Britta Orlowski

Romantik & tiefe Gefühle

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Land oder Liebe

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Am liebsten würde Tina alle Probleme weit von sich schieben. Dumm nur, dass sie alleinerziehende Mutter von drei Kindern ist. Eine Landpartie führt sie geradewegs nach Bützer, einem kleinen, aber hübschen Kaff an der Havel. Dort wird ein heruntergekommener Vierseitenhof zum Verkauf angeboten. Rasch steht fest: Sie wird aufs Land ziehen und sich ihren lang gehegten Traum von einem Mehrgenerationenhaus erfüllen. Das ist jedoch schwieriger als erwartet. Tinas Kinder leisten Widerstand und auch mit den Schrullen des Vorbesitzers hat sie nicht gerechnet. Den Mann mit seinem Machogehabe, den schwarzen Klamotten und dem albernen Tuch um den Kopf kann sie nicht recht einschätzen. Sein finsterer Blick geht ihr unter die Haut und insgeheim nennt sie ihn Prinz Eisenherz. Besser, sie interessiert sich nicht weiter für den Kerl und konzentriert sich lieber auf ihr Ziel, bald eine Familie der besonderen Art zu haben.

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Vita

Britta Orlowski

Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl, ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei. So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik. Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren. Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut, Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“. Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Leseprobe

Prolog

Seine Besorgnis schien unbegründet. Wie bereits unzählige Male während der letzten zurückgelegten Kilometer stellte er fest, dass weit und breit keine Menschenseele unterwegs war. In diesem verdammten Kaff war einfach der Hund begraben. Er zog ein Tuch aus der Hosentasche und band es sich um den Kopf.
   Vor ihm erstreckte sich die Koppel. Die Nacht war empfindlich frisch und im Juni noch recht kurz. Es begann bereits zu dämmern. Im Gras hing Tau, was den Boden glitschig machte. Er achtete darauf, wohin er seine Füße setzte.
   Der Hengst hatte ihn bemerkt und stieß ein leises Schnauben aus. Auch die Stute hob den Kopf und starrte in seine Richtung. Unruhig tänzelten die anmutigen Tiere. Schon schoss der Hund aus dem Unterstand hervor und knurrte.
   Er hatte nichts anderes erwartet und zog das vorbereitete Fleischstück aus dem Beutel. »Na, wen haben wir denn da? Schau, was ich dir mitgebracht habe. Ist das nicht lecker? Und ganz allein für dich.«
   Der Hund blieb stehen, legte seinen Kopf schief und starrte ihn misstrauisch an. Dabei knurrte er weiter.
   »Du bist schlau, ich weiß. Aber es wird dir trotzdem nichts nutzen, mein Guter«, flüsterte er sanft. Sein Tonfall verfehlte die Wirkung nicht.
   Der Hund kam einen Schritt näher. Er war den harmonischen Umgang von Mensch und Tier gewohnt.
   »Komm, hol es dir. Mach uns beiden die Freude.«
   Nur noch zwei Schritte trennten das Tier von seinem Leckerbissen. Wieder hielt es inne und sah zu ihm auf.
   »Bist ein guter Hund.« Langsam ging er in die Knie und streckte vorsichtig die Hand aus.
   Schon berührte die feuchte Nasenspitze seine Handfläche. Sachte bewegte er seine Finger und streichelte das Tier unter dem Kinn. Es schien ihm zu gefallen. Es ließ auch zu, dass er ihm mit der zweiten Hand über den Nasenrücken strich. »Na komm, du hast dir den Leckerbissen redlich verdient.« Er schob das Fleisch etwas näher.
   Speichel tropfte dem Hund aus der Schnauze. Noch ein letzter Blick aus den treuen Hundeaugen und schon machte er sich über den Happen her. Im selben Moment jaulte er auf, fing sich rasch wieder, wich aber zurück und schleppte sich unter Schmerzen fort. Die Pferde flüchteten.
   Lauft nur, lauft. Für heute lasse ich euch davonkommen. Aber der Tag wird kommen oder sollte ich lieber sagen, die Nacht …
   Heute war er Herr über Leben und Tod. Es gefiel ihm, dass endlich etwas nach seinen Wünschen lief. Und hieß es nicht: Wer zuletzt lacht, lacht am besten? Lautes Lachen verkniff er sich momentan besser. Der Tag brach an und er stahl sich davon. Bald würde jemand den Hund finden. Er beglückwünschte sich für seine Umsicht, den Anfang nicht mit einer Katze gemacht zu haben, wie es seine ursprüngliche Idee gewesen war. Katzen kamen andauernd unter die Räder. Auf dem Land brauchte man sie als Nutztiere, um lästige Nager zu fangen. Aber eine sehr innige Beziehung zwischen Katze und Halter baute man hier nicht auf. Bei Pferden lag die Sache anders. Sie waren magische Wesen – allein schon ihre Augen.
   Um nicht vorschnell zu handeln, wollte er sich zunächst an den Hunden probieren. Auch, um sich anschließend genüsslich steigern zu können.
   Wieder sah er sich um, es wurde Zeit, zu verschwinden.

Kapitel 1
Niemals Tangas

»Mama, du bist ja betrunken – am helllichten Tag! Und überhaupt, warum arbeitest du nicht?«
   »Übertreib es nicht, angeheitert vielleicht.« Ein Prosecco am Morgen vertrieb Kummer und Sorgen. Tja, nun saß sie wirklich in der Klemme. Was wollte Feli jetzt schon hier? Anscheinend konnte ihre Tochter Gedanken lesen.
   »Ausfallstunden.«
   »Schon wieder?«, nuschelte sie. »Was ’n das für Lehrer?«
   »Mann, Mutti, wie konntest du nur? Du müsstest dich hören.«
   Und wenn schon. Hatte sie nicht auch das Recht, sich einfach ein Sektfrühstück zu gönnen, wenn ihr danach war? Mutter hin oder her. Dumm nur, dass sie Alkohol nicht vertrug, auf nüchternen Magen schon gar nicht. Immerhin nahm sie in diesem Zustand nicht am Straßenverkehr teil. Genau genommen nahm sie an gar keinem Verkehr (...)

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