Ela van de Maan

Paranormal & Mystery

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Glut des Vergessens - Into the dusk 3

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Normalerweise macht Kunstexpertin Victoria Bellstein einen großen Bogen um Vampire. Als sie jedoch einem Freund ihres Chefs den Gefallen tut, ein Kunstwerk zu begutachten, kommt sie gerade dieser von ihr gemiedenen Spezies einen Schritt zu nah. Ohne es geplant zu haben, findet sie sich plötzlich in der Aufklärung eines Rätsels gefangen, das den unwiderstehlichen, aber wenig gesprächigen Wikinger-Vampir Kylan Ingvarsson umgibt.

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Vita

Ela van de Maan

Ela van de Maan wurde im letzten Drittel des letzten Jahrhunderts im vorangegangenen Jahrtausend in einer Kleinstadt in Süddeutschland geboren. Seit sie lesen kann, wollte sie auch schreiben. Ihre größte Leidenschaft waren Fantasy und Abenteuerromane, die in ihrer eigenen Traumwelt immer neue Geschichten nach sich zogen. Irgendwann wurde der Geschichtenstapel in ihrem Kopf zu hoch und sie begann sie aufzuschreiben ... Ela van de Maan ist Mitglied in der DELIA - Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren und -autorinnen und im PAN - Phantastik-Autoren-Netzwerk.

Leseprobe

Die Sichel des zunehmenden Mondes glitzerte auf dem ruhigen Wasser. Er beachtete sie nicht. Viel zu oft hatte er sie gesehen – viel zu oft für ein einziges Leben.
   Er studierte die Schiffe, die im Hafen lagen. Ihre Bauweise hatte sich im Laufe der Zeit so sehr verändert, dass sie kaum mehr etwas mit den Booten gemeinsam hatten, mit denen er durch Sturm und Unwetter über den Atlantik gesegelt war. Sie waren ihm fremd geworden. Sie versprachen weder Abenteuer noch Gefahr. Zumindest nicht für ihn.
   Seine Gedanken wanderten zurück in die Zeit, in der sein Leben noch endlich gewesen war. Als er noch den unbändigen Drang verspürt hatte, darum zu kämpfen, sich mit aller Kraft zu bemühen, es nicht vorzeitig enden zu lassen und dennoch zu wissen, dass es irgendwann ein Ende finden würde.
   Heute war der Kampf ums Überleben für ihn zu einem langweiligen Spiel geworden. Eigentlich kämpfte er nur, um zu beweisen, dass er der Stärkere war. Aber in seinem tiefsten Inneren hoffte er, endlich auf den Gegner zu treffen, der sein jämmerliches Dasein beenden würde.
   Mit einem letzten verachtenden Blick auf die neuzeitlichen Errungenschaften der Schifffahrt kehrte er dem Hafen den Rücken zu und verschwand in der nächsten Gasse, wo er den erbärmlichen Gestank des verdreckten Wassers nicht mehr ertragen musste.

Kapitel 1

Beeindruckt betrachtete ich das Bild an der Wand. Ein Monet! Noch dazu ein unbekannter! Und er hing in dem schmuddligen Hinterzimmerbüro eines billigen Puffs im Rotlichtviertel von Marseille. Die Kunstwelt würde Zeter und Mordio schreien, wenn sie das wüsste.
   Ich wartete ungeduldig auf den Besitzer, einen alten Freund meines Chefs Arran McRae – wobei mit alt auch tatsächlich alt im wörtlichen Sinne gemeint war. Kylan Ingvarsson war gut und gern tausend Jahre alt. Er war einer der Wikinger, die mit Leif Eriksson unterwegs gewesen waren und lange vor Kolumbus die neue Welt entdeckt hatten.
   Aber alles, was ich sonst noch von ihm wusste, zeichnete ihn nicht gerade als weit gereisten, weltgewandten Bildungsbürger aus. Er bewegte sich eher im Dunstkreis der organisierten Kriminalität.
   Meinen Informationen nach hatte er alles auf dem Kerbholz, was man in tausend Jahren anstellen konnte. Zudem war er ein fürchterlicher Weiberheld. Wieso Arran ihn zu seinen besten Freunden zählte, war mir ein Rätsel, konnte mir aber auch egal sein. Schließlich war ich nicht hier, um die Charakterfestigkeit eines toten Kerls zu beurteilen. Ich verschwendete meine kostbare Zeit in dieser Kaschemme lediglich auf Wunsch meines Chefs und in meiner Eigenschaft als Kunstexpertin.
   Wohl war mir allerdings nicht dabei, hier herumzusitzen. Arran hatte mir eindringlich geraten, nicht allzu lange in Kylans Nähe zu verweilen, weil seine zahllosen Feinde ihm immer wieder an den Kragen wollten. Nur auf welchen Zeitraum sich »nicht allzu lange« genau bezog, hatte er dummerweise nicht ausgeführt. Mir war die Viertelstunde, die ich bereits auf den Badguy in diesem schäbigen Loch wartete, schon viel zu lange.
   Unentschlossen zündete ich mir eine Zigarette an und wanderte herum. Das Ambiente in dem schummrig beleuchteten Hinterhaus war nicht gerade beruhigend. Die Reste der rotbraunen Siebzigerjahretapeten hingen in Fetzen von den Wänden, und der ehemals rote Teppich wies seltsame große Flecken auf, die in dem schaurigen Licht wie eingetrocknete Blutlachen wirkten. Man hätte meinen können, hinter jeder der abgenutzten Holztüren lauerte jemand sprungbereit, um sein nächstes Opfer zu überwältigen.
   Unruhig blickte ich mich um. Die Härchen an meinen Armen stellten sich der Reihe nach auf. Ich fröstelte. Was sollte ich tun? Sollte ich warten, ob sich der Wikinger vielleicht doch noch bequemte, innerhalb eines akzeptablen Zeitrahmens hier aufzutauchen oder augenblicklich und grußlos diesen uninspirierenden Ort verlassen?
   Hin- und hergerissen und verärgert über meine ungewohnte Nervosität, machte ich mich auf den Weg in Richtung Büro und gab Kylan im Stillen noch fünf Minuten. Danach würde ich die Rückfahrt ins Hotel antreten.
   Gänzlich in Gedanken versunken öffnete ich die Bürotür und ließ meinen Blick durch den Raum gleiten.
   Wie vom Blitz (...)

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