Melanie Jezyschek

Heartbeat Moments

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Schönheit der Nacht

Seit einigen Wochen suchen Shannon seltsame Träume heim. Immer wieder taucht darin ein maskierter Fremder auf, der mit seiner Stimme ungeahnte Sehnsüchte wachruft. Shannon schiebt diese Hirngespinste auf den Arbeitsstress, doch dann verhält sich ihr Körper plötzlich seltsam. Als ob das nicht reichen würde, zieht es sie eines Nachts wie von Geisterhand zu einer alten Villa. Dort begegnet ihr der Mann aus ihren Träumen und offenbart ihr Schreckliches. Angeblich soll Shannon die wiedergeborene Prinzessin der Nacht sein. Gefangen in einer Mischung aus Lust, Schmerz und Blut muss sie sich einer Wahrheit stellen, die ihr ganzes Sein verändert.

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Vita

Melanie Jezyschek wurde 1993 geboren und wuchs in einer brandenburgischen Kleinstadt in der Nähe von Berlin auf. Nach ihrem Abitur hat sie im Frühjahr 2013 ein Studium der Buchwissenschaft und Germanistik begonnen, um ihre Liebe zu Büchern auch in beruflicher Hinsicht zu verankern, und lebt dafür derzeit in Mainz. Schon während ihrer Schulzeit fing sie an, in die Welt der Wörter einzutauchen und Geschichten aufs Papier zu bringen. Dabei entstand der Traum, Autorin zu werden. Sie hat bereits einige Kurzgeschichten in Verlagen veröffentlicht und arbeitet immer wieder an neuen Ideen, an denen es ihr nicht mangelt.

Leseprobe

Prolog

»Es ist spät.«
   Sie sah ihren Vater an. Sein Gesicht war wutverzerrt, als er aus dem Fenster blickte, das von dem Glühen der Fackeln erhellt wurde. Sie konnte seinen Zorn in ihrem Körper spüren. Ihre Verbundenheit schaffte dieses Band.
   »Vater, es sind nur Menschen«, versuchte sie ihn zu beschwichtigen. Sie war sich ihrer Macht bewusst. Sie glaubte nicht, dass ein paar Menschen ihnen gefährlich werden konnten.
   »Nein. Nicht noch ein Massaker.« Er trat von der Wand weg und lief langsam auf und ab. »Ich bin es leid.« Seine braunen Augen sahen erschöpft aus. Noch nie hatte sie ihn so gesehen. »Geh, mein Kind. Lege dich schlafen, es wird Zeit. Ich werde über deinen Schlaf wachen und du wirst sehen, bald wird diese schreckliche Welt nur noch eine bluttriefende Vergangenheit sein.«
   »Ich werde dich noch nicht allein lassen«, widersprach sie ihm. Zwar war es tatsächlich Zeit für sie, aber in dieser Situation wäre es unverantwortlich von ihr gewesen.
   »Geh.« Ihr Vater strich ihr über die Wange.
   Sie wollte erneut protestieren, doch dann spürte sie die Machtlosigkeit in sich aufsteigen. Ihr Körper wurde taub. Sie konnte nur noch in Vaters Gesicht starren. »Nein«, hauchte sie. Zu mehr war sie nicht in der Lage. Ihr Kleid raschelte, als sie zu Boden fiel.
   »Schlaf. Wenn du aufwachst, wird die Welt eine andere sein.«
   Ihr fielen die Augen zu.

Kapitel 1

Es war stockdunkel. Tiefschwarze Nacht. Sie konnte nichts erkennen, egal, wie sehr sie sich auch bemühte, etwas zu sehen. Es war ihr nicht möglich.
   Urplötzlich ging hinter ihr ein Flutlicht an. Der helle Lichtstrahl erleuchtete eine Stelle, die sich einige Meter vor ihr befand. Ihre Augen gewöhnten sich schnell an den Wechsel von Dunkelheit zu Helligkeit und so erkannte sie den Mann sofort, der in dem Lichtschein stand.
   Er war groß und muskulös. Das grelle Licht ließ seine Haut aschfahl aussehen, geradeso, als wäre er eben einem Grab entstiegen. Doch er sah nicht wie eine Leiche oder ein Zombie aus. Er war schick gekleidet, etwas altertümlich oder als würde er auf ein Fest gehen. Die silbergraue Maske, die die obere Hälfte seines Gesichts verdeckte, verfestigte ihre Annahme einer Feier. Wie es schien, war es eine Kostümfeier, auf die der unbekannte Mann gehen wollte.
   »Es ist so weit.« Die tiefe Stimme, die zu ihr durchdrang, ließ sie erschaudern. Sie brachte einen Teil tief in ihrem Inneren zum Schwingen und verursachte eine Veränderung, die sie nicht benennen konnte. Seine Worte zogen an irgendetwas, das bis eben noch in ihrem Körper geschlafen hatte. Nun war es erwacht. Durch die Macht seiner Worte, seiner kraftvollen Stimme, die in ihren Ohren widerhallte.
   Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Ihr blieb die Frage, was er damit meinte, im Halse stecken, als es plötzlich wieder stockdunkel um sie herum wurde und eisiger Wind unter ihre Kleidung kroch. Überall auf ihrem Körper bildete sich eine Gänsehaut. Sie begann zu frösteln. Als sie die Arme um sich schlang, um sich zu wärmen, nützte es überhaupt nichts. Die Kälte schien sich tief in ihr festzusetzen und sie nicht mehr loslassen zu wollen, egal, was sie versuchte, dagegen zu unternehmen.
   »Die Zeit ist gekommen.« Erneut diese tiefe Männerstimme.
   Sie sah sich hektisch um, doch es war zu finster, um etwas zu erkennen.
   »Es ist so weit.«

Shannons Herz raste, als sie die Augenlider aufschlug und sich in ihrem Bett aufrichtete. Sie legte eine Hand auf ihre Brust und spürte das Beben darin, während sie keuchend ein- und ausatmete.
   Schon wieder dieser Traum. Er verfolgte sie nun schon seit einigen Wochen und Shannon hatte keine Ahnung, was er zu bedeuten hatte oder wie sie ihn loswerden konnte. Langsam kam sie sich vollkommen verrückt vor. Vielleicht war sie das sogar. Geisteskrank. Gestört.
   Irgendetwas musste mit ihr nicht stimmen, wenn dieser Traum immer und immer wieder auftauchte.
   Außerdem hatte Shannon den Mann mit der Maske noch nie in ihrem ganzen Leben gesehen und dennoch schien er ihr von Mal zu Mal vertrauter zu werden. Die (...)

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