Leonie Lastella

Krimis & Thriller

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2 x 3 Meter Finsternis

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Eine Zelle. Finsternis, Schmerz und kein Ausweg. Was würdest du tun, um zu entkommen? Wärst du bereit, andere zu verletzen? Zu töten? Zu sterben? Samuel ist zehn, als er entführt wird. Sein Peiniger sperrt ihn in eine düstere Zelle. Jahre vergehen, in denen Folterungen die einzige Möglichkeit sind, der Finsternis seines Verlieses zu entkommen. Samuel weiß, wenn er dem Keller irgendwann entfliehen kann, dann nur, um zu sterben. Durch eine Waffe. Durch seine eigene Hand. So will es sein Entführer, und niemand wird seinen Tod aufhalten können.

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Vita

Leonie Lastella

Leonie Lastella wurde 1981 in Lübeck geboren und wuchs in Haselau nordwestlich von Hamburg, auf, wo sie noch heute zusammen mit ihren drei Söhnen im Haus ihrer Kindheit lebt. Nach ihrem gymnasialen Abschluss studierte sie einige Semester Erziehungswissenschaften und Biologie an der Universität Hamburg. Auslandsaufenthalte in den USA und Italien beeinflussten ihre Arbeit als Autorin ebenso wie ihre Tätigkeit in verschiedenen sozialen Einrichtungen. Seit 2006 widmet sie sich neben ihrer Arbeit und den Kindern dem Schreiben. Ihr erstes Buch „Stille Seele“ erschien im Juni 2011 in der Edition Doppelpunkt, der Thriller „Allein“ im Oktober 2012 über Create Space. Es folgten der New Adult Liebesroman „In Licht und Dunkelheit“ im bookshouse Verlag, die Thriller „Wer Finsternis sät“ und „2x3 Meter Finsternis“, ebenfalls im bookshouse Verlag, und die Novelle „Tropfen auf der Haut“. Seit Dezember 2014 wird sie von der Agentur Thomas Schlück GmbH vertreten. „Brausepulverherz“ aus dem Fischer Verlag ist ihre neueste Veröffentlichung.

Leseprobe

Kapitel 1

Der Herbstwind wehte totes Laub um Louis’ Füße. Gelangweilt stand er neben dem Kombi seiner Mutter und starrte auf die Leuchtreklame des Supermarkts, während sie wütend am Einkaufswagen zerrte und die Lebensmittel in den Kofferraum warf. Dabei murmelte sie ohne Unterbrechung Verwünschungen vor sich hin. Louis schenkte ihr kaum Beachtung. Er konzentrierte sich auf die Musik, die durch die Kopfhörer seines iPods drang. Sie war ständig wütend. Das war nichts Besonderes. Früher war das anders gewesen – bevor Pa gegangen war. Jetzt hasste sie Louis’ Vater und mit ihm vermutlich alle Menschen der männlichen Gattung inklusive Louis. Er seufzte und lehnte sich gegen die Autotür. Manchmal wünschte er, sein Vater hätte ihn mitgenommen, als er von einem auf den anderen Tag verschwunden war. Seine plötzliche Flucht war durchaus verständlich. Wer hielt schon gern den Kopf hin, wenn Louis’ Mutter ihre Launen auslebte. Die ständige Unzufriedenheit, die sie umgab wie eine zweite Haut, war zugegeben, schwer zu ertragen. Louis ging es da nicht anders, nur hatte er im Gegensatz zu seinem Vater keine Möglichkeit, zu entkommen.
   Außer vielleicht, wenn er die Musik seines iPods lauter drehte. Er lächelte angestrengt und wiegte sich leicht im Takt des schnellen Beats. Weil sein Vater es nicht für nötig befunden hatte, irgendetwas oder irgendwen aus seinem alten Leben mitzunehmen, würde sich Louis mit dieser mäßig effektiven Lösung zufriedengeben müssen.
   Sein Blick wanderte über das rege Treiben auf dem Parkplatz und blieb an der vereinsamten Laderampe hängen. Eine matschig aussehende Pappe flatterte träge im Wind und zerrieb sich in ihre Bestandteile. Fast wie seine Mutter. Louis war kalt. Fröstelnd schlang er die Arme um den Leib. Die verschwitzten Trainingssachen, die er immer noch trug, boten wenig Schutz gegen den Wind, der über die Elbe fegte und seinen eisigen Atem bis ins Landesinnere blies. Der Mittwoch war zum Kotzen. Der langweilige Schultag wurde mittig von pappigem Mensaessen unterbrochen, nur um danach Louis’ Gehirn weiter mit erstickend langweiligen Formeln und Theorien zu malträtieren. Der einzige Lichtblick war das Fußballtraining, das im Anschluss folgte. Allerdings musste er die zwei Kilometer bis dahin zu Fuß zurücklegen, weil der einzige Bus auf dieser Strecke nicht rechtzeitig zum Beginn der Trainingszeit an der Haltestelle vor dem Sportplatz hielt. Sein Trainer hatte ihm unmissverständlich klargemacht, dass er niemanden in der Mannschaft gebrauchen konnte, der ständig zu spät kam. Wenn seine Mutter ihn um sechs vor dem Sportgelände abholte, wünschte sich Louis meistens nur noch ins Bett, wo er ein bisschen Xbox zocken und dann schlafen wollte. Ma hatte den Mittwoch jedoch in einer sadistischen Eingebung zu ihrem Wochengroßeinkaufstag auserkoren. Er grunzte unterdrückt und sah zu ihr hinüber. Bestimmt machte sie das absichtlich. Ihre kinnlangen Haare wirkten strähnig, was mit Sicherheit auch daran lag, dass der letzte Friseurbesuch zu lange her war. Dunkle und graue Strähnen schoben sich zwischen das künstliche Blond und ließen sie älter wirken, als sie in Wirklichkeit war. Die Frustration und das Selbstmitleid, die sie langsam auffraßen, unterstrichen diesen Eindruck. Louis machte sich nicht die Mühe, sie mit den Müttern seiner Mitschüler zu vergleichen. Es war klar, dass sie den schillernden und interessanten Müttern der Anderen nichts entgegenzusetzen hatte. Ein weiterer, gut verständlicher Grund für seinen Vater, das Weite zu suchen. Louis hasste sie dafür, dass sie ihn quasi mit allen verfügbaren Mitteln aus dem Haus getrieben hatte.
   Sie warf das letzte Paket Toastbrot ins Auto und schloss den Kofferraum. »Hätte dich nicht umgebracht, wenn du etwas geholfen hättest«, stieß sie müde hervor und drückte ihm den Einkaufswagen in die Hand, bevor er etwas erwidern konnte. »Ich muss noch in die Drogerie. Trödel nicht rum, wenn du den Wagen wegbringst. Ich bin in zwei Minuten wieder da. Deine Geschwister sind allein zu Hause und zerlegen mir die Wohnung, wenn wir nicht bald zurück sind.« Ein vorwurfsvoller Blick folgte ihren Worten.
   Louis nickte und sah ihr hinterher, dabei hätte er gern etwas Schnippisches erwidert. Immerhin war es nicht seine Schuld, dass sie seit fast einer Stunde durch verschiedene Läden irrten. Leider war er nicht besonders schlagfertig. Wenn man seinen Bruder (...)

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