Ela van de Maan

Paranormal & Mystery

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Klang der Finsternis - Into the dusk 2

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Seit frühester Kindheit wird Julie von ihren unsichtbaren Verfolgern fast um den Verstand gebracht. Kurz vor ihrem achtundzwanzigsten Geburtstag startet sie einen letzten verzweifelten Versuch, ihnen zu entkommen und flüchtet in ein abgelegenes Burghotel in den Highlands. Sie verliebt sich in den zurückhaltenden Besitzer Arran McRae. Ihr Glück ist perfekt, als er ihre Gefühle zu erwidern scheint – doch auch er ist nicht menschlich …

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Vita

Ela van de Maan

Ela van de Maan wurde im letzten Drittel des letzten Jahrhunderts im vorangegangenen Jahrtausend in einer Kleinstadt in Süddeutschland geboren. Seit sie lesen kann, wollte sie auch schreiben. Ihre größte Leidenschaft waren Fantasy und Abenteuerromane, die in ihrer eigenen Traumwelt immer neue Geschichten nach sich zogen. Irgendwann wurde der Geschichtenstapel in ihrem Kopf zu hoch und sie begann sie aufzuschreiben ... Ela van de Maan ist Mitglied in der DELIA - Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren und -autorinnen und im PAN - Phantastik-Autoren-Netzwerk.

Leseprobe

Der Wind pfiff rau um die massiven Steinmauern der alten Festung in den schottischen Highlands, wie er es seit Jahrhunderten zu tun pflegte, wenn er die Regenwolken vom Meer auf das Festland trieb.
   Es war genau die Art von Wind, die sich klamm durch die kleinste Ritze der alten Holzfenster der Burg schlich und in dessen kalten Zügen das Kaminfeuer unruhig flackerte.
   Genau diese Art von Wind, die verdrängte Gefühle auf beklemmende Weise in das Bewusstsein rief und in der langsam anbrechenden Abenddämmerung das Herz schwer werden ließ.
   Arran stand am Fenster seines Turmes und starrte auf den See hinaus. Kleine Schaumkronen tanzten auf den Wellen. Wie so viele Abende fragte er sich, wie lange es noch so weitergehen würde. Die Unendlichkeit erschien ihm unerträglich lang.

Kapitel 1

Du wirst verdammt noch mal hierbleiben. Hörst du? Die Stimmen meiner unsichtbaren Verfolger hallten in meinem Kopf wider. Ihre Blicke liefen wie pure Elektrizität über mich. Das ist die letzte Warnung, wenn du nicht auf uns hörst, wirst du es bitter bereuen.
   Ich drehte die Musik lauter. Warum nur war Jo gegangen? Wenn er hier wäre, wäre ich abgelenkt genug, um sie nicht zu hören. Seit meinem siebten Geburtstag verfolgten sie mich. Die meiste Zeit versuchten sie einzeln, mich zu locken und wechselten sich ab. Nicht heute. Ich wusste nicht, warum, ich wusste noch nicht einmal genau, was sie von mir wollten. Ich versuchte, sie einfach so gut es ging zu ignorieren. Hoch konzentriert faltete ich meine Kleider, um sie in den drei Koffern unterzubringen, die ich nach Schottland mitnehmen würde. Die Konzentration blendete die wütenden Schimpftiraden einigermaßen aus. Leider nicht ganz. Ich begann, laut alle Lieder mitzusingen. Obwohl meine Stimme zitterte, verfehlte es die Wirkung nicht. Doch diese Nacht würde ich nicht zum Schlafen kommen. Vielleicht sollte ich wieder die Klubs durchstreifen? Irgendjemand würde sich schon finden, der den Abend mit mir verbringen wollte.
   Ich wischte mir Tränen aus den Augenwinkeln. Die Einsamkeit kroch in mir hoch. Langsam sollte ich mich doch daran gewöhnt haben, wie es schmerzte, verlassen zu werden. Die Erkenntnis war nicht neu, dass sich die Männer nur für mich interessierten, solange Vater seine Kreditkarten zur Verfügung stellte. Würde ich es aushalten, allein zu sein, oder würde ich wieder auf einen Aufschneider wie Jo hereinfallen, nur um jemanden an meiner Seite zu haben? Bei ihm hätte ich wirklich nicht damit gerechnet, dass er mich verlassen würde, nur weil Vater gegen eine Hochzeit war. Vater hatte von Anfang an richtig gelegen mit seiner Behauptung, Jo wäre nur auf mein Geld aus. Nur ich hatte es wieder nicht bemerkt. Oder vielleicht wollte ich es auch nicht bemerken.
   Ich seufzte. Jo Gronewolt war ein Blickfang. Groß, blond, selbstsicher – ein Sunnyboy. Ein typisch ›Hamburger Jung‹ eben, nur ein bisschen wenig schlau, wenn man es milde betrachten wollte. Es hätte mir nicht das Geringste ausgemacht, dass ich mit Jo nicht allzu oft in die Verlegenheit gekommen wäre, tiefgründige Gespräche führen zu müssen. Ich erwartete von einem Mann lediglich, dass er keine Fragen stellte, wenn ich des Nachts zitternd und schreiend aus dem Schlaf hochschreckte.
   Dazu war Jo wie geschaffen. Dachte ich jedenfalls.
   Er hatte den Schwanz eingezogen, als ich ihm von Vaters Reaktion erzählt hatte und sich darauf hinausgeredet, er hätte eigentlich überhaupt keine Zeit für eine feste Beziehung, weil er gerade dabei war, sein Geschäft aufzubauen und überhaupt …
   Ich zählte nicht. Ich hatte nie gezählt. Für keinen der Typen, an die ich jemals geraten war. Alles, was zählte, war Vaters Name und sein Geld.
   Ich schnappte nach Luft. Die Enge in meiner Brust gab mir das Gefühl, ersticken zu müssen. Und ich fror jämmerlich.
   Ich musste etwas ändern. Ich musste versuchen, allein klarzukommen. Bisher hatte ich immer angenommen, ich würde meine Verfolger loswerden, wenn ich nur von möglichst vielen Menschen umgeben wäre, Tag und Nacht. Aber ich musste eine andere Lösung finden, wenn ich nicht zugrunde gehen wollte. Ich hatte es satt, mich immer irgendjemandem an den Hals werfen zu müssen, nur um nicht völlig schutzlos zu sein.
   Es war (...)

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