Doris Rothweiler

Paranormal & Mystery

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Warum willst du mich töten?

Image

Nach dem Tod ihrer Eltern zieht die siebzehnjährige Isabel zu ihrer Tante nach Norwegen. Als sie den mysteriösen und attraktiven Kristian kennenlernt und er ihre Gefühle erwidert, scheint endlich alles wieder gut zu werden. Doch der Mord an einer Klassenkameradin wirft einen dunklen Schatten auf ihr Glück. Isabel muss erkennen, dass Kristian Teil einer Welt ist, die es eigentlich nicht geben dürfte. Nach und nach lüftet sie sein Geheimnis und rückt Kristian und sich damit ins Visier der Mörder. Isabel kann Kristian retten, doch der Preis dafür ist hoch: Sie muss Kristian verlassen. Für immer!

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Doris
    Rothweiler
    E-Book: 2.99 €
    Taschenbuch: 12.99 €
  • Doris Rothweiler
    Warum willst du mich töten?
  • Warum willst du mich töten?
    Doris Rothweiler

Vita

Doris Rothweiler

Doris Rothweiler wurde 1972 in Villingen geboren und wuchs in Blumberg nahe der Schweizer Grenze auf, wo sie mit ihrer Familie auch lebt. Nach einem Studium der Verwaltungswissenschaften machte sie eine Ausbildung zur Lerntherapeutin. Schreiben ist für sie wie Schauspielerei. Nur, dass die Autorin alle Rollen gleichzeitig besetzt. Vom Regisseur bis in die kleinste Nebenrolle hinein. „Darin liegt auch das Spannende in diesem Beruf“, findet Doris Rothweiler. „Jeden Tag aufs Neue zu spüren, dass der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.“

Leseprobe

Prolog
Norwegen 1831

Der Jäger stand in der Mitte der winzigen, kreisrunden Insel, die wie eine Perle aus dem kristallklaren Wasser ragte, und reckte seine Arme dem Blätterdach entgegen, durch das glitzernd das Sonnenlicht fiel. Er stimmte einen klagenden, bittenden Singsang an.
   Kristian kauerte verborgen im Halbschatten der uralten Bäume, die das Seeufer umrundeten. Besorgt drückte er sich dichter an den Stamm. Obwohl dieser alte See in seiner Welt Feenteich, Festjern, genannt wurde, ängstigte ihn die Macht seines Zaubers.
   Noch viel mehr als diesen heiligen Ort aber, fürchtete er den Morgen. Dann würde der Jäger sein Gebet beendet haben und die Spur seines neuesten Opfers aufnehmen.
   Der Gesang des Jägers steigerte sich zu einem wilden Gejohle, während er begann, mit langen Schritten das Ufer der Insel abzuschreiten. Obwohl er inmitten einer kleinen Lichtung an der Südküste Norwegens stand, fühlte sich Kristian an die Kriegstänze der Indianer erinnert, die er vor Kurzem erst besucht hatte. Aber dies hier war kein Abenteuerausflug mit Lagefeuerromantik. Dies war bitterer Ernst. Tödlicher Ernst, wenn es ihm nicht endlich gelingen würde, den Jäger aufzuhalten.
   Seine Gedanken schweiften zu dem Mädchen ab, das der Jäger in den letzten Wochen nicht aus den Augen gelassen hatte.
   Sie würde die Nächste sein.
   Kristian ballte die Hände zu Fäusten. Er drehte sich um und schlich gebückt durch die dichten Hecken, die den Festjern umgaben.
   Diesmal nicht!
   Er biss die Zähne zusammen, bis sein Kiefer schmerzte.
   Diesmal würde er vorher da sein.

Kapitel 1

Zum ersten Mal seit Wochen empfand Isabel so etwas wie Frieden.
   Sie stand auf dem riesigen Felsplateau etwa dreißig Meter über dem Fjord, blickte auf die tanzenden Lichtblitze auf dem Wasser unter ihr und hörte in der Erinnerung die Stimme ihres Vaters.
   »Die Fischer sagen, es sind die Seelen der Toten, die im Sonnenschein auf dem Wasser glitzern.«
   Jetzt war er selbst so ein winziges, silbernes Pünktchen, das funkelnd auf dem unendlichen Blau des Meeres blinkte. Genau wie ihre Mutter.
   Der Wind streichelte tröstend über ihre Haut, verfing sich in ihren Haaren und ließ die Strähnen auf und ab wirbeln. Die wenigen Schweißtropfen, die ihr nach dem Aufstieg auf Nase und Stirn gestanden hatten, hatte der Wind bereits getrocknet.
   Es war das erste Mal seit vier Monaten, dass sie am Rand der Klippen stehen konnte, ohne sich vorzustellen, wie es wäre, die Augen zu schließen, sich umzudrehen und sich einfach fallen zu lassen. Würde es wehtun? Oder würden die liebenden Arme ihrer Eltern sie auffangen und über jene Schwelle tragen, vor der die meisten Menschen sich mehr fürchteten als vor irgendetwas sonst?
   Isabel wischte hastig leise Tränen aus den Augen. Dummer Wind, dachte sie wütend. Dabei hatte sie sich vorgenommen, nicht mehr zu weinen. So schrecklich war es hier schließlich nicht. Sie mochte Norwegen, und in Emily und Morten hatte sie gute Freunde gefunden. Außerdem hatte sie ihrem Vater versprochen, dass sie nicht aufgeben, dass sie sich nicht unterkriegen lassen würde.
   Es war leicht gefallen, dieses Versprechen zu geben, als er noch lebte. Es einzuhalten, nachdem er sie ganz allein zurückgelassen hatte, war unendlich schwerer.
   Jetzt jedenfalls war sie hier. In Norwegen. Dem Land, in dem ihre Mutter geboren und aufgewachsen war. Dem Land, in dem sich ihre Eltern kennengelernt und sich ineinander verliebt hatten. Dem Land, in dem ihre Mutter verunglückt und kurz darauf gestorben war.
   »Ich hasse dich«, rief Isabel, als die Trauer über alles, was sie verloren hatte, sie überwältigte. Dabei hätte sie noch nicht einmal sagen können, ob sie damit das Land, das Schicksal, den Tod oder sich selbst meinte. Aber das war auch egal, denn im Grunde meinte sie sowieso alles. Und jeden.
   »Hass ist ein verdammt endgültiges Wort«, sagte eine Stimme hinter ihr.
   Isabel fuhr herum. »Was?«
   Ein Junge, nicht viel älter als sie, neunzehn, vielleicht auch zwanzig, (...)

Mehr Leseempfehlungen