Gabriele Breuer

Fantasyromane

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Das Geheimnis der Sünderin

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Jülich, im Jahre 1608. „Schwach im Geiste“ betiteln die Fürsten den Herzog von Jülich-Kleve-Berg und streiten um sein Erbe. In der Schlossküche zu Jülich bekommt die junge Köchin Mia von all dem nichts mit. Mit Eifer erfindet sie neue Rezepte, um den Gaumen des Herzogs zu verwöhnen. Als ein Giftanschlag auf ihn verübt wird, muss Mia fliehen, denn sie steht an erster Stelle der Verdächtigen. Ihr Weg führt sie in die Unterwelt der Stadt Köln. Unter den Dieben, Bettlern und Huren lernt sie Adrian kennen und verliebt sich in ihn. Adrian jedoch verbirgt ein schwerwiegendes Geheimnis und schon bald muss Mia wieder vor mächtigen Feinden flüchten, die ihr dicht auf den Fersen sind. Ist Adrians Liebe tief genug, um ihr auch über die Grenzen der Stadt hinweg beizustehen?

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    Gabriele Breuer

Vita

Gabriele Breuer

Geboren am 25.04.1970 in Hürth-Hermühlheim, lebt Gabriele Breuer mit ihrem Mann und Sohn in Köln. Sie arbeitet als Verwaltungsangestellte in einem Seniorenzentrum. Seit ihr Sohn den Kinderschuhen entwachsen ist, widmet sie sich in ihrer Freizeit ausgiebig der Schriftstellerei. Dabei ist sie neben Historischen Romanen auch in anderen Genres unterwegs.

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    Panteja

    Trauer, Mut und Liebe sind die Elemente der Panteja. Nur wenn sie vereint sind, strahlt über (...)

Leseprobe

Gefüllten Magen vom Hammel zurichten

Wasch den Hammelmagen fein sauber aus und reib ihn mit Salz ein. Nimm rohen Speck und Zwiebeln, schneid’s fein breit, gib es in zerlassene Butter und sieh, dass du es nicht verbrennen lässt. Gib danach ein Ei oder drei oder vier darunter. Schlage es durcheinander, gib dazu grüne Kräuter und rühr sie mit ein. Misch alles durcheinander. Wenn du die Füllung anmachen willst, nimm Safran, Pfeffer, Salz und drei oder vier Eidotter, so wird es gut. Füll den Magen damit und schließe ihn mit einem hölzernen Spießlein. Setz ihn in Wasser auf und lass ihn gar sieden. Wenn’s gesotten ist, nimm ihn aus dem Wasser, säubere ihn außen, gib ihn in einen verzinkten Fischkessel und gieße eine wohlschmeckende Rindfleischbrühe darüber. Brenn ein wenig Mehl ein und lasse Petersilienwurzel und Muskatblüten darin sieden. Ist es gekocht, so wirf ein wenig zerlassene Butter, die ungesalzen ist, darein und lasse sie mit sieden. Du magst die selbige Brühe weiß lassen oder gelb machen, denn die Füllung im Magen ist gelb, dass es sich vergleichen lässt mit der Farbe.

Marx Rumpolt, Ein new Kochbuch,
Frankfurt am Main 1581
(Übersetzung)

1. Kapitel

Mia starrte die Rosenköhlchen auf der Arbeitsplatte an, als erwartete sie jeden Augenblick eine Antwort von ihnen. Hinter ihr klapperte Geschirr, untermalt von vertrautem Gemurmel, was sie jedoch nur unterschwellig wahrnahm. Sie griff nach einer Muskatnuss und rollte sie zwischen Daumen und Fingerspitzen. Die erste Zutat ihrer Gewürzkomposition stand schon einmal fest. Vielleicht sollte sie noch Thymian dazugeben. Aus den Augenwinkeln sah Mia, dass Walther sie beobachtete. Über seine Lippen huschte ein Lächeln, bevor er das Messer zur Seite legte und sich neben Mia stellte. So sehr sie auch die Herausforderung liebte, die Speisen selbst kreieren zu dürfen, war sie zu jeder Zeit froh, wenn der Küchenmeister ihr mit Rat und Tat zur Seite stand.
   Er reichte ihr die Haube, die sie achtlos auf der Arbeitsplatte abgelegt hatte. »Du solltest sie überziehen, meine Liebe. Der Herzog wird verärgert sein, wenn er eines deiner Haare aus den Zähnen ziehen muss.«
   Ohne den Blick von dem Gemüse zu wenden, stülpte Mia die weiße Haube über ihr Haar. Sie mochte es nicht, ihre dunkelbraunen Locken damit zu bändigen, denn sie fand es schön, wenn das Haar in Kringeln von ihrem Kopf abstand und ihr Gesicht umrahmte. Deshalb stutzte sie auch regelmäßig ihr Haar bis kurz über die Schultern, damit sich die Locken nicht aushingen. Eine Strähne löste sich aus der Haube und federte auf ihre Stirn. Mia pustete sie aus den Augen und griff nach einem Ei. Durch die Küche der Jülicher Zitadelle zog der Duft von kross gebratenen Wachteln, die im Ofen vor sich hin schmorten. In den Kesseln auf dem Herd brodelte und köchelte es. Dampfschwaden stiegen auf und reicherten die Luft mit Feuchtigkeit an.
   »Deine Augen sind so schwarz wie der Nachthimmel, wenn du kochst. Weißt du das?« Walther ließ nicht locker, sie aus ihren Gedanken zu holen.
   Mia wandte sich dem Küchenmeister zu und sah ihm in die Augen, über die sich buschige Brauen zogen. Sein dichtes Haar bildete eine Einheit mit dem grau melierten Bart, der sein halbes Gesicht bedeckte. »Wirklich? Ich habe mich beim Kochen noch nie im Spiegel betrachtet. Vielleicht sollte ich das einmal tun«, sagte sie und lachte.
   Walther wollte etwas erwidern, doch seine Worte gingen in einem Scheppern unter. Über die Tonfliesen der Schlossküche rollten Kupferkessel in allen erdenklichen Größen. Der kleinste von ihnen vollführte eine schwungvolle Pirouette, bis Walthers Fuß ihn zum Stillstand brachte. Ännchen eilte herbei und bückte sich nach dem Kochgeschirr. Dabei versuchte die Magd, mit ihrem fülligen Leib zu verhindern, dass Walthers Blick auf den Küchenknecht fiel. In der letzten Zeit passierte dem armen Kerl ein Malheur nach dem anderen, sehr zum Unmut von Walther. Rutgers abstehende Ohren glühten in den Strahlen der Dezembersonne, die durch die hohen, gebogenen Fenster fielen. Aus seinem Gesicht allerdings war jegliche Farbe gewichen, und seine Augen waren vor Schreck geweitet. Er kratzte sich an der rechten Wange, als spürte er, was sich als Nächstes zutragen sollte. Entgegen der Gewohnheit ihn zu ohrfeigen, griff der Küchenmeister nach einer verzinkten Suppenkelle. (...)

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