Astrid Freese

Paranormal & Mystery

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Verlockende Sehnsucht - Engel des Mondes

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Die sterbliche Meisterdiebin Lyeen Adalis will nichts mit Engeln zu tun haben, denn Vael, Erzengel von Maleja, hat ihr Leben zerstört. Als jedoch ausgerechnet Vael sie für einen Auftrag anheuern will, bleibt ihr kaum eine Wahl. Eine Absage würde einem Selbstmord gleichkommen. Was zu Beginn wie ein harmloser Job wirkt, entpuppt sich schnell als Spiel um tödliche Macht. Ein Kampf, bei dem Lyeen aufpassen muss, nicht ihr Herz zu verlieren. Vael mag gefährlich sein, ist aber ebenso heiß. Er weckt eine Leidenschaft ihn ihr, die Lyeen alles kosten könnte – am Ende sogar das Leben …

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Vita

Astrid Freese

Astrid Freese wurde 1969 in Sachsen geboren und trug, kaum dass sie ein paar Wörter lesen konnte, die ersten Bücher aus der Bibliothek nach Hause. 1982 folgten die ersten schriftstellerischen Versuche, die durch Lehre, Studium und die Geburt eines Kindes für einige Jahre ins Abseits gerieten, aber nie wirklich vergessen wurden. Mehrere Jahre arbeitete sie anschließend als Datenerfasserin und schrieb für ihre Tochter zahlreiche Kurzgeschichten zum Lesen üben. Heute arbeitet und lebt sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten und einer Hündin in einem kleinen, aber wunderschönen Ort in Sachsen-Anhalt.

Leseprobe

Prolog
Die Festung des Vampirfürsten Corash

Als seine Gefängnistür aufsprang, wusste Vael, dass seine kleine Schwester heute sterben würde. In den Augen der Vampire lag ein freudiges Funkeln, während sie das achtjährige Mädchen in sein Verlies zerrten und ihre Hände an der Eisenstange festbanden, die sich im Zentrum seines Kerkers befand.
   Die drei Blutsauger rissen Yari die Kleider vom Leib, doch sie blieb stumm. Keinen einzigen Moment zeigte sie Angst, nicht einmal durch eine winzige Träne. Yari bezwang ihre Furcht, weil sie wusste, dass sie von Corash als Werkzeug benutzt wurde.
   Die Vampire blickten zu Vael und öffneten die Münder. Ihre Fänge schoben sich aus dem Zahnfleisch und ihre Hände glitten auf beinahe liebevolle Weise über den Körper seiner Schwester.
   Die groteske Zurschaustellung von sanfter Zärtlichkeit, die trotzdem keinen Zweifel an den tödlichen Absichten ließ, entzündete in Vael ein düsteres Feuer, das aus Wut und Abscheu bestand. Als sich die Blutsäufer über Yari beugten und die Reißzähne in ihre reine, wie Sahne schimmernde Haut bohrten, floss blanker Zorn durch Vaels geschwächten Körper. Die Kraft des Gefühls war unberechenbar und doch das Einzige, was in dieser trostlosen Hölle Rettung versprach. Er bäumte sich gegen seine Fesseln auf, zeitgleich hallte ein abscheuerregendes Schmatzen an den Felswänden seines Gefängnisses wider.
   Vael fauchte und wandte nicht einen Moment den Blick von Yari ab. Seine kleine Schwester war unglaublich tapfer, obwohl ihr Tod unausweichlich war. Sie ertrug die Qualen, weil sie wusste, weshalb sie von Corash wie ein Werkzeug benutzt wurde. Dem Vampirfürsten war ihr Leben egal, ihm ging es einzig darum, Vael zu foltern. Seit er vor fünfzig Jahren von den Engeln zu ihrem Oberhaupt ernannt worden war und damit auch die Stellung als Regent aller Völker Malejas angetreten hatte, galt er als Feind Nummer eins unter den Vampiren. Denn Vael erließ Gesetze, um die Menschen vor den Übergriffen der Blutsauger zu schützen. Die Vampire sollten das für sie lebensnotwendige Blut fortan kaufen. In sogenannten Blutbars, wo Menschen es freiwillig anboten.
   Bei dem Reichtum, den die Vampirfürsten in ihrer Jahrtausende währenden Existenz angehäuft hatten, könnten sie und ihre Kinder über Äonen in einem Blutmeer baden. Trotzdem lehnten die drei mächtigen Vampirherrscher Vaels Gesetze ab. Dabei ging es ihnen schlichtweg ums Prinzip. Menschen waren Beutetiere, egal, wie hoch ihr Intelligenzquotient war. Jahrhundertelang hatten die Vampire Männer, Frauen und Kinder blutleer im Dreck liegen gelassen. Warum sollten sie jetzt ihre Lebensweise ändern und das Blut von ihren Weidetieren kaufen? Nur, weil Vael den für Menschen bislang tödlichen Nahrungserwerb nicht akzeptieren wollte und sich dadurch in die Angelegenheiten der Blutsauger mischte? Das Ansinnen ging den Fürsten entschieden zu weit.
   Vael zweifelte nicht einen Moment an der Richtigkeit seiner Gesetze, jedoch hatte er niemals gewollt, dass Yari den Preis für seine Überzeugung zahlen musste. Sie sollte in eine glückliche Zukunft sehen, in der die Furcht vor den Übergriffen der Vampire der Vergangenheit angehörte. Aber ihr Licht würde in dieser Zukunft nicht mehr scheinen, denn Corashs Kinder würden heute erst innehalten, wenn eine blutleere Hülle vor ihnen lag.
   Abscheu, Hass und Zorn jagten wie dunkles Feuer durch seine Adern. Die Gefühlskombination vertrieb die Schwäche aus seinem gefolterten Körper. Er bäumte sich gegen seine Fesseln auf, wieder und wieder. Der Fürst hatte Vael nicht wie einen seltenen Schmetterling mit Nadeln auf Samt gepinnt. Nein, Corash hasste Engelflügel. Daher ließ er Vaels Schwingen einmauern und seinen Körper mit dicken langen Metallnägeln an die Wand schlagen, so, als wäre er ein simples Holzbrett.
   »Yari«, rief Vael und zerrte an seinen Armen. Die Köpfe der Nägel bohrten sich durch sein Fleisch und durchrissen Sehnen, Adern und Muskeln. Für einen Moment schafften es die Schmerzen, seinen brodelnden Zorn abzukühlen, doch ein Blick zu Yari genügte, um seine Entrüstung erneut zu entfachen. Ihr Körper war übersät mit Bissspuren. Die Vampire tranken nur langsam, um ihre Todesqual und seinen Kummer zu verlängern.
   Yari fehlte inzwischen die Kraft zum Stehenbleiben, weshalb sie (...)

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