieder vereint sein.« Sie hauchte einen Kuss auf seine Stirn. Klingen fuhren ihr ins Herz, scharf und eiskalt. Ceará musste in dieser dunklen todbringenden Zeit überleben. Allein. So lange, bis sie das Erbe ihres Blutes weitergegeben hatte.
   Panik erstickte Ceará beinahe. Sie war noch niemals allein gewesen. Nicht mit einem Zwillingsbruder, der sie ebenso liebte wie verehrte, doch der Preis für die Rettung ihres Volkes lag in ihrer Trennung. Aodhán musste gehen, allerdings durfte sie ihn nicht begleiten. »Deine Prophezeiung wird sich erfüllen.« Sie legte schluchzend den Kopf an seine Brust. Leise klirrten dabei ihre und Aodháns Halsketten. »Wenn sich die Blutlinie wieder vereint, neues Leben entsteht, das nur getrennt werden kann, durch den Schmerz, der in der Sehnsucht wächst«, zitierte sie fast lautlos. Sie wussten, dass sich Aodháns Weissagung nicht zu ihren Lebzeiten erfüllen würde, aber sie hieß, dass sie ihre Fähigkeiten an ihre Nachfahren vererben würden.
   Ceará schloss die Lider und lauschte. Aodháns Herz pochte in dem Rhythmus wie das ihre. In wenigen Tagen würde ihr Lied ein letztes Mal erklingen und dann für eine sehr lange Zeit verstummen.

1. Kapitel
London, England, Gegenwart

Auf die Frage, was sich Aliana am meisten im Leben wünschte, hätte sie noch vor ein paar Wochen stets die gleiche Antwort gegeben: Den Mann zu treffen, von dem sie seit elf Jahren träumte.
   Sie war dreizehn, als sich das Gesicht eines Unbekannten Nacht für Nacht in ihren Kopf schlich. Mittlerweile kannte sie die Mimik des Fremden so genau wie die unterschiedlichen Stoffe ihres Kuschelkissens, das Mum für (...)

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