Gabriele Breuer

Fantasyromane

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Panteja

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Trauer, Mut und Liebe sind die Elemente der Panteja. Nur wenn sie vereint sind, strahlt über Viandia das Licht. Doch jemand hat die Einheit auseinandergerissen und das Element der Trauer gestohlen. Die mystische Insel im Atlantik scheint dem Untergang geweiht zu sein. Etti weint um ihren geliebten Großvater. Um dem grausamen Waisenhaus zu entkommen, folgt sie der Legende der achten Isla Canaria und begibt sich auf die Suche nach dem Eiland. Kurz darauf überlebt sie wie durch ein Wunder als Einzige die Havarie eines Schoners und findet sich auf der legendären Insel wieder. Sie allein trägt noch Trauer in ihrem Herzen, und bedrohliche Mächte machen deshalb Jagd auf sie. Kann ein kleines Mädchen das achte Eiland wirklich vor dem Untergang bewahren? Oder ist sie die Nächste, die ihren Großvater für immer vergisst?

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Vita

Gabriele Breuer

Geboren am 25.04.1970 in Hürth-Hermühlheim, lebt Gabriele Breuer mit ihrem Mann und Sohn in Köln. Sie arbeitet als Verwaltungsangestellte in einem Seniorenzentrum. Seit ihr Sohn den Kinderschuhen entwachsen ist, widmet sie sich in ihrer Freizeit ausgiebig der Schriftstellerei. Dabei ist sie neben Historischen Romanen auch in anderen Genres unterwegs.

Leseprobe

Prolog

Die Mauern bebten, als brodelte ein Vulkan unter ihnen. Das Kind fest an sich gedrückt, kauerte die junge Frau in einer dunklen Ecke des Ganges. Schwarzgekleidete Männer in Kettenhemden donnerten durch den Palast. Schwerter surrten. Kurz darauf erstarben die Schreie der Wachen in einem Röcheln. Zitternd am ganzen Leib verbarg die Frau das Gesicht in dem spärlichen Haar des Säuglings. Die Klinge blitzte im Schein der Fackeln auf und das Schwert wirbelte durch die Luft, um ihr die Kehle zu durchtrennen. Die Frau schrie auf. Bald darauf pulsierte das Blut aus ihrem Hals. Über der jungen Mutter schwebte das schwarze Tuch der Finsternis und brachte ihr den Tod. Das Kind in ihrem Arm wimmerte. Es würde an der Brust der Mutter verhungern.
   Mit einem siegessicheren Lächeln auf den Lippen steckte sie das Schwert zurück in die Scheide und schritt den Flur entlang. Vorbei an zwei Männern, die den Leib des Königs in einem Sack davontrugen. Taronu, der neue Herrscher des hellen Landes, hatte sich auf dem Thron niedergelassen und bleckte die Zähne. Ehrfürchtig fiel sie vor ihm auf die Knie und senkte das Haupt.
   »Erhebe dich«, sagte Taronu mit siegessicherer Stimme.
   Sie konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, das jäh erstarb, als sie in das Gesicht ihres Geliebten sah.
   Kalt wie ein Fels blickte Taronu sie an. »Verschwinde aus meinem Palast. Ich will dich nie wieder in Viandia sehen.«
   In ihrer Brust bebte ein Sturm. »Aber …«
   Taronu sprang von dem Thron und richtete das Schwert auf ihre Stirn. »Verschwinde! Oder ich töte dich«, schrie er.
   Vor ihren Augen tanzten schwarze Sterne. Der Wind, der sie mit einem Mal umgab, rieb sich wie Eiskristalle an ihrer Haut.

Kapitel 1

Großvaters Worte schwirrten wie verirrte Pfeilspitzen in der Luft – jederzeit bereit, Etti die Wahrheit ins Herz zu stoßen. Eine Wahrheit, die niemals sein durfte.
   »Nie wieder?« Etti kämpfte mit den Tränen.
   »Nie wieder«, hauchte der alte Mann kraftlos.
   In seiner Stimme fehlte das vertraute Brummen, das Etti jedes Mal mit Wärme umgab, wenn er mit ihr sprach. Und das erschreckte sie noch mehr als seine Worte. Ihr Blick fiel auf seine Lippen zwischen dem grauen Gestrüpp in dem Gesicht. Sie waren so rissig, als hätte er tagelang das salzige Wasser des Meeres getrunken. »Aber du wirst doch wieder gesund, das hast du mir versprochen, Abuelo.« Sie kniete sich vor das Bett und strich mit den Fingerspitzen über seinen Bart, wie sie es immer tat, wenn sie Großvater umstimmen wollte.
   »Gesund vielleicht, aber nicht jünger.« Er hielt den Blick weiterhin über sich gerichtet. So, als wollte er durch das marode Dach der Hütte in den Sternenhimmel sehen.
   »Aber wir können trotzdem zur See fahren. Die Meere sind doch deine Heimat.« Etti musste mit allen Mitteln gegen seine Worte kämpfen. Sie erhob die Stimme. »Und auch meine.«
   Endlich senkte Großvater den Blick und sah sie an. Seine dunklen Augen, in denen so oft ein Feuer gelodert hatte, wirkten, als hätte jemand die Glut mit platten Sohlen ausgetreten. »Du musst zur Schule, Kind.«
   Etti verzog das Gesicht. »Hat das nicht noch Zeit? Bisher hast du mich doch auch gelehrt. Warum sollte ich nun dorthin gehen?«, maulte sie.
   »Weil es dort noch viel mehr zu lernen gibt, als ich dir je beibringen kann.« Abuelo hob den Blick wieder gegen die Deckenbalken und schluckte mit verzerrtem Gesicht.
   Etti spürte im Herzen, welche Schmerzen er durchlitt. Sie konnte ihn auf keinen Fall allein lassen. Er brauchte sie doch! Und außerdem, was sollte das alles nun? Sie wollte keine Schule besuchen. Wozu auch? Lesen, schreiben und rechnen konnte sie bereits besser als die meisten Seeleute. Nach einer Ausrede suchend blickte sie sich in der Hütte um, die aus nur einem Raum bestand. In der Mitte des Verschlags befand sich die Feuerstelle, über der ein dreibeiniger Kessel stand, daneben ein Tisch mit zwei Stühlen und gegenüber zwei große Kisten. In den beiden Truhen verwahrten sie ihre einzige Habe, die Großvater und sie vom Schiff mitgebracht hatten. Noch nicht einmal eine Woche bewohnten sie die Insel, auf der sich Etti nicht (...)

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