Ela van de Maan

Paranormal & Mystery

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Karibikstürme

Image

Hochsommer in der Karibik - August 1717. Der attraktive Piratenkapitän Myles Mortens hat nur noch einen einzigen Coup vor sich. Er möchte einen legendären spanischen Schatz heben, bevor er sich auf einer schönen Insel zur Ruhe setzt und sein Leben genießt. Doch ein Sturm treibt ihm einen Passagiersegler in die Quere, der die schöne Helen St. James zu den Bahamas bringen soll. Mit seiner lang ersehnten Ruhe ist es schlagartig vorbei. Er muss sich gegen ungewohnte Gefühle und eine aufkommende Meuterei wehren.

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Ela
    van de Maan
    E-Book: 1.99 €
  • Ela van de Maan
    Karibikstürme
  • Karibikstürme
    Ela van de Maan

Vita

Ela van de Maan

Ela van de Maan wurde im letzten Drittel des letzten Jahrhunderts im vorangegangenen Jahrtausend in einer Kleinstadt in Süddeutschland geboren. Seit sie lesen kann, wollte sie auch schreiben. Ihre größte Leidenschaft waren Fantasy und Abenteuerromane, die in ihrer eigenen Traumwelt immer neue Geschichten nach sich zogen. Irgendwann wurde der Geschichtenstapel in ihrem Kopf zu hoch und sie begann sie aufzuschreiben ... Ela van de Maan ist Mitglied in der DELIA - Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren und -autorinnen und im PAN - Phantastik-Autoren-Netzwerk.

Leseprobe

Prolog

»Louis, wo ist mein Schwarz?«, rief Helen ihrem Diener hinterher, während sie ihre Farbtöpfe auf dem Tisch durchsah. Sie hatte bereits den Pinsel in der Hand und wollte ein letztes Mal den Garten malen, in dem sie in den vergangenen sechs Jahren so gern ihre Zeit verbracht hatte. »Du weißt, ich kann ohne Schwarz nicht malen.«
   Louis seufzte.
   »Auch wenn Tante Abigail …«, wollte sie gerade fortfahren, als diese auf ihren Sonnenschirm gestützt in der Verandatür erschien.
   »Meine liebe Helen, du sitzt im Garten, alles grünt und blüht. Sieh dich doch um. Wozu um alles in der Welt brauchst du schwarze Farbe? Ich kann hier nichts entdecken, das schwarz wäre.«
   »Du weißt, dass die Farben viel zu hell sind.« Helen hielt ihr die Töpfe entgegen. »Nichts ist so strahlend hell wie dieses Gelb, und wo bitte siehst du dieses eintönige Weiß? Und das Grün hier! Mein Gott, sieh dir doch nur das Grün an. Selbst ein Laubfrosch ist nicht annähernd so grün.« Helen mochte den mitleidsvollen Blick nicht, den ihre Tante ihr zuwarf. Sie verstand nicht, warum alle ihr einreden wollten, die Welt sei so bunt wie die Farben in den Töpfen, die der Apotheker für sie zusammenmischte. Er hatte keine Ahnung. Er war schließlich Apotheker und kein Maler. Sie sah die Welt anders. Sie war grau. Trist. Schmutzig. Traurig. Vor allem war sie traurig. Es gab nichts, das strahlte. Sogar der Himmel war von einem schmutzigen Blau.
   »Bitte, Tante Abigail, schick Louis noch einmal zur Apotheke, um einen extragroßen Topf Schwarz für die Reise zu besorgen. Ich sterbe vor Langeweile, wenn ich auf dem Schiff nicht malen kann. Und wer weiß, ob ich in Nassau sofort Farben bekommen werde. Womöglich haben sie dort kein Schwarz.«
   Tante Abigail gab Louis einen Wink, ihre Wünsche zu erfüllen. Helen atmete auf und versuchte, mit den grauen Resten, die sie wie einen wertvollen Schatz in einem kleinen dunklen Glas verschlossen hielt, die Sommerwolken über Boston auf der Leinwand einzufangen.

Kapitel 1

Das Unwetter setzte ein weiteres Mal zu einem Schlag an. Der Seegang war bereits unerträglich und doch schien es, als wollte er zu einem erneuten Hoch auflaufen. Helen umklammerte die hölzerne Säule der Kabine, so fest sie nur konnte. Sie betete zu allen Göttern dieser Erde, dass der Sturm, der ihnen viel zu schnell entgegengekommen war, sie am Leben lassen würde. Das Schiff wurde wie eine Nussschale von einer Welle zur anderen geworfen. Helen hatte sich mit Seilen an der Säule festgezurrt und trotzdem hatte sie Mühe, sich zu halten. Die Seile schnitten schmerzlich in ihre Taille. Durch das Tosen des Windes hörte sie das Knirschen der Segelmasten. Sie ahnte, dass sie kurz davor standen zu brechen. Teile der Segel flatterten um ihre Kabinentür und schlugen wie riesige, klatschende Hände dagegen. Die Männer, die an Deck immer noch hilflos versuchten, das Schiff über Wasser zu halten, schrien sich durcheinander Anweisungen zu. Ohne dass sie ein Wort davon verstehen konnte, wusste sie, dass der Segler dem unbarmherzigen Wetter bald nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Das schreckliche Geräusch von berstendem Holz ließ sie angstvoll zur Decke der Kabine starren. In diesem Moment brach der Hauptmast mit voller Wucht durch. Ein stechender Schmerz fuhr in ihren linken Arm und es wurde ihr schwarz vor Augen.

*

Myles war froh, dass er und seine Mannschaft es noch rechtzeitig in die kleine Bucht der Insel geschafft hatten, um sich und das Schiff einigermaßen in Sicherheit zu bringen. Sie gedachten der armen Seelen, die der wütende Sturm mit sich reißen würde. Auch wenn sie erfahrene Seeleute waren und die Unwägbarkeiten des karibischen Wetters nur zu gut kannten, konnte es doch jedem von ihnen passieren, dass er dem zornigen Wettergott in seine tödlichen Fänge lief. Aus einem geschützten Winkel am Eingang beobachtete er seinen Schiffsjungen Jonas, der sich stramm gegen den Wind stemmen musste, als er aus der etwas höher gelegenen Höhle huschte, um nach dem Schiff zu sehen. Es wurde von den Wellen hin und her gestoßen wie eine Schaluppe, obwohl es ein stattliches Kampfschiff war, das sie vor Kurzem der spanischen Marine abgenommen hatten. Doch die Anker schienen zu halten. Auch war offenbar noch nichts durch die herumfliegenden Palmenteile beschädigt (...)

Mehr Leseempfehlungen