Gabriele Datenet

Krimis & Thriller

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Im Sumpf der Angst

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Die 16-jährige Antonia wird Zeugin des Mordes an dem Belgier Mathis Vosen. Ihre heile Welt zerbricht in dem Moment, als sie in das Gesicht des Mörders blickt. Die Sorge um ihre Familie lässt sie schweigen. Immer tiefer rutscht sie in einen Sumpf aus Angst und Verzweiflung. Erst auf Sylt, im Haus ihrer Großeltern, fühlt sie sich wieder sicher, doch die Angst holt sie ein, als zwei Männer in das Haus eindringen und sie überwältigen. In letzter Sekunde kann sie sich befreien und dem Tod entrinnen. Sie steigt in den erstbesten Zug und taucht unter. Kommissar Friedrich Hansen ermittelt fieberhaft. Wird es ihm gelingen, Antonia rechtzeitig zu finden? Ihre Spur führt nach Berlin. Antonia ahnt nicht, dass sie in das Visier einer Medikamentenlobby geraten ist. Killer sind ihr dicht auf der Spur, um sie als Zeugin auszuschalten und sich das zurückzuholen, was ihnen gehört …

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Vita

Gabriele Datenet

Seit frühester Kindheit gehören das Schreiben und Lesen zu Gabriele Datenets großen Leidenschaften. In ihren Geschichten spiegelt sich das tiefe Gefühl und die Freude wider, die sie beim Schreiben empfindet. Zahlreiche Kurzgeschichten der Autorin sind bereits in Anthologien verschiedener Genres veröffentlicht worden, unter anderem auch Krimis und Kinder- und Jugendgeschichten. Beim Schreibwettbewerb des P&B-Verlages gewann sie 2009 mit ihrer Gänsegeschichte „Humpelinchen“ den ersten Preis. Mit ihrer Obdachlosen-Kurzgeschichte „Marthe“ belegte sie den zweiten Platz des Literatur-Wettbewerbs 2010 des Hauses St. Martin am Autoberg in Hattersheim. Mit ihrer Anti-Gewalt-Geschichte „Familie im Schatten“ eroberte sie 2011 den ersten Platz des Schreibwettbewerbs der Jugendbuch-Anthologie „Voll in die Fresse“ des Rollfinke-Verlags. Im November 2013 eroberte sie mit „Atlanta“ den 2. Platz des Literaturpreises Salzhausen. 2014 erschien ihr Thriller „Im Sumpf der Angst“ im bookshouse-Verlag. Durch die vielen positiven Rückmeldungen des Buches ist die Autorin erneut in die Seelen ihrer Protagonisten geschlüpft und lässt das Hamburger Ermittlerteam in ihrem neuen Thriller „Brandmal“ weiterermitteln.

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    Brandmal

    Fünf tote Frauen, bestialisch ermordet und im Uferbereich eines Hamburger Sees verscharrt. Die (...)

Leseprobe

Prolog

Sie rannte keuchend durch die Dunkelheit. Als Dornenbüsche ihre Haut aufritzten, spürte sie keinen Schmerz. Nur ihren Herzschlag, der unerbittlich in ihr schlug wie der Hammer auf einem Amboss und die Todesangst, die sie wie ein fester Umhang umgab, den man nicht abschütteln konnte. Sie stolperte über einen Ast und stürzte zu Boden. Nein, bitte nicht. Zweige knackten. Mit geschlossenen Augen hielt sie die Luft an. Lieber Gott, bitte steh mir bei. Hämisches Lachen hallte durch die Nacht.
   »Du entkommst mir nicht. Niemals wirst du mir entkommen. Ich kriege dich, Antonia Bentani.«
   Als ein spitzer Schrei die Stille durchbrach, erhob sich ein verschreckter Falke von seinem Ast und flog lautlos davon …

Antonia schlug schreiend um sich, versuchte, sich aus den Armen zu befreien, die sie fest umklammerten. Tränen rannen ihr unaufhörlich über die Wangen. »Nein, lass mich. Geh weg.«
   »Pscht … Toni, es ist alles gut. Du hast nur schlecht geträumt.«
   Sie roch den zarten Duft ihrer Mutter, fühlte ihr weiches Haar auf den Wangen und spürte das tröstliche Wiegen.
   »Mama …« Antonia öffnete die Augen.
   »Alles ist gut, meine Süße«, flüsterte Mutter und reichte ihr eine heiße Milch mit Honig. »Hier, trink das. Das wird dir gut tun.«
   »Danke, Mama.« Antonia nahm den Becher. Das Getränk bändigte die eisige Kälte und die Furcht, die ständig wie eine schwelende Glut vor sich hinglimmte, bereit, sich in ein loderndes Inferno zu verwandeln. Im Schein der Nachttischlampe sah sie den besorgten Blick ihrer Mutter. Die immer wiederkehrenden Albträume schienen auch ihr Angst zu machen.
   In Antonia breitete sich das schlechte Gewissen aus, denn noch niemals zuvor stand ein Geheimnis zwischen ihnen. Sie wusste, dass ihre Mutter sie nie zum Reden drängen würde, auch wenn sie sich noch so sehr sorgte. Geduldig ließ sie ihr stets Zeit, Erlebnisse zu verarbeiten, bis sie bereit war, darüber zu sprechen.
   Antonia schluckte. Sie kam sich plötzlich gemein vor. Wie gern hätte sie Mutter jetzt alles erzählt, ihr das Herz ausgeschüttet, doch die Angst lähmte sie, verschloss ihre Lippen, ließ sie schweigen. Niemand durfte davon je erfahren. Niemand. Sie konnte nicht zulassen, dass die Menschen, die sie liebte, womöglich in Gefahr gerieten.
   »Toni, geht es dir wieder besser?«
   Antonia rieb sich die Augen und nickte.
   »Dann schlaf noch ein bisschen, mein Schatz«, sagte ihre Mutter, lächelte und deckte sie zu.
   Doch Antonia war viel zu aufgewühlt. Sie sah durch das Fenster in den dunklen, mit Sternen übersäten Himmel. Ob es dort oben wohl Welten gab, in denen weder Gewalt noch Kälte existierten, in denen alles fair zuging und niemand dem anderen das Leben zur Hölle machte? Sie unterdrückte die aufkommende Panik, als vor ihrem geistigen Auge erneut Bilder brutaler Gewalt aufstiegen, Bilder des Todes, die unbarmherziger nicht sein konnten. Antonia versuchte, sich auf das Ticken des Weckers zu konzentrieren, der neben ihr auf dem Nachtschrank stand, und auf den Himmel, an dem im Mondschein einige Wolkenfetzen vorbeizogen. Verzweifelt krallte sie sich in ihr Kopfkissen, unterdrückte die aufkommenden Tränen und atmete tief durch. Sie musste das alles vergessen. Niemand konnte ihr etwas antun. Der Mann kannte sie nicht. Sie brauchte keine Angst mehr zu haben. Es würde alles gut werden. Morgen war ein neuer Tag. Die Sommerferien begannen und sie würde Spaß mit ihren Freunden haben, mit Marie und ihren Eltern. Sie könnten ins Kino oder in die Disko gehen und zum Friseur sollte sie auch einmal wieder. Wenn sie ihre langen Haare abschneiden und färben ließ, würde der Mann sie sowieso nicht mehr erkennen können.
   Antonia seufzte und schloss die Augen. Vielleicht wäre es gut, die Ferien bei Oma und Opa an der See zu verbringen. Sie wäre erst einmal aus der Gefahrenzone heraus und vermutlich würde sogar Gras über die Sache wachsen.
   Kurz bevor Antonia nach langem Grübeln endlich in den Schlaf sank, zeigte sich der erste helle Streifen am Horizont. Auf der Straße begann das morgendliche, geschäftige Treiben. Ein Tag wie jeder andere, nur dass die Sommerferien das Leben im Ort ein wenig (...)

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