Sara Hill

Fantasyromane

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Das Heulen der Wölfe

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In einer nicht allzu fernen Zukunft existieren zwei dominante Spezies: Menschen und durch Tiergene veränderte Wandler. Caleb Johnson, der Anführer des Wolfsrudels, ist auf der Flucht und die Menschenfrau Loan Green ihm dicht auf den Fersen. Doch als die beiden in der Wildnis Nordamerikas stranden, sind sie zur Zusammenarbeit gezwungen. Je näher ihr Caleb kommt, desto mehr zweifelt Loan an seiner Schuld. Hat er wirklich Frauen grausam ermordet? Und warum zieht dieser Mann sie fast magisch an? Kann sie ihren Instinkten überhaupt noch vertrauen?

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Vita

Sara Hill

Sara Hill wurde am 05.02.1971 geboren und lebt mit ihrem Mann, zwei Söhnen und einer Vielzahl von Haustieren in einer kleinen beschaulichen Ortschaft in der Nähe von Nürnberg.

Leseprobe

Kapitel 1

Caleb wusste nicht einmal, wie dieses Kaff hieß, nur dass es im ehemaligen Alaska lag. Verfluchtes Alaska, wie war er nur hierhergeraten? Er müsste zu Hause sein, sich um das Rudel kümmern. Stattdessen stapfte Cal auf eine winzige Siedlung mitten im Nirgendwo zu. Eisige Luft blies in sein Gesicht.
   Eigentlich lebte er seit Monaten in den Wäldern, ging jedem menschlichen und sonstigen Wesen aus dem Weg, doch ab und zu musste er seine Vorräte auffüllen. Bei dieser Gelegenheit genehmigte er sich ein Bier in der Kneipe und suchte nach vorzugsweise weiblicher Gesellschaft. Bisher war es auch immer glattgegangen. Warum auch nicht? Wer von diesen Hinterwäldlern sollte wissen, wer er war? Sie kannten nicht einmal seinen vollen Namen. Dieses Kaff lag viel zu weit von allem weg, um auf dem Laufenden zu sein, und da es nur wenige Kontakte zur Außenwelt gab, waren die einzigen Neuigkeiten, die man erfuhr, vielleicht, was ein Dorf weiter passierte. Von Geschichtsbüchern und Filmen wusste Cal, dass dies früher anders gewesen sein musste, es hatte ein weltweites Netz gegeben, über das Nachrichten innerhalb kürzester Zeit in die abgelegensten Winkel gelangten. Zwar gab es wieder so etwas Ähnliches, doch es waren nur die sieben Mega-Städte ausreichend miteinander vernetzt. Die Bildübertragungen funktionierten so weit ab vom Schuss nicht, daher kamen keine Nachrichtensendungen rein. Zum Teil lag dies auch daran, dass Menschen, die sich so tief in die Wildnis zurückgezogen hatten, selbst nicht gefunden werden wollten.
   Wie dem auch sei, wegen der Abgeschiedenheit war er hierhergekommen. Das Dorf bestand nur aus ein paar Hütten, wie die meisten Siedlungen abseits der Mega-Citys. Die anderen einstigen Metropolen waren Geisterstädte, verlassen und verwahrlost. Zuerst schlug der Klimawandel zu, ganze Landstriche wurden zu Wüsten, Waldbrände wüteten, Heuschreckenschwärme und Flutkatastrophen brachen über den Menschen herein, der Meeresspiegel stieg an, während das Land immer trockener wurde. Kriege um die Wasserrechte brachen aus, was zu weltweiten Hungersnöten führte. Dann folgte die große Seuche, die hatte der Menschheit den Rest gegeben, sie in der technischen Entwicklung zurückgeworfen und siebzig Prozent der Weltbevölkerung ausgelöscht. Alle Ressourcen wurden damals für die Forschung eingesetzt.
   Als die Seuche besiegt war, begann man langsam damit, die Welt wieder aufzubauen. Heute waren die Mega-Städte auf dem technischen Stand des einundzwanzigsten Jahrhunderts, vielleicht auch ein bisschen weiter. Doch eines hatte sich grundlegend verändert: Es gab jetzt zwei Spezies Humanoiden auf dem Planeten – Menschen und Wandler.
   Die Wandler entstanden aus den Experimenten, die Menschen zur Entwicklung eines Schutzes gegen die Seuche gemacht hatten. Im Fall von Cals Familie führten diese Gen-Experimente vor Generationen dazu, dass sie zum Teil Wölfe waren. Es hatte weltweit viele solcher Forschungsprojekte gegeben, durch die Wesen geschaffen wurden, die man früher nur aus Schauergeschichten kannte.
   Auf den ersten Blick sah Cal normal aus, aber dem geübten Auge verrieten seine Art, sich zu bewegen, sowie sein Auftreten, dass er kein Mensch war.
   Er steuerte auf eine Blockhütte zu, über deren Eingang das Wort ‚Paradise‘ in Neonbuchstaben leuchtete. Musik und Gelächter drangen aus dem Inneren zu Cal.
   Erfahrungsgemäß war die Kneipe meist ziemlich voll. Die Einwohner versammelten sich nach Feierabend darin, da sie einer der wenigen Orte hier draußen war, an dem es Strom gab. Nur die Mega-Citys wurden von den Offiziellen mit Strom versorgt, wenn auch nicht jeder Einwohner rund um die Uhr. Das hatte damit zu tun, ob man zur gehobenen Schicht gehörte, die ausnahmslos aus Menschen bestand.
   Die kleinen Siedlungen mussten selbst für ihre Elektrizität sorgen. Daher erzeugte jeder, der es sich leisten konnte, seinen eigenen Strom. Wie diese Kneipe hier im Niemandsland, die nicht mehr als eine etwas größere Blockhütte war.
   In dieser Region gab es so was wie eine zivile Ordnung, während in anderen Landstrichen noch immer Anarchie vorherrschte.
   Hier waren die Leute friedlich, und vor allem ließen sie ihn in Ruhe, wenn er sich unter ihnen bewegte. Es war bei Weitem nicht überall so, dass Menschen und Wesen so (...)

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