Karin Kolb

Paranormal & Mystery

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Fesseln der Unvergänglichkeit

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Als sich die junge Aiyana in New York zum ersten Mal als Solotänzerin präsentiert, erleidet sie einen mysteriösen Unfall. Wer ist ihr geheimnisvoller Retter Leonardo? Und was will Helena, die Lichtgestalt aus dem Zwischenreich, von ihm? Ihre Freundin Moira warnt Aiyana davor, ihrem Herzen zu folgen, doch die Leidenschaft lässt sich nicht aufhalten, selbst dann nicht, als sie erfährt, dass Leonardo einer uralten Vampirfamilie angehört. Aiyana bereut ihre Entscheidung, als sich das indianische Symbol auf ihrem Rücken golden verfärbt und sich die Erfüllung einer schicksalhaften Bestimmung abzeichnet, die Aiyana nicht wahrhaben will. Ihre Verwirrung steigt, weil sie spürt, dass Leonardo etwas Entscheidendes vor ihr verbirgt. Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war und mysteriöse Anschläge auf ihr Leben häufen sich …

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Vita

Karin Kolb

Karin Kolb wurde in Basel geboren. Bereits während der Schulzeit wollte sie Schriftstellerin werden. Nach einer Ausbildung als Balletttänzerin arbeitete sie zunächst einige Jahre an verschiedenen Theaterhäusern in Europa. Parallel belegte sie ein Fernstudium als Journalistin und schrieb Gedichte. 1998 kam die erste ihrer zwei Töchter zur Welt. Eine Ausbildung als Schauspielerin und Engagements in kleinen Theatern folgten. Nebenbei erfüllte sie sich ihren großen Traum und schrieb einen ersten Roman. Die Ideen sprudelten und andere folgten. Karin Kolb lebt mit ihren zwei Töchtern in Basel. Am Nachmittag unterrichtet sie Ballett und Akrobatik.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Kapitel 1
Flucht

Majestät lässt bitten!
   Ich eile, ich eile, dachte Leonardo und ging vor dem viktorianischen Wandspiegel neben der Tür zur Bibliothek leicht in die Knie. Die Höhe war auf die Größe seines Vaters zugeschnitten wie beinahe jedes Einrichtungsstück in der Residenz. Er verzog die Mundwinkel zu einem Lächeln, das sein Konterfei eher als grimmige Fratze zurückwarf.
   Wenn Vater ihn in die Bibliothek bestellte, sollte er sich besser an die Etikette halten und untadelig erscheinen. Leonardo zupfte sich die Haare zurecht. Einmal mehr war er froh, die braunen weichen Haare seiner Mutter geerbt zu haben, und nicht die ungebändigten Locken seines Vaters. Leo hasste es, Zeit für Nebensächlichkeiten zu vergeuden, dennoch war es besser, sich Vaters Eigenarten zu beugen.
   Er holte tief Luft und wandte sich der Tür zu. Entschlossen drückte er die goldene Klinke und betrat die Bibliothek. Der Geruch von jahrhundertealtem Leder, Papier und Staub legte sich wie eine Membran um seinen Körper, sodass er sich gefangen und gegängelt fühlte, noch ehe er Zakhar überhaupt gegenüberstand. Sogar in dem diffusen Licht erfasste er die gedrungene Gestalt sofort, die aus einem der wuchtigen Sessel aufsprang und ihm entgegeneilte.
   Zakhar war trotz unscheinbarer Größe und schmaler Schultern einer der mächtigsten Vampire, denen Leonardo je begegnet war. Seine Familie entstammte den italienischen Visconti und das schien Zakhar niemals zu vergessen, auch wenn er in Manhattan geboren war.
   »Hallo Vater.« Mit durchgedrücktem Kreuz ließ sich Leonardo von Zakhars für seine Statur ungewöhnlich großen Händen an die Brust ziehen.
   Er seufzte innerlich. Für heute hatte er andere Pläne gehabt, als den Tag mit Arbeit auszufüllen. Endlich ließ der Druck um seinen Brustkorb nach und Zakhar trat einen Schritt zurück. Die Entschlossenheit in seinem Gesicht verhieß nichts Gutes. Auch das leichte Lächeln in den Mundwinkeln verriet, dass Vater erwartete, siegessicher aus dieser Unterredung hervorzugehen.
   Leonardo erschauderte. So lief es immer. Zakhar forderte, der brave Sohn folgte. Wie sehr er sich dafür hasste, dass er es nicht schaffte, sich gegen das Patriarchat aufzulehnen.
   Durch das offene Fenster drang kühle Herbstluft, zeigte den nahenden Zerfall der Natur wie ein Spiegelbild seiner Selbstständigkeit. Anstatt auf eigenen Beinen zu stehen, ließ er sich noch immer wie ein Kind behandeln.
   »Whiskey?« Zakhar trat an die Bar und schenkte elegant einen Tumbler ein.
   Impulsiv wollte Leonardo den Kopf schütteln, hielt sich aber in letzter Sekunde zurück. »Nein danke, Vater.« Verflucht! Um ein Haar hätte er sich die erste Rüge eingefangen, er spürte bereits den bitterbösen Blick auf der Haut brennen. Zakhar maß ihn von oben bis unten. Leonardo wand sich innerlich. Schweißtröpfchen bildeten einen Film auf seiner Stirn, eine Vorahnung machte sich breit. Wie oft hatte er in Gedanken dieses Szenario durchgespielt und wie wenig war er jetzt darauf vorbereitet.
   »Deine Großmutter Neele ist neunundneunzig Jahre alt. Sie wird bald sterben.«
   Der letzte Funke Hoffnung erlosch. Starr erwiderte Leonardo den Blick seines Vaters.
   »Wir müssen deine Hochzeit vorbereiten. Helena wird Neeles Platz einnehmen.«
   Leonardo taumelte. Der als Wunsch getarnte ­Befehl ­bohrte sich wie glühende Nadelspitzen in seine Seele. Natürlich, er kannte seine Verpflichtung, doch er hatte gehofft, diesen Tag noch viele Jahre hinauszögern zu können. Er war doch erst zweiundzwanzig. Auf keinen Fall wollte er, dass das Leben der Familie Visconti in seinen Händen lag. Doch genau das würde mit Großmutters Tod eintreten.
   Die weiße Stuckdecke mit den italienischen Ornamenten schien sich vor ihm zurückzuziehen, in nebligen Dunst aufzulösen.
   »Wir werden nicht warten, bis Neele … na, du weißt schon …«
   Vaters Worte hallten in seinen Ohren, während sein Gehirn panisch versuchte, einen Ausweg zu finden. Wieso glaubte er, dass ihm das in letzter Sekunde gelang, während ihm in all den Jahren, die er darauf vorbereitet wurde, keine Lösung eingefallen war?
   Sie waren (...)

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