Thomas Josef Neumeier

Krimis & Thriller

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Höllenfeuer - Das Erbe

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Nach Jahren im Ausland kehrt Antonia Bader nach Deutschland zurück, um ihr Erbe anzutreten. Das malerische Landhaus am Tegernsee konfrontiert sie mit bunten Erinnerungen an ihre Jugend - aber auch mit Ungereimtheiten und Rätseln. Sie kommt den esoterischen und sexuell freizügigen Umtrieben einer kultischen Vereinigung auf die Spur, dessen Lenker offenbar niemand anderer als ihr verstorbener Ziehonkel war. Tatendurstig ergründet Antonia seine Geheimnisse. Doch was als Abenteuer beginnt, entwickelt im Umfeld des Kults ein gefährliches Eigenleben. Als Antonia eine grausige Entdeckung macht, muss sie um ihr Leben fürchten …

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Vita

Thomas Josef Neumeier

Thomas Josef Neumeier lebt und arbeitet als Bürokaufmann und Schreiberling im malerischen Altmühltal im Herzen Bayerns.

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Leseprobe

Prolog
Die Begegnung

»Wollen Sie mir sagen, dass er ermordet worden ist?«
   »In der Tat«, bestätigte der Notar mit verkniffener Miene. »Es war mir ein Anliegen,
   Ihnen dieses makabere Detail seines Ablebens von Angesicht zu Angesicht zu unterbreiten, daher habe ich es in meinem Brief nicht angeführt. Es tut mir leid, Frau Bader. Ich habe Ihren Onkel sehr geschätzt. Wir waren befreundet.«
   Antonia erhob sich aus dem weiß gemusterten Chintz-Sessel und trat an eins der beiden Fenster des überschaubaren Büroraumes. Es lag im obersten Stockwerk eines Mehrparteienhauses, das sich zwei Physiotherapeuten, ein Grundstücksmakler und der Notar Dr. Hans-Hermann Märzen teilten. »Wie ist es passiert?« Ihr Blick glitt über malerisch verschneite Dächer unter einer goldenen Sonne. Es war ihr erster Aufenthalt in dem schmucken bayerischen Voralpenstädtchen Bad Aibling.
   »Nun, Fred ist erdolcht worden. Mir liegt eine Stellungnahme der Polizei vor, die ich Ihnen selbstverständlich nicht vorenthalten möchte. Einen Augenblick, bitte.«
   Antonia wandte sich wieder dem Notar zu, als dieser einen Umschlag aus einem Schubfach seines Schreibtisches nahm.
   »Der Mörder sitzt mittlerweile in Stadelheim«, merkte er an, während er den Umschlag über die aufgeräumte Tischfläche vor Antonias leeren Sessel schob. »Er und Fred hatten einen Streit, der … nun ja, tragisch eskaliert ist.«
   Ohne Eile kehrte Antonia zum Tisch zurück, scheute sich aber, den Umschlag aufzunehmen. »Das Verbrechen ist demnach aufgeklärt?«
   Dr. Märzen nickte. »Aber ja, gewiss doch. Der Täter ist überführt worden und hat ein ausführliches Geständnis abgelegt. Kommen wir nun also zu Ihrem Erbe, Frau Bader. Fred Glasner hat Ihnen nicht weniger als all seine weltlichen Besitztümer vermacht.«

Kapitel 1

Die Gemeinden Gmund und Bad Wiessee am Tegernsee lagen unter einer dicken Schneedecke, die der seit Silvester anhaltenden Januarsonne standhaft trotzte. Die Straßen waren geräumt, die Verkehrsschilder leserlich, trotzdem fand sich Antonia nicht auf Anhieb zurecht. Beide Ortschaften waren seit ihrem letzten Besuch gewachsen. Da es die Verkehrslage erlaubte, schweiften ihre Blicke zu einem neu entstandenen Spielkasino, das man wenig fantasievoll Bayerische Spielbank Bad Wiessee betitelt hatte, wie ihr ein Schild mit geschwungenen Lettern verriet. Äußerlich machte es den Eindruck eines recht noblen Hauses. Antonia hielt nicht viel von solchen Etablissements. Das Freihaus Brenner mit seinen deftigen bayerischen Schmankerln am Westende lockte sie deutlich mehr. Ihr Ziel lag in dessen Nähe.
   Sie war das letzte Mal vor fast zehn Jahren in Bad Wiessee gewesen und hatte ihren letzten recht kurzen Aufenthalt noch sehr genau in Erinnerung. Ein paar Tage nach ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag hatte sie ein Zeitpensum von etwa einer halben Stunde erübrigt, um sich von Onkel Fred zu verabschieden. Eine persönliche Abschiedszeremonie hatte sie für angebracht erachtet, hatte sie doch eine ganze Weile unter seinem Dach gewohnt. Am Tag nach der Verabschiedung war sie Deutschland mit nicht viel mehr als ihrer Fotoausrüstung abtrünnig geworden.
   Die längste Zeit der vergangenen zehn Jahre hatte sie in Afrika zugebracht, die letzten drei in Australien. Dank Internet hatte sie den Kontakt mit ihrem Ziehonkel während all der Jahre aufrechterhalten können, doch hatten sie nicht öfter als ein- oder zweimal im Jahr kommuniziert. Für mehr hatte es keinen Anlass gegeben. Sie hatten einander nie nahe gestanden, obwohl er ihr einziger verbliebener Verwandter war. Sie hatte sich in den vergangenen Jahren oftmals vorgestellt, wie sie ihn eines Tages besuchen käme und ihm in seinem Kaminzimmer bei Malventee und englischem Gebäck eine eindrucksvolle Fotomappe präsentierte. Dabei wollte sie ihm ausführlich von ihren Abenteuern in der afrikanischen Savanne und ihren Tauchgängen mit den südpazifischen Haien erzählen. Dass es zu diesem Szenario niemals kommen würde, hatte ihr der Brief eines deutschen Notars veranschaulicht, der sie vor knapp einer Woche in Sydney erreicht hatte. Sie hatte ihrem Freund Duane die Sache erklärt und umgehend einen Flug nach München gebucht.
   Antonia war neugierig, inwieweit sich der (...)

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