Sara Hill

Fantasyromane

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Engelszorn - Demon Chaser 2

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Fast fünfzehn Jahre lang wurde Jason in der Hölle gefoltert und gedemütigt, bis er ein Bündnis mit dem Dämon Samael schließt. Gebrochen kehrt er auf die Erde zurück, um im Auftrag des Dämons Gefallene zu töten. Da begegnet er Debbie, durch die er Zugang zu Raven bekommen könnte. Raven ist sein Freund aus Kindertagen und er trägt Schuld an seinem Sturz in die Hölle. Jason sieht die Zeit für seine Rache gekommen, wäre da nicht Debbie, zu der er sich magisch hingezogen fühlt. Wird sie ihm glauben, dass er nicht nur wegen Raven an ihr Interesse gezeigt hat?

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Vita

Sara Hill

Sara Hill wurde am 05.02.1971 geboren und lebt mit ihrem Mann, zwei Söhnen und einer Vielzahl von Haustieren in einer kleinen beschaulichen Ortschaft in der Nähe von Nürnberg.

Leseprobe

Kapitel 1
33 Jahre zuvor

»Emily, es dauert nicht mehr lange, bis wir die Hütte erreichen.« Arel sah zu seiner hochschwangeren Frau auf dem Beifahrersitz, die hechelnd eine
   Wehe weg atmete. Sein Pulsschlag verdoppelte sich, als er in ihr vor Schmerz verzerrtes Gesicht sah. Obwohl das Innere des Wagens nur spärlich beleuchtet war, konnte er sie deutlich sehen. Seine Augen waren imstande, auch in tiefster Dunkelheit etwas zu erkennen.
   Ihre schwarzbraunen Locken klebten an der schweißnassen Stirn. Bald würde sein Sohn das Licht der Welt erblicken.
   Eigentlich wäre es besser anzuhalten, doch er musste die Holzbaracke um jeden Preis erreichen. Den Fluch auf seinen Lippen sprach er nicht laut aus, beschleunigte stattdessen. Das Auto raste die einsame Landstraße entlang, die durch dichte Wälder führte. Nur mit Mühe erlangte Arel seine Fassung wieder. Er zwang sich, langsamer zu fahren, denn aus den Augenwinkeln sah er, wie sich Emily ängstlich an den Sitz klammerte. Zusätzlicher Stress war nicht gut für sie.
   In den Jahrtausenden, die er auf Erden wandelte, hatte ihn nichts so sehr erschüttert wie die Tatsache, dass seine Geliebte bald sterben würde.
   Schon seit Stunden fuhren sie durch die menschenleere Landschaft. Inzwischen war es Nacht geworden, die Bäume mit der Dunkelheit verschmolzen. Nur wenn die Lichtkegel der Autoscheinwerfer an dem Buschwerk entlangglitten, zeigte es sein saftiges Grün für einen Augenblick. Ansonsten sah Arel alles wie durch ein Nachtsichtgerät.
   Er hatte gehofft, noch vor dem Einsetzen der Wehen zur Hütte zu gelangen, doch sein Sohn wollte nicht mehr warten.
   »Wenn es nicht mehr geht, sag es.« Er nahm Emilys Hand, die feucht in seiner lag. Sie drehte ihren Kopf zu ihm und lächelte. Es war das gleiche sanftmütige Lächeln, mit dem sie ihn bei ihrer ersten Begegnung angesehen hatte.
   »Keine Sorge, es ist noch nicht so weit.« Ihre Stimme klang dünn.
   Wut brodelte heiß wie Lava durch seinen Körper, brannte in seinen Adern.
   »Es tut mir so leid, was ich dir angetan habe.« Er richtete seinen Blick nach vorn, biss die Zähne so fest zusammen, dass seine Kiefer schmerzten, und versuchte, so jedes Anzeichen der aufwallenden Gefühle aus seinem Gesicht zu verbannen. Obwohl er seiner Herkunft den Rücken zugewandt hatte, konnte er der Konditionierung nicht entkommen, sie saß zu tief. Seinesgleichen stand es nicht zu, Emotionen zu haben, geschweige denn zu zeigen.
   »Was soll das heißen, du bereust, dass ich ein Kind von dir erwarte?« Emily versuchte, ihre Hand aus seiner zu befreien, doch er ließ es nicht zu und sie gab bald auf, sie wurde merklich schwächer.
   »Nein, aber mein Kind wird dich umbringen«, flüsterte er, aus Angst, wenn er es laut aussprach, würden die unterdrücken Emotionen wie ein Orkan über ihn hinwegfegen und ihn um den Verstand bringen. Er musste den Damm, der sie zurückhielt, aufrechterhalten.
   »Das Wichtigste ist unser Sohn«, entgegnete Emily entschlossen. Arel führte ihre Hand an seinen Mund. Zart strich er mit den Lippen darüber und schmeckte ihre warme Haut. Diese kleine Berührung sorgte dafür, dass er ruhiger wurde.
   »Du weiß, dass dies hier nicht das Ende ist«, sagte sie sanft und Arel spürte einen Stich in seinem Herzen, als durchbohrte es eine Schwertklinge. Obwohl Emily ihren Tod vor Augen hatte, versuchte sie, ihm Trost zu spenden.
   »Niemand weiß das besser als ich und trotzdem.« Zielstrebig bog er in einen schmalen Waldweg und schaltete sicherheitshalber die Scheinwerfer aus, obwohl er wusste, dass es die Verfolger nicht aufhalten würde. Das Auto holperte über den Waldweg, Emily hielt die Luft an, presste die Lippen aufeinander, die zu einem schmalen Strich wurden, und bohrte die Fingernägel in seine Hand.
   »Deine Wehen werden stärker.«
   »Fahr einfach«, zischte Emily zwischen zwei Atemstößen.

Endlich sah Arel die Hütte vor sich. Er hielt an, rannte um den Wagen und hob seine Frau heraus. In der Holzbaracke, die aus einem einzigen Raum bestand, legte er sie auf das Bett. Emily zitterte, obwohl er sie zugedeckt hatte.
   »Du frierst.« Er entfachte ein (...)

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