Lia Haycraft

Paranormal & Mystery

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Mondschwinge - Die Nacht der Elemente 2

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Kasumi, ich brauche dich. Ich werde dir jemanden schicken, der dich zu mir bringt. Bald. Deine Großmutter, Analyn Kasumis Großmutter verschwand vor vielen Jahren, ohne eine Spur zu hinterlassen. Als sich der Tag ihres Verschwindens jährt, sucht Kasumi für ihren im Krankenhaus liegenden Großvater nach ihr. Sie lernt den charmanten Ivan kennen, ahnt jedoch nicht, dass er der Bote ist, von dem Analyn in ihrer rätselhaften Notiz sprach. Ivans blaue Augen ziehen Kasumi sofort an, doch wie soll er ihr helfen, ihre Großmutter zu finden? Und warum kann angeblich nur sie Analyn retten? Es beginnt die gefährlichste Zeit ihres Lebens, denn die Reise zu dem Ort Axikon, wo Analyn gefangen ist, birgt viele Hindernisse. Werden Ivan und Kasumi es schaffen, Analyn zu befreien?

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Vita

Lia Haycraft

Lia Haycraft wurde 1980 in Norddeutschland geboren, wuchs jedoch in Portugal, England und schließlich Nordrhein-Westfalen auf. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie mitten im Bergischen Land. Gern gelesen hat sie schon immer, die Leidenschaft, selbst zu schreiben, packte sie gnadenlos vor einigen Jahren. Aus „Mondtochter“ ist eine vierteilige Reihe geworden: „Die Nacht der Elemente“. Veröffentlicht sind außerdem unter dem Pseudonym Eileen Raven Scott ihre Novelle „Feuerküsse“ und der Roman „Flammenseele“ im Machandel Verlag. Die meisten Geschichten spielen in England oder Köln. Weitere Werke sind natürlich in Arbeit.

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Nach 38 Jahren noch immer vermisst

Wir geben nicht auf! Am 6. Juni ist meine geliebte Frau Analyn verschwunden. Sie trug an diesem Tag ein weißes Kleid und rote Sandalen. Ihr Haar ist lang und tiefschwarz, sie hat eine zierliche Gestalt und ist wunderbar musikalisch, singt und summt fast ständig vor sich hin. Analyn hat nichts mitgenommen außer meinem Herzen. Bitte, wenn Sie jemand gesehen hat: Melden Sie sich! Kontaktdaten hat die Redaktion. Chiffre Analyn.

Leseprobe

Kapitel 1
Vermisst

Kasumi drückte die Klinke hinunter und hielt die Luft an, bevor sie die Tür öffnete und um die Ecke spähte. Vielleicht wegen des sterilen Geruchs, der überall in den Wänden und Möbeln hing, vielleicht auch aus Anspannung. Opa lag in einem ungemütlich aussehenden Bett mit Metallumrandung. Sein Kopf verschwand beinah komplett in dem weißen Kissenberg. Seine Haut war fast so blass wie der Stoff. Die Augen waren geschlossen und er atmete ruhig. Kasumi schüttelte das traurige Gefühl ab, das sie überfallen hatte, und sah sich um. Einen Meter neben ihr an einer Wand stand ein Stuhl mit karierter Sitzfläche. Auf Zehenspitzen ging sie hinüber, schlüpfte aus den Trägern ihres Rucksacks und stellte ihn auf den Boden. Sie setzte sich auf den Stuhl, der härter war als erwartet.
   Im Zimmer roch es nach Plastik und fremdem Waschpulver. Die Stille drückte auf Kasumis Stimmung. Es kam ihr vor, als wäre sie allein, aber Opa war da und es ging ihm besser, zumindest hatte Mama ihr das versichert.
   Kasumi lehnte sich zurück und strich über ihre Beine, ohne Opa aus den Augen zu lassen, er würde doch sicher gleich aufwachen. Zum Glück lag er nicht mehr auf der Intensivstation, doch Kasumi konnte nicht leugnen, dass er sehr viel älter aussah als vergangene Woche.
   »Kasumi, meine Kleine.« Opas Stimme klang wie aus großer Ferne. Eine Tonlage schien zu fehlen.
   Kasumi schluckte, zwang sich aber trotzdem zu einem Lächeln und stand auf. »Opa, wie geht es dir? Was machst du nur für Sachen?« Was für ein Klischeesatz, aber sie war noch immer erschüttert von der Nachricht, die Mama ihr vor ein paar Tagen überbracht hatte: Opa hatte einen Herzinfarkt erlitten.
   »Es geht mir gut, wirklich. Ich weiß auch nicht, warum sie mich noch im Krankenhaus behalten.«
   Kasumi schon. Er sah aus wie ein Schatten seiner selbst. »Bestimmt darfst du bald nach Hause.« Sie stand dicht neben seinem Bett und zwirbelte das Band an der Kapuze ihrer Baumwolljacke zwischen zwei Fingern. »Ah, ich habe dir etwas mitgebracht«, sagte sie, ging zurück zu ihrem Rucksack und zog einen Krimi heraus. Sie glättete die eselsohrige erste Seite und gab Opa das Buch. »Habe ihn gerade ausgelesen. Damit dir die Decke nicht auf den Kopf fällt.«
   Opa nahm das Buch aus ihren Händen, legte es auf die Bettdecke und griff nach ihrer Hand.
   »Kind, du musst mir helfen. Eine Schwester hat gesagt, ich wäre schon drei Tage hier. Drei Tage, die ich nicht suchen konnte. Wie es aussieht, muss ich noch eine Weile bleiben.«
   »Außerdem solltest du dich nicht sofort wieder so aufregen.«
   »Ich wusste, du würdest es verstehen. Hilfst du mir?«
   Kasumi nickte. Sie hatte schon vor drei Tagen gewusst, dass Opa sie darum bitten würde. Schließlich war Ende Mai und damit fast wieder der Tag, an dem sich Omas Verschwinden jährte. Der sechste Juni. Seit Kasumi denken konnte, verfiel Opa in dieser Zeit in eine alles verschlingende Suche. In diesen vier Wochen um den sechsten Juni herum suchte er jedes Jahr noch intensiver nach ihr als sonst. »Wo fange ich an?«
   Opa drehte sich zur Seite und holte etwas aus einer Schublade neben dem Bett. Er drückte es Kasumi in eine Hand. »Mein Wohnungsschlüssel. Die Unterlagen liegen in der Nachttischschublade. Ein weiterer Ordner steht in der Küche, es ist der dunkelblaue mit dem goldenen A.« A für Analyn. »Ich wünschte, ich könnte dir mehr Hinweise geben, aber ich habe nicht viel, sogar nach all den Jahren nicht.«
   Kasumi schluckte, als sie die offene Verzweiflung in Opas Blick sah. Sie würde die Suche übernehmen und einfach irgendetwas finden. Jedes Jahr wurde es schwieriger, Spuren zu finden. Opa musste etwas übersehen oder irgendwen noch nicht gefragt haben. Es musste doch jemanden geben, der wusste, was damals passiert war. Selbst, wenn es ein Hinweis auf Analyns Tod war. Dass sie noch lebte, konnte sich Kasumi nämlich beim besten Willen nicht vorstellen. Wo sollte sich jemand aufhalten, der seit fast vierzig Jahren verschwunden war? Wo musste man sein, um nie ein Lebenszeichen schicken zu können? Dass Analyn freiwillig gegangen sein sollte, ein Jahr nach der Geburt von Mama, ergab keinen Sinn. Dafür liebte Opa sie viel zu sehr und sie hatte ihn (...)

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