Lia Haycraft

Paranormal & Mystery

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Sonnentochter - Die Nacht der Elemente 4

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Im Land des ewigen Mondes kann jeder etwas Besonderes: fliegen oder sich in Feuer oder Wind verwandeln – nur nicht Nayara. Gefangen in einem Vulkan, dessen Wärme sie am Leben erhält, wartet sie sehnsüchtig auf den Tag, an dem sich die Tore zur Erde öffnen, damit sie die Sonne sehen kann. Man nennt sie die Sonnentochter, doch nie hat solch ein Wesen lange genug überlebt, um sich zu verwandeln. Kann Aidan, der das Feuer beherrscht, sie auf ihrem Weg beschützen? Wird das Licht der Sonne sie verwandeln oder verbrennen? Als sich Nayara auf den Weg macht, ahnt sie nicht, dass es die letzte Reise zwischen den Welten sein könnte, denn es gibt jemanden, der die Tore für immer zerstören will.

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Vita

Lia Haycraft

Lia Haycraft wurde 1980 in Norddeutschland geboren, wuchs jedoch in Portugal, England und schließlich Nordrhein-Westfalen auf. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie mitten im Bergischen Land. Gern gelesen hat sie schon immer, die Leidenschaft, selbst zu schreiben, packte sie gnadenlos vor einigen Jahren. Aus „Mondtochter“ ist eine vierteilige Reihe geworden: „Die Nacht der Elemente“. Veröffentlicht sind außerdem unter dem Pseudonym Eileen Raven Scott ihre Novelle „Feuerküsse“ und der Roman „Flammenseele“ im Machandel Verlag. Die meisten Geschichten spielen in England oder Köln. Weitere Werke sind natürlich in Arbeit.

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Die Tore zwischen den Welten sind bedroht

Nach exklusiven Informationen unserer Zeitung hat ein unbekannter Wandler offenbar vor, die Tore zwischen den Welten zu zerstören. Augenzeugen zufolge hat er eine Armee aus Schatten auf seiner Seite, die ihm helfen könnte. Der dunkle Unbekannte will sich kurz nach der Nacht der Elemente auf die Erde schleichen und das zweite Tor suchen. Wenn es ihm gelingt, beide Tore zu zerstören, werden viele von uns entweder auf der Erde oder in unserer Welt Axikon gestrandet sein und ihre Familien und Freunde nie wiedersehen können.

Leseprobe

Kapitel 1
Sonnensehnsucht

Seit neunzehn Jahren wollte Nayara ihre Welt verlassen. Die Welt der ewigen Nacht, die Welt der vier Monde, der vier Jahreszeiteninseln. Neunzehn Jahre voller Geschichten über die Erde und vor allem die Sonne, die ihr Vater in glühenden Farben beschrieben hatte. Endlich rückte die Stunde, in der die Tore zur Erde geöffnet wurden, näher. Bald würde sie das fremde Sonnenlicht auf ihrer Haut spüren. An die kalten Nächte, wenn die Sonne untergegangen war, wollte sie dagegen lieber nicht denken.
   Mit einer Hand fuhr Nayara durch die Lava, die im Inneren des Vulkans brodelte. Ein Kichern ließ sie aufblicken. Zwei kleine Lichter sausten auf sie zu, eines landete auf ihrer Schulter, eines auf ihrer ausgestreckten Hand.
   »Hallo Phlix«, flüsterte Nayara in der Sprache des Feuers und lächelte. Der Feuergeist auf ihrer Hand war noch kleiner als Phlix. Ihre Tochter. »Wie eine kleine Sonne«, sagte Nayara.
   Phlix flog im Kreis um ihre Tochter herum, sang leise vor sich hin, wurde allmählich lauter, und Nayara stieg lachend in ihren Gesang ein. Die Feuergeister flogen um ihren Kopf und zu ihren Händen, als wollten sie sie zum Tanz auffordern. Sie waren so fröhlich, dass es Nayara ansteckte. Sie sprang auf und tanzte mit ihnen durch die Felsen, eine Schar weiterer Feuergeister gesellte sich dazu.
   In einem wilden Reigen aus Funken und Flammen tanzten sie durch die Gänge unter dem Vulkanberg, wo Nayara wohnte. Das Licht der Feuergeister tat so gut, jetzt, wo es wieder so viele waren. Bei der Geburt des neusten Feuergeistes war nur Phlix bei ihr gewesen.
   »Sagst du mir ihren Namen?«, fragte Nayara, als sie innehielt, um Luft zu holen.
   Phlix schwebte direkt an Nayaras Ohr und zwitscherte und sang ihr ihre Freude ins Ohr. Am Ende verriet sie ihr den Namen ihrer Tochter: Shai.
   Nayara hielt inne. »Der Schlüssel?«
   »Ja, der Schlüssel zum Glück, zur Liebe, zur Freude, zum Tanz«, säuselte Phlix und wirbelte durch die Luft zu ihrer Tochter hinüber, die fleißig mittanzte.
   Nayara hörte Schritte in der Höhle über sich. Sie wollte schon nachsehen, wer sie besuchte, aber niemand rief nach ihr. Eindeutig gehörten die Stimmen ihren Eltern und sie stritten lautstark. Mit einem Finger auf den Lippen sah sie die Feuergeister an, schlich den Gang entlang und empor, um ein paar Worte aufzuschnappen.
   »Das kannst du nicht ernsthaft wollen! Sie kann nicht auf die Erde, du bringst sie in Gefahr, das werde ich nicht zulassen!«
   Das war eindeutig ihre Mutter Sotai. Schon immer hatte sie Nayara alles verboten. Wollte nicht, dass sie nach draußen ging, wollte nicht, dass sie irgendetwas kennenlernte. Nayara verschränkte ihre Arme vor der Brust und wartete auf die Antwort ihres Vaters.
   »Sotai, sie ist die Sonnentochter! Sie muss die Sonne sehen, wie kannst du ihr das vorenthalten wollen? Sei doch vernünftig.« Seine Stimme ebbte ab, und sicherlich versuchte er, Sotai zu beschwichtigen. Oder er wollte nicht, dass Nayara sie hören konnte.
   »Vernünftig? Was bitte hat es mit Vernunft zu tun, wenn man die eigene Tochter in ihr Verderben rennen lässt? Nicht immer scheint die Sonne auf der Erde, es gibt so viele kalte Orte dort, und du kannst auch nicht garantieren, dass du immer auf sie aufpasst.«
   »Natürlich passe ich auf sie auf«, schrie ihr Vater wieder.
   Nayara zuckte kurz zusammen.
   »So wie damals?«, sagte Sotai schneidend.
   Damals? Nayara spitzte die Ohren, was meinte ihre Mutter damit?
   »Du wirst es mir nie verzeihen, oder? Sie hat es doch geschafft, und es ist nichts passiert.« Da schwang deutlich ein wenig Verzweiflung in den Worten ihres Vaters mit.
   »Aber du warst es nicht, der sie gerettet hat. Du warst nicht da, so wie es abgesprochen war.« Die Wut in Sotais Stimme brach ab und machte einem Schluchzen Platz. Eine Weile blieb es still, bevor ein versöhnliches Murmeln erklang.
   »Worum geht’s?«, säuselte auf einmal Phlix in Nayaras Ohr.
   »Sie traut mir nichts zu. Sie glaubt nicht, dass ich da draußen überleben kann.« Nayara gestikulierte in (...)

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