Sara Hill

Fantasyromane

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Im Fadenkreuz des Killers

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Sienna kehrt nach Sizilien zurück. Vor zwanzig Jahren wurden hier ihre Eltern grausam ermordet und der Mörder niemals zur Rechenschaft gezogen. Diese Tatsache lastet schwer auf Sienna, doch sie möchte endlich mit der Vergangenheit abschließen. Bis sie Luca De Angelis begegnet, dessen eisgraue Augen sie in ihren Albträumen verfolgen, denn er war ein Komplize des Täters. Sienna sieht die Chance gekommen, endlich den Mörder ihrer Eltern zu finden. Sie beginnt in De Angelis’ Restaurant zu arbeiten und muss sehr schnell feststellen, dass er weitaus mehr ist als nur der Besitzer eines Restaurants.

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    Im Fadenkreuz des Killers
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    Sara Hill

Vita

Sara Hill

Sara Hill wurde am 05.02.1971 geboren und lebt mit ihrem Mann, zwei Söhnen und einer Vielzahl von Haustieren in einer kleinen beschaulichen Ortschaft in der Nähe von Nürnberg.

Leseprobe

Kapitel 1

»Bleib ganz still liegen, Liebes, beweg dich nicht. Es wird alles gut«, hauchte Mom in mein Ohr. Ich spürte ihren Atem auf der Wange, unter meiner anderen den kalten Fliesenboden, auf dem ich kauerte. Mom hatte mir den Arm über die Brust gelegt, um zu verhindern, dass ich mich bewegte. Tränen quollen aus meinen geschlossenen Augen, ein stummer Schluchzer durchfuhr mich.
   »Bitte nicht weinen, lass die Augen zu«, flüsterte Mom. Mein Herz schlug panisch gegen den Rippenkäfig, trotzdem schaffte ich es, regungslos zu bleiben. Moms Leib bedeckte meinen zur Hälfte. Ich spürte, dass ihr Herz genauso aufgeregt wie meines in ihrer Brust schlug.
   »Verdammt, Dario, lass uns gehen«, zischte einer der Männer, die der Grund dafür waren, dass wir voller Angst auf dem Boden des Restaurants lagen.
   »Das hier sind alles verfluchte Zeugen, kein Einziger von ihnen darf überleben«, brüllte das Monster, das geschossen hatte. Etwas klickte, ich schluchzte.
   »Da, die lebt noch!«
   Ein ohrenbetäubender Knall folgte, meine Mom stöhnte auf, dann folgte Stille. Ich spürte ihren Herzschlag nicht mehr, ihr Körper erschlaffte. Tränen liefen über meine Wangen, neben mir blieb jemand stehen und ich hob die Lider, obwohl ich es nicht wollte, es war ein Reflex, blickte in stahlgraue Augen, die auf mich herabsahen. Sie waren so kalt und unbarmherzig, dass ich erschauderte. Mein Herz drohte aus dem Brustkorb zu springen. Mom wurde immer schwerer.
   »Es sind alle tot, lass uns gehen, bald werden die Bullen da sein«, sagte der Grauäugige, ohne mich aus den Augen zu lassen.
   Ich kniff hastig die Lider zusammen.
   »Die Bullen interessieren mich nicht, die meisten sind sowieso korrupt«, schrie der andere Mann.
   »Aber nicht alle«, erwiderte der Grauäugige, der noch immer neben mir stand. »Dario, es gibt hier nichts mehr für uns zu tun.«
   Schritte entfernten sich, der Grauäugige ging, dann hörte ich, wie ihm das Monster folgte, kurz darauf verließen die beiden das Restaurant. Es wurde totenstill, trotzdem traute ich mich nicht, mich zu bewegen, obwohl meine Mom so schwer auf mir lag, dass ich nur noch stoßweise atmen konnte. Ich spürte etwas Feuchtwarmes durch mein Sommerkleid. Nach einer Weile hob ich vorsichtig die Lider, um mich herrschte Chaos. Umgestoßene Tische und Stühle, neben meinen Kopf lagen die Spaghetti, die ich gegessen hatte. Ich hielt den Atem an, lauschte. Es war nichts zu hören.
   »Mom, sie sind weg«, flüsterte ich, rüttelte an ihr, doch sie reagierte nicht.
   »Dad, wo bist du? Mom sagt nichts.« Ich weinte, versuchte mich umzudrehen, denn irgendwo hinter mir musste Dad liegen.
   »Mom, du bist so schwer. Bitte steh auf«, bettelte ich verzweifelt. »Bitte Mom, die Männer sind weg. Bitte.« Schluchzer erstickten meine Stimme. Wie durch Watte hörte ich Sirenen, kurz darauf stürmten Menschen in das Restaurant.
   »Gibt es Überlebende?«, fragte einer.
   Jemand leuchtete mit einer Taschenlampe in mein Gesicht, ich drehte den Kopf weg.
   »Da ist ein Kind, ungefähr elf Jahre.« Im nächsten Moment zog ein anderer meine Mom von mir.
   »Bist du verletzt? Tut dir etwas weh?«, fragte der Polizist.
   Ich schüttelte den Kopf, und er hob mich hoch. Über seine Schulter sah ich Mom regungslos auf dem Boden liegen, ihr Kleid rot durchtränkt.
   »Wieso bewegt sich meine Mom nicht?«, schluchzte ich.
   »Schau weg, mach deine Augen zu. Ein Kind sollte so etwas keinesfalls sehen«, erwiderte der Beamte, der mich trug.
   Doch ich konnte nicht wegsehen. Ich entdeckte meinen Dad, auch er regte sich nicht. Seine Augen starrten mich leer an, Tränen verschleierten meinen Blick. In diesem Moment wurde es mir bewusst, dass er und Mom mich für immer verlassen hatten.

Ich saß kerzengerade im Bett, das Herz trommelte gegen meine Handfläche, die ich auf das Dekolleté presste. Der leichte Seidenstoff des Nachthemds klebte an der verschwitzten Haut. Zart berührte ich meine Wange, spürte, dass sie nass war. Ich hatte im Schlaf geweint. So intensiv war dieser Albtraum schon lange nicht mehr gewesen. (...)

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