Annette Schmitz

Romantik & tiefe Gefühle

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Liebevolle Rache - Eine Gleichung mit zwei Unbekannten

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Annika Hansen ist eine kontrollierte, rational denkende Krankenschwester, die nicht an Schicksal glaubt. Bis ausgerechnet der Mann, den sie wie keinen anderen hasst, nach einem Motorradunfall auf ihrer Station landet: Thomas Holthusen, verantwortlich für das große Desaster in ihrem Leben. Was für eine wunderbare Gelegenheit, sich an dem hilflosen und völlig ahnungslosen Patienten zu rächen. Da wird er schon mal kurzerhand in die Leichenkammer gesperrt, betäubt, sein Laptop zerstört und zu guter Letzt schiebt sie dem Journalisten auch noch eine uneheliche Tochter unter. Womit Annika allerdings nicht gerechnet hat, ist sein wachsendes Interesse an ihr und ihre eigenen, ungewohnten und lästigen Emotionen. Er überlebt ihre »Pflege«, doch seine Versuche, Gefühle in ihr zu wecken, scheitern. Als sie selbst zur Patientin wird, wendet sich das Blatt …

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    Annette Schmitz

Vita

Annette Schmitz

Annette Schmitz hat ihre Wurzeln in Bremen, der Hansestadt mit dem maritimen Flair. Sie ging als Krankenschwester nach Afrika, studierte Biologie und begann, als Ausgleich zu wissenschaftlichen Texten Unterhaltungsromane zu schreiben. Ihre bisherigen „Forschungsergebnisse Mensch“ stellt sie in heiteren, spannenden und zugleich berührenden Liebesromanen dar. Um ihren Protagonistinnen ein Happy End zu sichern, bewaffnet sie sie mit Charme, Schlagfertigkeit oder einfach Authentizität. „Gefährlich verliebt – Bin mal kurz die Welt retten“ (2014), „Liebevolle Rache – Eine Gleichung mit zwei Unbekannten“ (2015),  „Diese eine Liebe - Wellentänzer" (2016)“, „Kribbeln im Bauch - Gut verdrängt ist halb vergessen“ (2016), „Jetzt Mal Hand aufs Herz“ (2017).

Leseprobe

Erster Teil



Eins


Wahrscheinlich war er nach links gestürzt und weit über den Asphalt gerutscht. Die Haut war von der Schulter bis hinunter zu den Fingern blutig aufgeschrammt, seine linke Gesichtshälfte war so angeschwollen, dass vom Auge kaum noch etwas zu erkennen war. Ich schob den rechten Ärmel seines Flügelhemdes hoch, band die Blutdruckmanschette um und pumpte, bis es knarrte. Der Wert war niedrig, kein Wunder, er hatte viel Blut verloren. Er schien nicht mehr so tief zu schlafen wie noch vor einer Stunde, als wir ihn vom Aufwachraum übernommen hatten. Eigentlich hätte er noch einige Stunden intensiv beobachtet werden müssen, aber Lutz, unser Stationsarzt und im Moment der Diensthabende, wollte Platz schaffen. Es war Freitagnachmittag, ein ausklingender lauer Sommertag, genau richtig für Motorradfahrer und Grillamateure – ­gefährliche Tätigkeiten für Männer.
   Ich betrachtete die Gestalt, die weit weg im Narkosehimmel schwebte. Sobald die Anästhesie nachließ, würden die Schmerzen kommen sowie eine schmerzhafte, monatelange Odyssee von Nachbehandlungen.
   Seine Haare klebten aneinander, das Blond war dunkel vor Dreck und Blut. Schon als er auf Station gekommen war, hätte ich ihm das Gesicht sauber machen können, so viel Zeit war immer. Normalerweise legte ich viel Wert auf saubere Patienten.
   Beim Anblick seines verletzten, hilflosen Körpers überkam mich ein eigenartiges, warmes Gefühl der Zufriedenheit. Was er jetzt sah oder hörte, er würde sich später nicht mehr daran erinnern können.
   Ich beugte mich über ihn. »Wir haben noch eine Rechnung offen, Thomas Holthusen. Du hast keine Ahnung, wie sehr du noch leiden wirst. Dafür werde ich sorgen.« Als hätte er mich verstanden, flatterten seine Augenlider kurz.
   In dem Moment ging die Badezimmertür auf und eine Stütze wurde sichtbar. Dann ein Fuß. Eine zweite Stütze. Schließlich schob sich der Rest eines schlaksigen Körpers ins Zimmer. Schnell richtete ich mich auf. Kai war mit seinen fünfzehn Jahren beinahe einen Meter achtzig groß und seine seltsamen Proportionen ließen vermuten, dass er noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht hatte. Seit vier Tagen lag er auf meiner Station, nachdem er beim Fußball Bekanntschaft mit den Stollen seines Gegners gemacht hatte.
   »Du sollst nicht allein aufstehen.«
   »Wieso, geht doch.« Wie die meisten Teenager hörte er in erster Linie auf seine Hormone, und die sagten, vertrau deiner Kraft und deinem Glück. Irgendwann würde sein Verstand ein Wörtchen mitzureden haben. Aber noch nicht. Er humpelte mit seiner unorthodoxen Vierpfotengangtechnik auf mich zu, etwa wie ein Dromedar. Unsere Krankengymnastin hatte ihm erklärt, wie man die Stützen benutzen musste, – und sie war gut im Erklären, brachte sogar Achtzigjährige dazu, sich wieder zu bewegen – aber Kai war nicht besonders schlau. Davon zeugte auch sein Versuch, mit der Fernbedienung des Fernsehers telefonieren zu wollen.
   »Ist er aufgewacht?« Er warf einen neugierigen Blick auf seinen Nachbarn.
   »Der schläft noch ein paar Stunden.« Ich half ihm ins Bett, stellte sein Kopfende hoch und schob den aufgeklappten Nachttisch dicht vor ihn, in der Hoffnung, ihn damit vom Aufstehen abzuhalten. Er sah mir zu, wie ich die Schläuche und Flaschen, die unter der Decke des Frischoperierten hervorragten, sortierte und ihre Werte ablas.
   »Mann, das sind echt viele! Ich hatte nur eine. Wofür sind die alle?«
   »Die sorgen dafür, dass das restliche Blut abfließen kann. Und was das ist, kannst du dir bestimmt denken.« Ich deutete auf den Urinbeutel.
   »Zum Glück hatte ich so was nicht.« Er zog eine unbehagliche Grimasse. »Soll ich klingeln, wenn in den Flaschen nichts mehr drin ist?«
   Die kleinere Infusion mit dem Antibiotikum war bald leer. »Ja, das wäre mir eine große Hilfe. Mach deine Musik nicht zu laut.« Ich sammelte meine Sachen ein, schaltete die Anwesenheitstaste aus, rieb meine Hände mit der Desinfektionslösung aus dem Spender an der Tür gründlich ein und ging.

Udo, Sabrina und ich saßen im Stationszimmer und machten Pause. Als es klingelte, raffte sich Sabrina sofort auf und trampelte mit großen Schritten hinaus auf den Flur. Sie war im ersten (...)

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