Britta Orlowski

Romantik & tiefe Gefühle

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Liebe misst man nicht in Jahren

Image

Als Fynn bei einem Unfall stirbt, ist seine Mutter Betty bis ins Mark getroffen. Fünf Jahre später kehrt sie in das Dorf ihrer Kindheit zurück, doch kaum ist sie in dem Mehrgenerationenhaus eines Vierseitenhofes eingezogen, ist es mit dem ruhigen Leben vorbei. Ihr Noch-Ehemann taucht auf und versucht, ihr wieder nahe zu sein. Als wäre dies nicht verwirrend genug, geschieht nicht weit entfernt ein Mord. Das Opfer ist ausgerechnet die Frau, die Fynns Unfall verursacht hat. Bei ihr findet die Polizei Briefe, die nur von Betty stammen können. Hat sie Fynns Tod gerächt? Ein Buch über das Leben, das Sterben und die Liebe.

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Britta
    Orlowski
    E-Book: 3.99 €
    Taschenbuch: 13.99 €
  • Britta Orlowski
    Liebe misst man nicht in Jahren
  • Liebe misst man nicht in Jahren
    Britta Orlowski

Vita

Britta Orlowski

Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl, ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei. So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik. Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren. Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut, Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“. Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Leseprobe

Prolog

»Hier ist eine leblose Frau …« Die Stimme klang atemlos, kippte beinahe ins Hysterische.
   »Von wo rufen Sie an?«
   »Ich glaube, sie ist tot.«
   »Nennen Sie mir Ihre Adresse.«
   »Ich wohne nicht mehr hier.«
   »Wo befinden Sie sich jetzt? Ohne diese Angabe kann ich Ihnen nicht helfen, junger Mann.«
   »In Bamme.«
   »Straße?«
   »Brandenburger.«
   »Nummer?«
   »Ich mache das Tor auf, dann können Sie gleich auf den Hof fahren. Ich glaube, sie ist tot.«
   »Wir schicken sofort einen Einsatzwagen zu Ihnen. Bleiben Sie bitte, wo Sie sind, und fassen Sie nichts an.«

*

Verdammte Scheiße, die Bullen waren im Anmarsch.
   Die umherhuschenden blauen Lichtkegel des Streifenwagens verliehen der nächtlichen Landschaft etwas Gespenstisches. Das auf- und abschwellende Sirenengeheul tat sein Übriges, um auch diejenigen aufzurütteln, die längst mit dem Tag abgeschlossen hatten.
   Seine Glückssträhne hatte offenbar ein jähes Ende gefunden. Hier die Nacht zu verbringen, wäre absoluter Wahnsinn. Er musste weiter, wenn er nur nicht solchen Hunger hätte. Ringsum roch es nach Gegrilltem. Kein Wunder, es war Samstagabend. Sein Magen zog sich schmerzhaft zusammen. In dieser Gegend ging es den Kötern besser als ihm. Das wollte er nicht einsehen. Was hatte er schon zu verlieren? Nichts. Vor der Kneipe stand ein herrenloses Fahrrad. Nicht abgeschlossen. Natürlich, er war hier auf einer gottverdammten Kuh-Bläke. Er wäre nicht so weit gekommen, würde er es nicht verstehen, die Umstände für sich zu nutzen. Also fackelte er nicht lange und schwang sich auf den Drahtesel. Lautlos fuhr er davon.

*

Lars verschaffte sich einen ersten Überblick über den Tatort. Der Abend hatte so vielversprechend begonnen. Seit Monaten hatte es weder einen Suizid noch einen ungeklärten Todesfall gegeben und einen Mord in diesem Jahr noch gar nicht. In allen Fällen der letzten Zeit war ein Fremdverschulden auszuschließen. Und nun das, ausgerechnet an einem Samstagabend, an dem Nicole ihre gemeinsamen Freunde eingeladen hatte. Das hatte er nun davon, seinen Dienst einem Kollegen zuliebe getauscht zu haben. Er konnte einfach nicht Nein sagen, wenn Jens ihn um einen Gefallen bat.
   »Was haben wir?«, fragte er den uniformierten Schutzbeamten.
   »Guten Abend, Herr Kriminalhauptkommissar.«
   Lars verdrehte die Augen.
   »Bei der Toten handelt es sich um die Hausbesitzerin Simone Bernau. Ende fünfzig, Angestellte eines Pflegedienstes, geschieden, erwachsene Kinder. Der Sohn hat sie gefunden, nachdem er sie im Haus nicht angetroffen hatte. Sie soll gestürzt sein und liegt mit einer Kopfverletzung in der alten, zum Glück leeren Fäkaliengrube.«
   »Und wieso haben Sie bei Ihrem Anruf von Mord gesprochen?«
   »Weil ich es irgendwie seltsam finde …«
   Lars musterte sein Gegenüber genauer. Er hatte ihn noch nie gesehen, war wahrscheinlich neu. Frisch von der Polizeischule und gierig auf richtige Fälle. Auch dieser Kasper würde spätestens in ein, zwei Jahren ruhiger treten.
   »Wir reden später weiter, ich möchte mit dem Sohn sprechen.«
   Der junge Schutzpolizist wies auf das hell erleuchtete Haus und Lars machte sich auf den Weg. Einer der Kollegen von der KT würde ihm zu gegebener Zeit berichten.
   Dass er heute noch zurück zu seiner Grillfete kam, konnte er knicken.
   Gernot Bernau war vollkommen durcheinander. Die erste Befragung brachte nicht viel. Lars hatte sich einen Eindruck von dem Mann gemacht, wollte aber nicht weiter in ihn dringen. Kaum stand er draußen auf dem Hof, heftete sich der übereifrige Jungspund erneut an seine Fersen und führte ihn zu einem Schuppen. In einer gemauerten Betongrube lag die Leiche. Auf dem Rücken, mit angewinkelten, zur Seite gefallenen Beinen und ausgestreckten Armen. Die Lider nur halb geschlossen in dem fahlen, blassen Gesicht, das von grauem Haar umrahmt war und die schwere Verletzung am Hinterkopf nur unzureichend verdeckte. Die Frau könnte das Gleichgewicht (...)

Mehr Leseempfehlungen