Tobias Damjanov

Krimis & Thriller

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Tödliche Spiele - Detektei Damjanov 7

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Irgendjemand hält die Fußballprofis der neu gegründeten Europa-Superliga davon ab, zum Einsatz zu kommen. Damjanov, der deutschlandweite Anschläge auf Spielhallen aufklären soll, interessiert das nicht. Erst, als ein guter Bekannter seines engsten Freundes, der von Fußball besessen war und mehr über die Vorgänge in der Superliga gewusst zu haben schien, in einem Prager Hotel ermordet wird, wendet sich Damjanov diesen merkwürdigen Vorkommnissen zu. Die Frau des Ermordeten engagiert ihn – und wird in Prag entführt, kurz darauf jedoch seltsamerweise wieder freigelassen. Während Damjanov herausfindet, dass bisher unbekannte christliche Fundamentalisten Spielhallen-Besitzer hinrichten, kommt es zu Anschlägen in Köln, Bad Homburg und bei einem Fußballspiel in Herne, wo Damjanovs engster Freund fast ums Leben kommt. Er will zurückschlagen – und landet nackt und gefesselt in einem Stuttgarter Kellerverlies.

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    Tödliche Spiele - Detektei Damjanov 7
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Vita

Tobias Damjanov

Tobias Damjanov, Jahrgang 1951, stammt aus Franken, lebt in Bochum und hat einen Sohn. Er war in friedenspolitischen und wissenschaftskritischen Nichtregierungsorganisationen, als Dozent am II. Bildungsweg sowie als Journalist tätig. Seine Romane um den gleichnamigen Privatermittler tragen bewusst autobiografische Züge und spielen in nahegelegener Zukunft. Gemischt mit skurrilem Humor, erinnern sie in Stil und Handlung an die „série noire“ und sind zudem mit der Welt der Geheimdienste verknüpft. Mit „Tödliche Wiederbelebung“ debütierte der Autor im bookshouse-Verlag.

Leseprobe

Bochum und Prag, im November 2018

Wollte nur meinen besten Freund besuchen. Aber seine Fußballbegeisterung. Ich lande in Prag, ich werde zum Rechtsanwalt – und am Ende verliere ich fast den Verstand.

Tag 1

Die S-Bahn verlässt Langendreer. In fünf, sechs Minuten werde ich aussteigen. Bochum. Der Privatermittler privat unterwegs. Doch da ist die Sache mit den Spielhallen. Dürfte richtig Geld bringen, wenn ich den Auftrag eintüte. Ist morgen und dienstlich. Heute ist nur mein bester Freund dran. Felix.
   Seine Wohnung liegt in einem uralten Haus. Gerüchteweise habe ich mal vernommen, dass Bochumer Urbanhistoriker dafür die Bezeichnung »antike Bauschutthalde« verwendet haben sollen. Um neunzehnhundert erbaut, meint Felix. In der ganzen Straße gibt es kein Gebäude, das einen derartig verranzten Anblick bietet, und das nicht nur von außen. Seitdem ich Felix das letzte Mal besuchte, waren, wie auch in den Jahren zuvor, immer noch keine Heinzelmännchen da. Das Treppenhaus sieht aus, als seien schön säuberlich über sämtliche Stockwerke verteilt vier bis fünf erwachsene Mülltonnen entleert worden – volle, versteht sich. An die verrußten bis verschimmelten Wände klammern sich weiterhin mehr oder weniger antiquierte Plakate, die zum Kampf für die Freigabe aller möglichen Sorten Drogen und gegen alle möglichen Sorten von Imperialismus auffordern. Eingerissen, zerfetzt, vermodert. Besucher, die sich hier zum ersten Mal die rissig quäkenden Holzstufen hochschleppen, könnten meinen, sie seien in einer Hausbesetzervilla der Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts gelandet und die Bewohner und Bewohnerinnen müssten durchweg anarcho-libertärer Gesinnung oder Schlimmeres sein. Oder Vergleichbares, falls es das gibt. Ist jedoch nicht so. Zum Teil gehen sie bürgerlichen Berufen nach, zum Teil haben sie überhaupt keine Meinung.
   Mit einer Ausnahme. Der Einzige, der meines Wissens in diesem Haus einen ausgeprägten Standpunkt nicht nur hat, sondern für ihn auch eintritt, ist Felix. Mein Felix. Und der hatte noch nie so etwas wie einen bürgerlichen Beruf. Darüber haben wir uns vor vierundzwanzig Jahren kennengelernt. Er als ganz neuer und ich als schon damals alter Friedenskämpfer. Engagement in einer Nichtregierungsorganisation, die Frieden, Abrüstung, internationale Zusammenarbeit und das ganze Gutmensch-Trallala auf ihre gewaltfreien Fahnen geschrieben hatte, mit Satzung und Vorstand, natürlich. Es ging um nichts Geringeres, als die Welt zu retten. Das taten wir tagaus, tagein, und häufig auch zur Nacht. Nun, Kriege und Militär gibt es immer noch, sie fordern immer noch Tausende von Toten und Verletzten in jedem Jahr, und wie durch ein Wunder ist bis jetzt die Welt nicht untergegangen, obwohl viel zu viele Menschen auf ihr das verdienen würden.
   Hat mit meinem Spielhallenfall nichts zu tun. Na ja, fast nicht. Denn wäre ich nicht vom Friedensapostel zum Private Eye konvertiert …
   Mein bester Freund Felix hat sich anders entschieden. Er leitet einen Fußballfanklub. Nicht irgendeinen Fanklub, und Leiten heißt in seinem Fall, dass er hauptamtlicher Präsident des Dachverbandes aller Fanklubs von Blauweiß Ruhr ist. Rattenscharfe Karriere für einen Elektroingenieur mit einem Dr. davor, ich muss schon sagen.
   Den Doktor erwähnt er nur in Krisenfällen. Dazu zählt auch, wenn er sehr, wirklich sehr betrunken ist. Ohnehin ist er ein, ich möchte sagen, ungewöhnlicher Mensch. Das fängt schon mit seinem Nachnamen an. Unterscheidet sich von seiner Geburtsstadt Münster nur durch das Fehlen zweier Pünktchen über dem »u«, worauf Felix stolz ist, und zwar mächtig gewaltig. Und dann seine Wohnung, genauer gesagt deren Adresse. Hab’s mehrmals miterlebt, dass jemand, der danach fragte, auf Felix’ Antwort irritiert bis verärgert »Ja, parallel zu welcher Straße denn?« entgegnete. Dabei war Felix absolut korrekt. Die Adresse lautet I. Parallelstraße sechzehn. Geschrieben kein Anlass für Missverständnisse, aber wenn man erste parallel(e) Straße nur hört … Einer der Gründe, warum Felix sie als P-Street bezeichnet (wobei er zur, nun ja, Irritation englischsprachiger Mitbürger auch das »P« englisch ausspricht). Die Straße liegt ganz in der Nähe des alten Bochumer Ruhrstadions, nach dem früher auch die nächstgelegene Haltestation der U 308 benannt war, an der ich vor ein paar Minuten (...)

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