John Maylynn

Paranormal & Mystery

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Satans Erbe

»Wenn die Hölle ihre Dämonen verstößt, kennt das Leben kein Erbarmen mit denjenigen, die das Pech haben, einer zum Psychopathen gereiften Kreatur zu begegnen, die wieder ins Höllenreich aufgenommen werden will.« Interlaken, Schweiz. Hier behandelt Dr. med. Sibylle Bachmann, forensische Traumatologin und Stationsärztin einer psychiatrischen Luxusklinik, im Jahr 2008 die 23-jährige Elisa, die seit ihrer Einlieferung vor 10 Jahren teilnahmslos vor sich hin vegetiert. Bis sich eines Morgens durch ein geheimnisvolles Manuskript alles ändert. Sibylle stößt auf das Vermächtnis einer Gemeinschaft, mit deren teuflischen Machenschaften Elisa auf geheimnisvolle Weise verbunden scheint und deren Wurzeln Jahrhunderte zurückreichen. Die »Engel der Schwarzen Rose«.

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Vita

John Maylynn wurde 1951 in West Ham, London geboren und wuchs in der Schweiz, Deutschland und England auf. Der Entdeckergeist ist ihm in die Wiege gelegt worden, deshalb machte er früh sein Hobby zum Beruf und verband das für ihn Schönste mit dem Nützlichen. Seit John „in Rente“ ist, gondelt er weiterhin durch die Weltgeschichte, fotografiert und schreibt, immer in Begleitung seiner Labrador Retriever Hündin.

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Leseprobe

Prolog

Ich bin seit meiner Geburt lebendig begraben.
   »Nein, bitte nicht … bitte nicht …« Meine Hände schießen nach vorn, ich will den Kerl abwehren, der sich über mich beugt. Er stinkt, mein Körper bäumt sich auf. Mit den Fingernägeln versuche ich, ihm das Gesicht zu zerkratzen. Bevor meine Hand ihm nahe kommt, packt er sie und reißt sie mit meinem Arm nach hinten. Schmerz durchzuckt meine Schulter, ich spüre, wie sich kaltes Metall um mein Gelenk legt. Ich versuche, mich loszureißen, kreische auf, als sich eine Eisenfessel auch um mein anderes Handgelenk schließt. Irgendwer packt meine Füße, sie drücken meine Knie hinunter und ziehen meine Beine auseinander.
   »Lasst mich in Ruhe. Warum wollt ihr mir das schon wieder antun?« Ich schreie, so laut ich kann. Mir ist klar, dass es nicht helfen wird. Es hilft nie. In ein paar Sekunden werden meine Füße gefesselt sein und ich werde auf einem widerlichen Knebel herumkauen. Doch ich gebe nicht auf, niemals!
   Es läuft immer gleich ab, wenn sie mich in dieses Zimmer schleppen. Angst habe ich keine mehr, ich weiß ja, was sie tun werden. Ich bin wütend auf mich. Warum habe ich heute gebettelt? Bitte nicht, verhöhnt mich sogleich diese lächerlich klingende Stimme in meinem Kopf. Ich beiße die Zähne zusammen und presse die Lippen aufeinander.
   Plötzlich muss ich husten. Ich reiße den Kopf zur Seite, um der Faust zu entkommen, die grob auf meinen Kehlkopf drückt. Fast erwische ich sie mit den Zähnen, aber der Scheißkerl presst mir sofort mit Daumen und Zeigefinger schmerzhaft in die Wangen und zwingt meine Kiefer auseinander. Meine Augen tränen vor Wut – ich wünsche mir, dass mein Blick töten könnte. Der Knebel wandert zwischen mein Gebiss und ich muss würgen. Hoffentlich kommt mir die Kotze hoch, dann hätte alles ein Ende.
   So sehr ich es herbeisehne, es passiert nicht.
   Ich lasse den Kopf zurückfallen.
   Der Tisch ist hart, jedoch nicht so, dass ich mich ernsthaft verletzen könnte.
   Beim letzten Mal habe ich es versucht und wieder und wieder meinen Schädel aufknallen lassen. Außer Kopfschmerzen hat es mir nichts gebracht.
   Diesmal sorgen sie vor. Einer schiebt ein Kissen unter meine Haare. Fieberhaft überlege ich, wie ich ihnen ein Schnippchen schlagen, wie ich sie überlisten, ihre Pläne durchkreuzen kann. Mir fällt nichts ein. Dieser schmierige, hässliche Typ greift nach dem Röhrchen. Was sie gleich tun werden, tut meistens nicht weh. Um mich zum Weinen zu bringen, lassen sie sich jedes Mal etwas Neues einfallen. Bis jetzt habe ich mitgespielt, ich habe mich bemüht, von allein zu weinen, ohne dass sie mir wehtun müssen. Es hat fast immer geklappt. Doch heute werde ich nicht weinen.
   Ich werde nicht weinen, nein! Sie bekommen meine Tränen nicht.
   Sie stehen um mich herum. Ihre schwarzen Umhänge verhüllen ihre Gestalten und die Gesichter sind tief unter ihren Kapuzen verborgen. Ich sehe ihr höhnisches Grinsen durch meine geschlossenen Lider.
   Ich weine nicht!
   Der Schlag auf meine Wange trifft mich unvorbereitet, es brennt höllisch.
   Ich weine nicht, ich weine nicht!
   Einer kneift mir in die Brustwarze, er drückt fester und fester. Mir stockt der Atem vor Schmerz, bis ich heftig durch die Nase ausatme. Er merkt, dass ich entschlossen bin, durchzuhalten und sein Druck lässt nach. Ich versuche, so viel Luft wie möglich in mich aufzusaugen, meine Nase verstopft immer mehr. Was ich an Tränen nicht hinauslassen will, sammelt sich in meinen Schleimhäuten. Ich weiß nicht, wie lange ich noch trotzen kann. Bitte lass es mich überstehen, ich will nicht weinen.
   Tausend Hände sind überall. Der wahnsinnige Schmerz, der mich im nächsten Moment durchzuckt, öffnet alle Schleusen.
   Ich heule. Ich schreie meinen Schmerz durch den Knebel hinaus. Ich bekomme keine Luft mehr.
   Irgendetwas bewegt sich in meinem Po, ich habe das Gefühl, sie zerreißen mich.
   Ich heule und heule und heule …

1.
Psychiatrische Privatklinik
»Sanatorium Hardegg«
Interlaken, Schweiz
24. Oktober 2008

Als sie die ersten Zeilen des Briefes (...)

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