Doris Rothweiler

Paranormal & Mystery

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Fünf - Schwarzwald Thriller

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Nach dem Mord an einem kleinen Mädchen erleidet die junge, unerfahrene Kommissarin Katrin Schwarz einen Zusammenbruch. Nur langsam erholt sie sich von den Eindrücken, die der Fall auf ihrer Seele hinterlassen hat. In dieser Zeit lernt Katrin den Deutschamerikaner Daren Grass kennen und verliebt sich in den gut aussehenden Journalisten. Doch schon bald erschüttert ein weiteres Verbrechen das beschauliche Städtchen Hüfingen am Rand des Schwarzwaldes: Die fünfjährige Julia Göggel wurde entführt und kurz darauf ermordet aufgefunden. Noch bevor das Ermittlerteam dem bestialischen Serienmörder auf die Spur kommt, wird ein weiteres fünfjähriges Mädchen entführt, dessen Versteck der Täter nicht preisgibt. Es beginnt ein Wettlauf um das Leben des Kindes, an dessen Ende Katrin alles zu verlieren droht.

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Vita

Doris Rothweiler

Doris Rothweiler wurde 1972 in Villingen geboren und wuchs in Blumberg nahe der Schweizer Grenze auf, wo sie mit ihrer Familie auch lebt. Nach einem Studium der Verwaltungswissenschaften machte sie eine Ausbildung zur Lerntherapeutin. Schreiben ist für sie wie Schauspielerei. Nur, dass die Autorin alle Rollen gleichzeitig besetzt. Vom Regisseur bis in die kleinste Nebenrolle hinein. „Darin liegt auch das Spannende in diesem Beruf“, findet Doris Rothweiler. „Jeden Tag aufs Neue zu spüren, dass der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.“

Leseprobe

Prolog
Sonntag, 21. Mai 1972


»Ich will aber nicht zu Onkel Klaus«, maulte Ralf und verschränkte die Arme vor der Brust. »Der macht mir Angst.«
   »Red kein dummes Zeug.« Seine Mutter zog die Augenbrauen nach oben.
   »Wann holst du mich wieder?« Er versuchte, tapfer zu sein, aber sein Magen krampfte sich allein bei dem Gedanken an die kalten Augen dieses Mannes zusammen.
   Der hellblaue VW-Käfer hüpfte unangenehm, als Mama mit dem Wagen durch ein tiefes Schlagloch fuhr. Ralf griff nach dem Handgriff der Tür, um sich daran festzuhalten. Er rutschte beinahe vom Sitz. Ängstlich betrachtete er das Gesicht seiner Mutter im Rückspiegel. Ihr Mund war streng zusammengekniffen und ihre Augen starrten auf den Feldweg, der in ein paar Minuten auf Onkel Klaus’ einsamen Hof enden würde. Die Straße war eine Sackgasse. Er kurbelte das Seitenfenster herunter. Wenn die Sonne schien, heizte sich der Käfer schnell auf und die Luft war unangenehm stickig. Aber vielleicht empfand nur er es so.
   »Wieso hast du denn alle meine Spielsachen eingepackt?«, fragte er, als er sich plötzlich daran erinnerte, wie Mama gestern Abend mit ausdrucksloser Miene Stück für Stück in einen großen Koffer gestopft hatte. Sie hatte sogar sein Kettcar auf den Beifahrersitz gehievt, das er zu Ostern bekommen hatte.
   »Du willst doch nicht, dass es dir langweilig wird«, sagte sie und sah ihn über die Schulter hinweg an. Ihr Mund lächelte, ihre Augen nicht. Sie hatten nur einen eigentümlichen Glanz, den er noch nie darin gesehen hatte.
   »Aber du holst mich doch heute Abend wieder, oder?«
   »Sicher«, sagte sie, und sah wieder nach vorn.
   Als sie auf den Hof fuhren, stieg sie nicht aus. Das tat sie nie.
   Onkel Klaus half, sein Gepäck auszuladen. Seine langen Haare hingen ihm in fettigen Strähnen in die Stirn und seine dunkelblaue Latzhose war fleckig und durchgeschwitzt. Er hatte kein Hemd darunter. Nur nackte, ölige Haut. Onkel Klaus blickte Mama an. »Es ist mir wie immer ein Vergnügen, den Kleinen bei mir zu haben.« Die Worte waren freundlich, aber sie klangen nicht so. »Schade, dass du nicht bleiben kannst«, fuhr er fort und griff nach einer Strähne ihrer langen Haare.
   Mamas Finger umklammerten das Lenkrad.
   »Es würde sich für dich hier sicher auch ein Platz zum Schlafen finden, irgendwo …«, er beugte sich durch das Autofenster zu ihr hinein, »… unter mir.«
   Seine Mutter ließ den Motor an.
   »Komm schon«, brüllte Onkel Klaus über den Motorenlärm hinweg und zog den Kopf aus dem Fenster. »Du brauchst es doch mal wieder, und ich besorge es dir.« Er schlug mit der flachen Hand auf das Wagendach, als Mama den Vorwärtsgang einlegte.
   Dann brauste sie davon.
   »Mama«, flüsterte Ralf, während sich seine Augen mit Tränen füllten. Sie hatte sich nicht einmal von ihm verabschiedet.

Den ganzen Tag saß er auf der Treppe zum Haus und suchte den Horizont nach einer kleinen Staubwolke ab, die ihm sagte, dass Mama wiederkommen und ihn holen würde, während sein Onkel auf dem Hof an einem alten Motorrad schraubte. Onkel Klaus beachtete ihn nur, wenn er ihn in die dunkle Scheune schickte, um eine Flasche Bier herauszuholen. Dabei hatte Ralf Angst vor der Dunkelheit.
   Der Nachmittag verging trotzdem und endlich wurde es Abend.
   »Geh in die Scheune und hol mir noch ’n Bier«, lallte Onkel Klaus.
   In der Scheune musste es jetzt stockdunkel sein.
   »Aber Mama kommt bestimmt bald und sie will nicht auf mich warten müssen«, wagte er einen kleinen Protest. Vielleicht würde sich Onkel Klaus das Bier dann doch selbst holen.
   Stattdessen begann er, lauthals zu lachen. »Du weißt es also noch gar nicht«, sagte er und kam schwankend auf ihn zu. »Sie war wohl zu feige, es dir zu sagen, was? Deine liebe Frau Mutter.« Onkel Klaus wollte nach ihm greifen, verfehlte ihn aber und hob stattdessen drohend die Hand. »Nein, Junge. Das kannst du dir abschminken. Deine Mutter kommt dich nicht holen. Nicht heute und auch sonst nicht mehr.« Wieder begann er zu lachen, als hätte er den Verstand verloren. Er torkelte zur Treppe, lehnte (...)

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