Doris Rothweiler

Paranormal & Mystery

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Maleficius - Schwarzwald Thriller 2

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Im idyllischen Schwarzwald verbreitet ein Serienmörder Angst und Schrecken. Seine Opfer werden auf grausame Art gefoltert und hingerichtet. Die hochschwangere Kommissarin Katrin Grass und ihr Kollege Josef Horn stehen vor einem Rätsel, denn außer ein paar herausgerissenen Seiten eines Märchenbuchs, die bei den Getöteten gefunden werden, gibt es keinerlei Spuren. Der Druck auf das Ermittlerteam durch die aufgebrachte Öffentlichkeit wird noch stärker, als eine Siebzehnjährige bestialisch ermordet wird. Plötzlich eskaliert die Situation, denn Katrin Grass steht als nächstes Opfer fest. Sie findet in ihrer Wohnung Seiten eines alten Märchenbuchs ... Der zweite Roman von Doris Rothweiler in der Reihe Schwarzwald-Thriller. Hochspannung garantiert!

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    Doris Rothweiler

Vita

Doris Rothweiler

Doris Rothweiler wurde 1972 in Villingen geboren und wuchs in Blumberg nahe der Schweizer Grenze auf, wo sie mit ihrer Familie auch lebt. Nach einem Studium der Verwaltungswissenschaften machte sie eine Ausbildung zur Lerntherapeutin. Schreiben ist für sie wie Schauspielerei. Nur, dass die Autorin alle Rollen gleichzeitig besetzt. Vom Regisseur bis in die kleinste Nebenrolle hinein. „Darin liegt auch das Spannende in diesem Beruf“, findet Doris Rothweiler. „Jeden Tag aufs Neue zu spüren, dass der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.“

Leseprobe

Prolog
Hochdorf im Schwarzwald, 1944

Als sie den schwarzen Wagen über die aufgeweichte Dorfstraße holpern sah, wusste sie sofort Bescheid.
   Endlich!
   Aufgeregt lief sie auf die Straße und winkte das Fahrzeug heran.
   »Da drin«, flüsterte sie, als der Wagen neben ihr hielt. »Die Jüdin ist in der Scheune.«
   Ein dicker Offizier mit wässrig blauen Augen tippte gegen den Schirm seiner schwarzen Mütze. »Sie haben dem deutschen Volk einen großen Dienst erwiesen. Heil Hitler«, sagte er und lächelte anerkennend.
   Das deutsche Volk war ihr egal. Hauptsache, die Jüdin verschwand auf Nimmerwiedersehen.
   Sie trat einen Schritt zurück und ließ den Wagen passieren, der lautlos in den Hof rollte, dann rannte sie, so schnell sie konnte, zur Rückseite der alten Pfarrscheune. Um nichts in der Welt wollte sie diesen Augenblick verpassen.
   In der Rückwand befand sich ein faustgroßes Loch. Woher und warum wusste niemand, aber es musste irgendwann einmal mit Absicht und Geschick dort hineingesägt worden sein, denn es war rund wie ein Kreis. Sie wagte kaum zu atmen, als sie mit einer Mischung aus Faszination und Ekel beobachtete, wie die drei Männer die Jüdin in eine Ecke drängten.
   »Da haben wir ja ein besonders hübsches Exemplar«, sagte der mit den blauen Augen und ließ eine Haarsträhne der Jüdin durch seine Finger gleiten. Sein Lachen klang kalt wie Eis. Die Jüdin blickte hektisch um sich, als würde sie versuchen, ihre Fluchtchancen abzuschätzen. Für den Bruchteil einer Sekunde hatte sie das Gefühl, die Jüdin würde ihr direkt in die Augen starren. Erschrocken wich sie einen Schritt zurück. Trotzdem hörte sie drinnen die Frau flehen.
   »Bitte! Bitte tun Sie meinen Kindern nichts.« Sie schien zu wissen, dass es nichts bringen würde, um sich selbst zu bitten.
   »Da müsstest du aber schon besonders nett zu uns sein, nicht wahr?« Dem Klang der Stimme nach hatte diesmal einer der beiden anderen gesprochen.
   »Was ihr wollt.«
   Sie hörte, wie die Jüdin versuchte, sich ihre Angst nicht anmerken zu lassen. Vergeblich.
   »Was wir wollen und wie wir es wollen, nicht wahr, Kameraden?« Die Männer grölten.
   Sie stand mit dem Rücken zur Wand, etwa dreißig Zentimeter neben ihrem Guckloch und schloss die Augen so fest, dass es schmerzte. Ihr Atem ging flach und stoßweise. Herr Jesu, dachte sie. Was habe ich getan?
   Vorsichtig drückte sie sich von der Wand ab. Sie hatte genug gesehen, doch gerade, als sie den ersten Schritt machte, zerriss ein Knall wie ein Peitschenschlag die Luft. Sie wirbelte herum und presste ihre Stirn erneut gegen die raue Bretterwand. Etwas schien sich wie Blei um ihre Brust zu legen, so schwer wurde ihr das Atmen, während sie mit ansah, wie die Männer auf die junge Frau einschlugen, ihre Bluse zerrissen, sie anfassten.
   Eines der Kinder fing an zu weinen. Es plärrte nicht, wie Kinder es machen. Es weinte leise, trauernd. So, als würde es mit seinen fünf Jahren schon verstehen, dass seine Mutter danach nie mehr der Mensch sein würde, der sie gewesen war. Vorher.
   Ihre Fingernägel bohrten sich in ihre Hände, während sie den Blick nicht von der grausamen Szene lösen konnte.
   Der Mann mit den blauen Augen packte die Jüdin an den Haaren. Sein Gesicht war nur noch eine gierige Fratze. Jetzt wirkte er gar nicht mehr sympathisch. »Wenn du schreist, schneidet er deinen Nissen ihre dreckigen Hälse durch«, presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hindurch und deutete auf seinen Kameraden, der bereits umständlich an seiner Hose fingerte und blöde nickte.
   Der Blauäugige zwang die junge Frau auf die Knie, während der Dritte ihren Rock nach oben schob.
   O mein Gott!
   Obwohl sie am liebsten weggerannt wäre, konnte sie ihren Blick nicht von den stoßenden Lenden, den von Geilheit verzerrten Grimassen, den weinenden Kindern wenden, die immer wieder verzweifelt versuchten, zu einer Mutter durchzudringen, deren Verstand schon lange in eine andere Welt abgeglitten war.
   Dann hielt sie es nicht mehr aus.
   Taumelnd lief sie (...)

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