Tobias Damjanov

Krimis & Thriller

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Tödliche Unsterblichkeit - Detektei Damjanov 6

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An einer Autobahnraststätte werden drei Männer erschossen. Privatdetektiv Damjanov glaubt als Einziger, den Killer zu kennen. Schon gibt es den nächsten Toten, und Damjanov steht unter Mordverdacht. Plötzlich macht nicht nur die Polizei Jagd auf ihn, sondern auch Unbekannte. Warum hat man es auf ihn abgesehen? Auf der Flucht rettet die Frau, die er über alles liebt, sein Leben, und wird erschossen. Damjanovs Welt bricht zusammen. Er setzt alles daran, den Mörder zu finden. Dabei stößt er auf eine internationale Diamantenbande und eine unglaubliche Aktion der Bundesregierung. Ohne eine Alternative muss er sich in eine Falle des Mörders begeben, die sein Ende bedeuten könnte …

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    Tobias Damjanov

Vita

Tobias Damjanov

Tobias Damjanov, Jahrgang 1951, stammt aus Franken, lebt in Bochum und hat einen Sohn. Er war in friedenspolitischen und wissenschaftskritischen Nichtregierungsorganisationen, als Dozent am II. Bildungsweg sowie als Journalist tätig. Seine Romane um den gleichnamigen Privatermittler tragen bewusst autobiografische Züge und spielen in nahegelegener Zukunft. Gemischt mit skurrilem Humor, erinnern sie in Stil und Handlung an die „série noire“ und sind zudem mit der Welt der Geheimdienste verknüpft. Mit „Tödliche Wiederbelebung“ debütierte der Autor im bookshouse-Verlag.

Leseprobe

Hamburg, im Juli 2018

Unsterblich, wie Atmen zum Grenzfall werden kann – nicht um ein Haar, sondern um jede Menge Diamanten. Für mich noch überwindbar, für andere nie wieder.

Tag 1

Ich sehe Geld, als sie durch die Tür tritt. Hier ein Ringchen, dort ein Ringchen, fast keiner ihrer Finger ohne. Heilandsack, wie das aussieht. An den Handgelenken dünne Reife, breitere Reife, goldene, silberne, geschwungene und mit Steinchen besetzte, glatte und rötlich bis bunt schimmernde. Bei jeder ihrer Bewegungen höre ich verirrte Weihnachtsglöckchen. Auch ihre lang herabhängenden Ohrclips sind hundertprozentig kein Diamantenersatz. Den Preis für das ganze Gesumms und besonders den für das schmale Kettchen, das eng um ihren sonnengebräunten, altersbedingt faltigen Hals liegt, möchte ich zur Vermeidung kundenunfreundlicher Neidgefühle nicht wissen. Ein zurückhaltender Griff in den Schminktopf und eine zwar nicht schlanke, aber durchaus modelmäßige Figur. Wahrscheinlich ist das Blond ihrer Lockenmähne ebenso echt? Und das in ihrem Alter, das nicht allzu weit von meinen Sechzig plus entfernt sein dürfte. Ich meine, etwas jünger als ich.
   Bevor sie Platz nimmt, betrachtet sie das Interieur meines Büros. Daran habe ich sparen müssen. Schon morgen könnte ich das ändern – mit einem guten Hehler und, wir wollens nicht übertreiben, nur einem Unterarm von ihr.
   Die Dame heißt Hermine Brookmann. Sie hat den Termin erst zwei Stunden zuvor vereinbart. Normalerweise ist mir das zu kurzfristig. Allerdings die Honorarhöhe! Hätte auf der Stelle meinen Terminkalender leer gefegt, wenn da etwas Anderes eingetragen gewesen wäre als Gestern, Vorgestern, Morgen, Übermorgen … wo nichts steht.
   Frau Brookmann sitzt. Ihr beigefarbenes Sommerkleid ist ihr vermutlich von Marennes in Paris persönlich auf den Leib geschneidert worden, denn es schlägt keinerlei Falten.
   »Es geht um eine sehr delikate Angelegenheit, die meinen Mann betrifft. Ich habe mich informiert, dass Privatermittler zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Wenn ich Sie engagiere, würde ich das aber gern von Ihnen bestätigt bekommen.« Ihr undefinierbares Akzentchen könnte ebenfalls eine ausländische Sonderanfertigung sein, so dezent, wie es klingt.
   Sie blickt mich an. Diamanten kann man doch nicht in Kontaktlinsen einsetzen, denke ich, aber ihre hellblauen Augen glitzern im Lichteinfall meines einzigen Bürofensters, als ob genau das möglich sei. »Sicher, sicher, Frau Brookmann.« Lasse die verlangte Erklärung ausdrucken.
   Frau Brookmann zieht ihre Augenbrauen hoch. Sie verschwinden unter der Haarpracht. Und bleiben weg. Bitte nicht wieder ein Verschwundenenauftrag.
   Nach Durchlesen des Papiers und meiner Unterschrift lehnt sie sich zurück. »Mein Mann und ich sind Inhaber der Brookmann-Getränkegroßhandelskette. Dass ich zu Ihnen komme und mich nicht an eine der großen eingeführten Detekteien wende, hat mit meinem Anliegen zu tun. Verstehen Sie das bitte nicht als Abwertung Ihres Büros. Die Fallbeispiele auf Ihrer Webseite haben mich überzeugt, zu Ihnen zu kommen. Ich möchte vermeiden, dass ich an eine Detektei gerate, die vielleicht bereits für meinen Mann arbeitet. Ich möchte nämlich, dass Sie meinen Mann überwachen.«
   Zumindest ihre Stimme kommt erneut zum Vorschein. Für ihren Mann arbeiten Detekteien? Häufiger Bierkastenklau oder regelmäßiges Gepansche beim Abfüllen von Weinflaschen? Ich kenne keine Brookmann-Getränkegroßhandelskette.
   Sie hält inne und tastet mit ihrem Blick nach meiner Reaktion, die sie aber nicht vorfinden kann. Sie kanns nicht wissen. Diejenigen, die mir aus meinen beruflichen Gründen am Schreibtisch gegenübersitzen, lasse ich immer erst einmal laufen lernen. Sie sollen sich beruhigen können und ohne meine Unterbrechung das aufsagen dürfen, weswegen sie zu mir gekommen sind. Eine sofortige Nachfrage zu Detekteien und ihrem Mann ist von daher unangebracht. Meine ich.
   Mein langes Anfangsbändel funktioniert auch bei Frau Brookmann.
   »Überwachungen von Ehepartnern kennen Sie natürlich. Mit großer Sicherheit geht es bei mir jedoch nicht um ein außereheliches Verhältnis meines Mannes. Wir führen meiner Meinung nach eine glückliche, doch auch eine, nun ja, moderne Ehe. (...)

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