Annette Schmitz

Romantik & tiefe Gefühle

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Diese eine Liebe - Wellentänzer

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Die Fahrt als Trainee auf der Polyantha soll Elisas großes Abenteuer werden. Was wäre besser geeignet als die Karibik mit türkisblauem Wasser, Reggae und viel Rum? Um die Besatzung für sich einzunehmen, geht Elisa mit deutscher Gründlichkeit an ihre Aufgaben – und mit ebendieser tappt sie in jedes Missgeschick. Trotzdem gewinnt sie viele Sympathien, bis auf die des Kapitäns. Dass Sean Fleming eine Ladung Spülwasser abbekommt, ein Mast zerbricht und sie die Konkurrenz bei der Regatta ausschaltet, was ihn fast disqualifiziert, kann er noch ertragen. Sogar, als sie an einem Asthmaanfall zu ersticken droht, handelt er besonnen. Küssen ist eine überraschend wirksame Therapie. Was er jedoch nicht tolerieren kann, ist Elisas Flirten mit seinem größten Konkurrenten.

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Vita

Annette Schmitz

Annette Schmitz hat ihre Wurzeln in Bremen, der Hansestadt mit dem maritimen Flair. Sie ging als Krankenschwester nach Afrika, studierte Biologie und begann, als Ausgleich zu wissenschaftlichen Texten Unterhaltungsromane zu schreiben. Ihre bisherigen „Forschungsergebnisse Mensch“ stellt sie in heiteren, spannenden und zugleich berührenden Liebesromanen dar. Um ihren Protagonistinnen ein Happy End zu sichern, bewaffnet sie sie mit Charme, Schlagfertigkeit oder einfach Authentizität. „Gefährlich verliebt – Bin mal kurz die Welt retten“ (2014), „Liebevolle Rache – Eine Gleichung mit zwei Unbekannten“ (2015),  „Diese eine Liebe - Wellentänzer" (2016)“, „Kribbeln im Bauch - Gut verdrängt ist halb vergessen“ (2016), „Jetzt Mal Hand aufs Herz“ (2017).

Leseprobe

Kapitel 1
St. Vincent

Ich hatte nicht aufgepasst.
   Gott sei Dank war niemand verletzt worden. Ich wünschte, ich könnte es ungeschehen machen, die Zeit zurückdrehen. Ein Tag würde reichen, ich würde im entscheidenden Moment einen anderen Handgriff machen und alles wäre wieder gut.
   Ich würde jetzt nicht an diesem abgelegenen Platz sitzen, einsam und verlassen, und immer und immer wieder die gestrige Szene im Kopf durchgehen, als Fleming wutentbrannt auf mich losgegangen war und ich gedacht hatte, er würde mich umbringen wollen. Vor versammelter Mannschaft. Zum Glück hatte Bains eingegriffen. Als Einziger, alle anderen hatten genauso viel Angst vor Fleming wie ich.
   O Mist, es ging schon wieder los. Mein Herz begann zu rasen, die Luft blieb mir weg. Hastig griff ich in den Rucksack, zog das Spray heraus und inhalierte einen tiefen Zug des Medikaments.
   Ich lehnte mich auf der verwitterten Aussichtsbank zurück und versuchte, mich zu entspannen. Es hätte schön sein können, hier oben, mit Blick aufs weite Karibische Meer. Die Strahlen der tief stehenden Nachmittagssonne fielen auf die ruhige Wasserfläche und brachten das Meer zum Glitzern, als ob Milliarden von Diamanten darauf tanzten.
   Ich hatte mich auf den höchsten Aussichtspunkt der Insel geflüchtet. Hier würde mich niemand finden, aber sie würden mich ohnehin nicht suchen. Ich konnte den Hafen von Kingstown sehen, die Hauptstadt von St. Vincent. Wenn ich den Hals streckte, erkannte ich im Hafen unter mir ganz klein die Polyantha, sie hob sich wunderschön und erhaben gegen die armseligen Fischerboote und rostigen Frachtschiffe ab. Gleich daneben lag ein protziges, bunt bemaltes Kreuzfahrtschiff, es wirkte wie ein Flamingo unter Möwen. Erstaunlich, wie es sich in die enge Lücke an der Mole gezwängt hatte. Fleming hasste diese schwimmenden, hässlichen Hotelkolosse.
   In Deutschland war jetzt Winter, kaum vorstellbar bei diesen tropischen Temperaturen. Selbst jetzt, am späten Nachmittag, war es noch so warm, dass ich in meiner kurzen Hose und dem T-Shirt nicht fror. Wenn die Dämmerung einsetzte, dauerte es in den Tropen ungefähr zwanzig Minuten und es war stockfinster. Diese Dunkelheit war erschreckend für Zivilisationsmenschen wie mich. Keine Straßenlaternen, Scheinwerfer von Autos oder Lichter, die durch Fenster drangen. Man fühlte sich hilflos und verloren. Die einzige Lichtquelle zur Orientierung waren Mond und Sterne. Ich hatte das Gefühl, sie leuchteten hier heller als in Deutschland. Der undurchdringliche Urwald um mich herum sah aus wie eine Fototapete. Es war ein ständiges Rascheln, Pfeifen, Zwitschern zu hören, viel lauter und geheimnisvoller als ich es aus heimischen Wäldern kannte.
   Inzwischen hatten sie mein Verschwinden natürlich bemerkt. Ich bekam eine Gänsehaut, wenn ich mir vorstellte, was jetzt auf der Polly los war. Fleming verfluchte mich bestimmt, und mit Sicherheit war er froh, mich endlich los zu sein. Er hatte nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er mich nicht mochte. Ständig hatte er mich schikaniert und sich über jede Kleinigkeit aufgeregt, die ich versehentlich falsch gemacht hatte. Zu keinem anderen Trainee war er so streng gewesen wie zu mir. Dabei hatte ich mir immer besonders viel Mühe gegeben, alles richtig zu machen. Aber egal, was ich tat, ich hatte ihm nichts recht machen können. Sein abweisender Blick tauchte vor mir auf, diese kalten Augen, die mich zuletzt hasserfüllt angefunkelt hatten. Ich ließ den Kopf nach vorn fallen, raufte mir die Haare. Er mochte mich einfach nicht. Wie gut, dass ich ihn auch nicht mochte. Nun hatte er sein Ziel erreicht. Er musste mich nie wiedersehen. Er war mich los.
   Ich begann zu weinen, schluchzte ungehemmt gegen das Getöse aus dem Urwald an. Wie traurig, dass alles so enden musste.
   Noch leise vor mich hinschniefend, hörte ich plötzlich ein Geräusch, das nicht in diese Wildnis passen wollte. Ich sah mich um und wischte mir die Augen aus. Auf dem steilen, unebenen Weg tauchte ein Mann auf einem Rennrad auf. Er keuchte und trat stehend in die Pedale, schwenkte das Rad dabei so stark zur Seite, dass es extrem zu eiern begann und ich schon befürchtete, er würde umfallen und im dichten Gebüsch landen. Noch schien er mich nicht gesehen zu haben, denn er pfiff leise vor sich hin, (...)

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