Ela van de Maan

Paranormal & Mystery

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Flüstern der Dunkelheit - Into the dusk 7

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Isa-Marie Macintosh liebt ihre Arbeit als Biologin in den Regenwäldern dieser Erde. Doch ihre etwas unfreiwillige Verlobung mit ihrem Lebensgefährten Fitz, einem ehrgeizigen Lokalpolitiker, stellt sie vor die Aufgabe, ihr Leben gravierend ändern zu müssen. Sie nutzt ihren letzten Forschungsauftrag, um sich über ihre Gefühle und Wünsche klar zu werden, aber so ganz kommt sie nicht zum Nachdenken. Ein geheimnisvoller Mann mit strahlend blauen Augen taucht auf, der ein nie gekanntes Prickeln auf ihrer Haut erzeugt und vor dem sie Stimmen warnen, die sie noch nie in ihrem Leben gehört hat. Und plötzlich muss sie feststellen, dass sich nicht alles wissenschaftlich erfassen und erklären lässt. Weder Geister noch die Liebe.

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    Flüstern der Dunkelheit - Into the dusk 7
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Vita

Ela van de Maan

Ela van de Maan wurde im letzten Drittel des letzten Jahrhunderts im vorangegangenen Jahrtausend in einer Kleinstadt in Süddeutschland geboren. Seit sie lesen kann, wollte sie auch schreiben. Ihre größte Leidenschaft waren Fantasy und Abenteuerromane, die in ihrer eigenen Traumwelt immer neue Geschichten nach sich zogen. Irgendwann wurde der Geschichtenstapel in ihrem Kopf zu hoch und sie begann sie aufzuschreiben ... Ela van de Maan ist Mitglied in der DELIA - Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren und -autorinnen und im PAN - Phantastik-Autoren-Netzwerk.

Leseprobe

Wie ein Blitz fuhr ein Bild in seine Erinnerung und verweilte für die Dauer eines Donnergrollens. Tote Menschen – ein Meer aus Toten. Schwerter und Speere ineinander verkeilt, als würden sie ihr Gefecht noch weiterführen, obwohl ihre Herren den Kampf längst verloren hatten. Die Uniformen der Soldaten und die dürftige Bekleidung der Einheimischen wechselten sich ab an den Leibern, die übereinander und nebeneinander zu Boden gegangen waren. Manche lehnten noch an Bäumen, als müssten sie sich nur eine Weile ausruhen. Doch sie würden nie wieder aufstehen. Das Blut, das aus den Wunden rann, vermischte sich langsam zu einem einzigen roten Strom, der die Erde tränkte.
   Er fühlte nichts – kein Entsetzen, kein Grauen, kein Mitleid, nur die Leere, die seine Existenz seit Jahrhunderten ausmachte.

Kapitel 1

»Wenn du wieder zurückgehst, ist es aus zwischen uns, Isa«, drohte Fitz und machte sich im Türrahmen breit.
   »Versteh mich doch. Ich habe Victor versprochen, das Projekt zu Ende zu führen. Wir haben schon so viele Erkenntnisse über die Neuansiedlung der Pflanzen im Regenwald gewonnen, es könnte für zukünftige Aufforstungen der gerodeten Gebiete von großem Nutzen sein«, versuchte ich, mich zu rechtfertigen, auch wenn mir langsam die Energie dazu fehlte. »In ein paar Monaten können wir die Dokumentation abschließen und ich komme zurück. Für immer, wenn du möchtest.«
   Fitz schnaubte ungehalten. »In ein paar Monaten ist es zu spät. Der Wahlkampf beginnt jetzt, wenn du zurückkommst, ist er zu Ende. Jeder meiner Gegner hat eine Frau an seiner Seite, die ihn unterstützt. Wenn du mich im Stich lässt, kann ich die Kandidatur absagen.«
   »Es tut mir leid, ich habe Victor zugesagt, lange bevor sich deine unerwartete Kandidatur ergeben hat.«
   Er wandte sich wütend ab. »Victor! Immer ist dir dieser Niemand mit seinen Forschungen wichtiger als ich. Ich hätte auf meine Familie hören sollen. Was soll ich mit einer Frau, die sich überall auf der Welt herumtreibt, während ich an meiner Karriere allein arbeiten muss?«
   Ich wollte etwas erwidern, um ihm meine Beweggründe deutlicher darzulegen und ihm vielleicht Verständnis für meine Situation abzuringen, doch bevor ich ein Wort sagen konnte, hatte er schon die Tür zugeknallt.
   Resigniert packte ich mein Portugiesischwörterbuch in das Handgepäck und schloss die Tasche. Er würde nicht einmal zur Tür kommen, um Auf Wiedersehen zu sagen, bevor ich ins Taxi stieg. Bis seine Wut verraucht war, saß ich längst im Flugzeug.

Die unschöne Abschiedsszene verfolgte mich die ganze Reise über. Sie trübte meine Freude, endlich in unserem Forschungscamp am Amazonas anzukommen und meine Arbeit wieder aufzunehmen. Mein Beruf und mein Privatleben waren zwei verschiedene Welten. Geradezu zwei Universen, die nichts gemeinsam hatten. Musste ich mich wirklich für eines entscheiden?
   Ich sog die feuchtwarme Luft mit ihren schweren Düften ein. Der Regenwald umhüllte mich mit all seinen ungezähmten Lauten und Geräuschen. Das Geschrei der Affen und das Zwitschern der Vögel übertönten fast den Lärm der Holzmaschinen weiter unten im Rodungsgebiet. Ich wärmte meine Zehenspitzen in der Sonne. Die drei Monate in Boston waren kalt und stürmisch gewesen und das bezog sich nicht allein auf das Wetter. Fitz hatte mich mit seinem Heiratsantrag an Weihnachten derart überrumpelt, dass ich nicht den Mut aufgebracht hatte, ihn noch um etwas Zeit zu bitten, bis ich wieder in Boston an der Uni tätig war. Ich hätte auch schlecht vor seiner versammelten Familie den Ring wieder ablegen können, den er mir ohne Vorwarnung an den Finger gesteckt hatte. Es war ja nicht so, dass ich ihn nicht heiraten wollte, nur die Art Beziehung, die er im Sinn hatte, erschien mir zu eng.
   Ob ich wohl tatsächlich die falsche Frau für ihn war, wie seine Mutter nicht nur einmal in unserer dreijährigen Beziehung mehr als deutlich hatte durchblicken lassen?
   »Er ist einfach der Falsche für dich, Isa.«
   Ich sah auf.
   Victor kam auf mich zu und betrachtete mich nachdenklich. »Der Schnösel hat nur sich selbst im Sinn und wie er sich am Besten in Szene setzt. Er schmückt sich mit noblen Karossen, dicken Uhren, guten Anzügen und schönen Frauen. Allerdings hat (...)

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