Britta Orlowski

Romantik & tiefe Gefühle

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Zitronentagetes - St. Elwine 3

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Neues aus St. Elwine ... Floriane lebt nun schon einige Jahre mit ihrem Sohn Kevin in St. Elwine. In das ferne Havelland schickt sie Briefe und gaukelt ihren Eltern die Geschichte einer intakten Familie vor. In Wirklichkeit jedoch verschlechtert sich ihre angespannte finanzielle Lage immer mehr. Wie immer halten die Quilterinnen zusammen und schließlich macht Charlotte einen sensationellen Vorschlag. Marc ist der beste Kumpel, den man sich nur vorstellen kann. Dann jedoch geschieht das Unfassbare: Nach einer feuchtfröhlichen Betriebsweihnachtsfeier ereignet sich ein Verkehrsunfall. Als auch noch sein Vater wieder auftaucht, ist nichts mehr wie es einmal war. Die Situation wird immer bedrohlicher, als ein Erpresser seine Familie in Schach hält. Eine einfühlsame, authentische und humorvolle Geschichte von Freundschaft und Liebe um den Verlust der körperlichen Unversehrtheit.

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    Britta Orlowski

Vita

Britta Orlowski

Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl, ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei. So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik. Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren. Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut, Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“. Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Leseprobe

Prolog

Flo starrte aus dem Fenster der Neubauwohnung im fünften Stock. Sie war wieder in Deutschland. Sie sah ihre alte Schule, den Pausenhof, den Spielplatz und das Wäldchen vor dem Wohnblock. Sie vermisste St. Elwine, wo es so ganz anders aussah. Vor allem das Meer fehlte ihr.
   Als streifte ein leiser Hauch ihren Rücken, wusste Flo instinktiv, dass ihre Mutter hinter ihr stand.
   »Du weißt selbst am besten, dass etwas nicht stimmt, Flo.«
   Sinnlos, ihr länger etwas vormachen zu wollen. Flo wandte sich um.
   Auf dem Gesicht ihrer Mutter spiegelte sich Sorge. Wie gern würde sie diese ein wenig zerstreuen – doch sie konnte nicht. Dankbar, dass sie wieder in Ruhe gelassen wurde, lauschte sie der Musik aus dem Radio, die bereits den ganzen Morgen vor sich hin dudelte. Bis dato war sie sicher gewesen, keine Schlager zu mögen. Aber Stimme und Textpassage, die gerade zu hören waren, berührten etwas tief in ihrem Inneren. Gänsehaut überzog ihren Rücken. »Wenn du denkst, du bist verlassen und kein Weg führt aus der Nacht, fängst du an, die Welt zu hassen, die nur andere glücklich macht.«
   Sie fing an zu heulen – grundlos. Okay, das war gelogen. Wollte sie aufspüren, was sie quälte, musste sie ihre Gedanken ordnen. Und das tat weh. Vor Kurzem noch hatte sie in St. Elwine gewohnt, einem kleinen Küstenstädtchen in Maryland, USA. Sie hatte im Garten gewerkelt, mit den Blumen gesprochen und war ihrer Arbeit nachgegangen. Jetzt war alles anders gekommen. Gut, ihren Job, das Verfassen von Texten für Bildbände oder Gartenzeitungen, konnte sie wunderbar dank der modernen Technik von Deutschland aus erledigen.
   Aus alter Gewohnheit wollte sie in einen geliebten Tagtraum flüchten. Früher funktionierte das sehr gut. Sie schlüpfte einfach in die weibliche Hauptrolle in einer berühmten Hollywoodromanze und spann ein bisschen vor sich hin. Audrey Hepburns Part in Ein Herz und eine Krone kam ihr gerade recht.
   Gemeinsam stand sie mit Gregory Peck vor dem Mund der Wahrheit in Rom und wagte nicht, die Hand hineinzustecken. Sie hatte Gregory etwas vorgeflunkert – nur ein bisschen. Über ihre Herkunft – er wusste nicht, dass sie eigentlich aus Deutschland stammte.
   Mist, es gelang ihr nur zum Teil, sich Gregorys Gesicht vorzustellen. Lediglich den traurigen Blick, als er begriff, dass die Prinzessin für ihn auf immer verloren war.
   Komm schon, Gregory, mach es mir nicht so schwer.
   Das konnte sie vergessen. Mr. Peck sandte ihr keine Signale, der Blödmann. Stattdessen verwandelten sich seine Züge in die eines anderen Mannes. Schon sah sie silbergraue statt brauner Augen auf sich gerichtet und diesen Mund, der herrliche Dinge mit ihr angestellt hatte.
   Die Erinnerung versetzte ihr einen Stich. Bedachte man, dass alles vollkommen unverfänglich begonnen hatte, saß sie in einem ziemlichen Dilemma. Sie erinnerte sich, wie sie beide gemeinsam in einem Gartencenter gewesen waren. Er nahm einen Blumentopf und zeigte auf den Aufkleber: Pflanzen nicht zum Verzehr geeignet. »Mhm, und ich wollte mich gerade durch die Petunien, Verbenen, Begonien oder was auch immer futtern«, brummte er ernst. Lachend hatte sie ihn in Richtung der Blumenerdesäcke gezogen.
   Ein gefühltes ganzes Leben lag zwischen dieser Begegnung und dem heutigen Tag. Sie konnte ihm schlecht Vorwürfe machen, er hatte sie ausdrücklich gewarnt, sich nicht mit ihm einzulassen – immerhin.
   In ihrer grenzenlosen Naivität hatte sie ihm nicht geglaubt. Eine ganz und gar schlechte Angewohnheit. Auch die damaligen Ratschläge ihrer Familie hatte sie in den Wind geschlagen und prompt ihre Quittung bekommen.
   Was ihr Leben in den USA anging, tappten ihre Eltern in Deutschland lange im Dunkeln. Wieder zurück, schenkte sie ihnen endlich reinen Wein ein und sprach die Wahrheit offen aus – jedenfalls den größten Teil davon. Doch bis zum jetzigen Zeitpunkt hatten ihre Eltern keinen Schimmer von ihm – ihrem Mr. Right. Normalerweise überspielte Floriane im Umgang mit Männern ihre Nervosität mit Quasselei. Bei ihm jedoch war alles anders. Eigentlich hätte sie das sofort alarmieren sollen. Leider hatte sie nicht aufgepasst – wieder einmal. Und nun war es zu spät. Etwas in ihr war (...)

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