Ela van de Maan

Paranormal & Mystery

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Fluch der Unendlichkeit - Into the dusk 4

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Seit über zweihundert Jahren versucht die Französin Marie-Fleur de Bourbon, einen Sinn in ihrer unendlich andauernden vampirischen Existenz zu finden. Doch die Kälte und die Verzweiflung in ihrem Herzen lassen keinen Neuanfang zu. Sie beschließt, sich an dem Vampir zu rächen, der sie aus ihrem schillernden Leben am französischen Königshof gerissen hat. Obwohl sie die Geschichten kennt, die besagen, dass kein Vampir seinen Schöpfer zu Staub zerfallen lassen kann, stellt sie ihm nach, in vollem Bewusstsein, dass es ihr Untergang sein könnte. Als sie bei ihren Recherchen in New York auf den attraktiven Barkeeper Six trifft, der für ihren Schöpfer arbeitet, wähnt sie sich ihrem Ziel nahe. Doch Six hat seine eigenen Pläne.

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Vita

Ela van de Maan

Ela van de Maan wurde im letzten Drittel des letzten Jahrhunderts im vorangegangenen Jahrtausend in einer Kleinstadt in Süddeutschland geboren. Seit sie lesen kann, wollte sie auch schreiben. Ihre größte Leidenschaft waren Fantasy und Abenteuerromane, die in ihrer eigenen Traumwelt immer neue Geschichten nach sich zogen. Irgendwann wurde der Geschichtenstapel in ihrem Kopf zu hoch und sie begann sie aufzuschreiben ... Ela van de Maan ist Mitglied in der DELIA - Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren und -autorinnen und im PAN - Phantastik-Autoren-Netzwerk.

Leseprobe

Versailles, Frankreich, 1790

Dunkelheit breitete sich aus. Und Kälte. Der Strom, der gerade noch in meinen Adern kochte, gefror zu Eis. Ich hörte diesen Teufel schmatzen, während er sich die Lippen leckte. Er genoss immer noch die Reste meines Blutes, das ihn vor Verzückung hatte stöhnen lassen. Es war ein widerliches Geräusch. Grausam und gierig.
   Ein klebriges Rinnsal bahnte sich den Weg aus meinem Mundwinkel über meine Wange. Das Blut eines Monsters. Sein Blut. Er hatte es mir gegen meinen Willen eingeflößt, als ich bereits viel zu schwach war, um mich zur Wehr zu setzen.
   Der Geschmack verursachte mir Übelkeit.
   Ein Fieberschauer überfiel mich, dennoch breitete sich die Kälte weiter aus. Der Zusammenstoß beider Gefühle brachte unsagbare Schmerzen mit sich, an den Stellen, an denen sie sich trafen.
   Ich wollte auffahren, wollte ihn mit all meiner Kraft zu Boden zwingen und ihn zertreten wie eine Kakerlake, doch mein Körper gehorchte mir nicht. Meine Schläfen pochten. Die Kälte drohte, meinen Kopf zu zerbersten. Die Fieberhitze verbrannte mich. Ich wollte schreien, um mich schlagen, in Abertausende Splitter zerspringen. Es war nicht möglich.
   Wut und Verzweiflung stiegen in mir auf. Ich krallte mich in das feuchte Moos unter mir und erspürte jedes einzelne, winzige Blatt. Wie kleine, feine Fühler schmiegten sie sich an meine Haut. Ich roch den Waldboden, wie ich ihn noch nie wahrgenommen hatte. Kühl, feucht, erdig, würzig, eine Wolke an Gerüchen und jeder einzeln zu identifizieren.
   Ein Käfer krabbelte an meinem Kopf vorbei. Seine kurzen Schritte hallten wie das Marschieren von hundert Soldaten in meinem Ohr wider.
   Meine Sinne schärften sich. Ich konnte die Umgebung wahrnehmen, ohne meine Augen zu öffnen. Ich wusste, welche Bäume über mir ihre Äste ausbreiteten. Ob sie dicht genug waren, um das Sonnenlicht abzuhalten. Welche Pflanzen um mich herum wuchsen, und welche Düfte sie verströmten. Das Blut, das aus meinem Mund tropfte, klatschte auf den Boden wie große Regentropfen.
   In der Ferne hörte ich die Fanfaren des Königs zur Herbstjagd blasen. Ich würde nicht daran teilnehmen. Nichts würde mehr sein, wie es war. Ich bäumte mich mit aller Kraft auf. Ein Schrei entfuhr meiner Kehle. Schrill und spitz.
   Plötzlich war es still. Selbst die Vögel im Wald waren verstummt.

Kapitel 1
Brooklyn, New York, USA, 2015

Six wischte den eben frei gewordenen Tisch, als er auf die junge Brünette aufmerksam wurde, die zielstrebig die Gruppe Betrunkener am Nebentisch ansteuerte.
   »Hallo Jungs«, begrüßte sie die Rausschmeißertruppe seines Chefs. »Ich bin ein schlechter Einfluss, und wer seid ihr?«
   Schlagartig erstarb jeder Laut in der Runde. Alle Blicke waren auf ihre überlangen roten Lackstiefel gerichtet, während sie einen Fuß unter die Sitzfläche des ihr am nächsten Befindlichen klemmte und ihn in den Hintern pikste. Mit einer gekonnten Bewegung richtete sie ihr schwarzes Spitzenmieder, um alle Blicke auf ihren hervorquellenden Busen zu lenken.
   Six schüttelte den Kopf. Er hörte das Grunzen der abgewrackten Gestalten, die vor ihr wie festgenagelt auf den Stühlen hockten und es nicht einmal bemerkten, dass ihnen der Sabber von den Mundwinkeln tropfte. »Hallo Lady«, wandte er sich an sie. »Unser Lokal ist erst ab einundzwanzig zugänglich.«
   »Hallo Süßer«, erwiderte sie mit rauer Stimme und musterte ihn aufmerksam von oben bis unten. »Das hat mir dein Kollege am Einlass schon erzählt. Möchtest du auch meinen Ausweis sehen?« Sie griff tief in ihr Mieder und zog demonstrativ ihre Fahrlizenz zwischen ihren Brüsten hervor.
   Six warf einen Blick auf das Foto und das Geburtsdatum. Er war sich nicht sicher, ob es stimmte, aber da es im Ausweis stand, musste er es akzeptieren. »Gut, dann wünsch ich dir viel Spaß.« Er war gerade im Begriff, sich umzudrehen, als sie ihm über den Arm streifte.
   »Was ist mit dir? Bist du heute schon ausgebucht, oder hast du nach Dienstschluss noch ein Stündchen Zeit für etwas Spaß.«
   »Glaubst du wirklich, dass du heute noch was anderes brauchst, wenn wir mit dir fertig sind, Kleine?«, grölte einer (...)

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