Britta Orlowski

Romantik & tiefe Gefühle

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Rückkehr nach St. Elwine - St. Elwine 1

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Elizabeth Crane kehrt nach Jahren an den Ort ihrer Kindheit zurück. Sie nimmt die Stelle der Oberärztin am St. Elwine Hospital an und widmet sich mit großem Elan ihrer Arbeit. Dank des Einflusses ihrer Freundin Rachel schließt sich Liz der örtlichen Patchworkgruppe an. Bereits nach wenigen Wochen trifft sie auf ihren alten Gegenspieler aus der Highschool - Joshua Tanner. Glaubt er, noch immer der unwiderstehliche Herzensbrecher zu sein? Elizabeth ahnt: Irgendetwas hat sich geändert. Sie kann nicht verhindern, dass ihr Leben erneut kompliziert wird und schon bald steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens ...

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Vita

Britta Orlowski

Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl, ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei. So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik. Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren. Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut, Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“. Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Leseprobe

1. Kapitel


Elizabeth stieg aus dem Jeep und atmete tief ein. Es duftete wunderbar nach Meer. Dieser unverwechselbare Geruch, eine Mischung aus Salzwasser, Seeluft, Essensdüften und Mensch hatte sich unwiderruflich in ihr Gehirn eingegraben. Sie verband ihn mit einem einzigen Ort auf der Welt, St. Elwine, ihrem Zuhause.
   Sie schmeckte bereits wieder das Salz auf ihrer Zunge.
   Jetzt verstand sie selbst nicht mehr, wie sie so lange hatte fortbleiben können. Vor zehn Jahren jedoch wollte sie nur alles endlich hinter sich lassen – die erdrückende Enge der Kleinstadt, die mitleidigen Blicke der Leute, wenn ihr Vater mal wieder betrunken durch die Straßen torkelte – wenn sie mit zerrissenen Schnürsenkeln herumlaufen musste oder im Laden um die Ecke anschreiben ließ.
   Sie sah alles so deutlich vor sich, als wäre es erst gestern gewesen. Das kleine Häuschen, das sie und ihr Vater bewohnten, heruntergekommen, mit abblätternder Farbe, einer Gartenpforte, die den Namen kaum verdiente, nur in einer Angel hing und im Wind herumschlug, leise und quietschend. Dann war da noch der Garten gewesen, verwildert und klein, mit wenigen Büschen und Sträuchern. Die Blumen, die aufs Geratewohl wuchsen, waren nie durch die Hand eines Menschen in ihrem Frieden gestört worden. Dafür hatte Liz keine Zeit gehabt neben der Schule, dem Führen des Haushalts und den zahlreichen Jobs, um wenigstens das Notwendigste bezahlen zu können.
   Liz war von jeher ehrgeizig und zielstrebig gewesen und hatte zudem genau gewusst, was sie wollte. Daher verband sie Intelligenz und Fleiß geschickt zu einer effizienten Kombination, die sie zu einer der jahrgangsstärksten Schülerinnen an der Highschool werden ließ. Es bereitete ihr logischerweise keine größeren Probleme, von einer Universität angenommen zu werden. Somit hatte sie sich ihren lang gehegten Traum vom Medizinstudium erfüllen können.
   Dieser Weg war alles andere als traumhaft gewesen, sondern steinig und lang. Aber wer hatte schließlich schon ein leichtes Leben? Sie war Chirurgin geworden und hatte nun sogar eine Stelle als Oberärztin im Krankenhaus von St. Elwine angeboten bekommen.
   Ihre Kollegen hatten nur verständnislos den Kopf geschüttelt. Sie hätte schließlich eine so vielversprechende Laufbahn vor sich. Liz startete gar nicht erst den Versuch, ihnen ihre Beweggründe plausibel zu erklären.
   »Warum willst du unbedingt in dieses kleine Kaff?«, hatte Tom sie zu guter Letzt gefragt und etwas wie Wehmut klang in seiner warmen Stimme mit.
   Sie hatte ihn stets gemocht, mochte ihn noch immer für seine ruhige, souveräne Art, mit Menschen umzugehen. Sein Verständnis für die Patienten hatte Elizabeth stets beeindruckt. Er war immer ausgeglichen. Nichts schien ihn aus der Ruhe bringen zu können. Doch so widersinnig es klang, genau das war es, was sie an seiner Art gestört hatte. Nie hatte es Auseinandersetzungen zwischen ihnen gegeben, weder einen Streit noch die kleinste Diskussion. Die flüchtige Affäre, die sie für kurze Zeit miteinander verbunden hatte, hatte nichts in ihr ausgelöst. Er war stets rücksichtsvoll und zärtlich gewesen. Es hatte keinen Grund gegeben, sich über ihn zu beschweren. Doch eine nicht näher zu erklärende Rastlosigkeit war von Tag zu Tag in ihr herangewachsen. Lange bevor sie es benennen konnte, hatte Elizabeth gespürt, dass die Zeit für Veränderungen in ihrem Leben gekommen war. Doch trotzdem hatte sie zunächst in einem seltenen Anflug von Selbstkritik angenommen, dass sie wahrscheinlich einfach zu viel von einer Beziehung erwartete. Jemandem nahe sein, das war es, wonach sie sich in Wirklichkeit sehnte. Nach reiflichen Überlegungen hatte sie allerdings befürchtet, für diese Art von Lebensgemeinschaft nicht geschaffen zu sein. Sie hatte nie eine richtige Familie gehabt. Ihre Mutter starb, als Liz noch ein kleines Mädchen war. Was bewog ihre Mitmenschen dazu, sich für ein Leben zu zweit zu entscheiden? Wahrscheinlich wussten die meisten es selbst nicht mal genau. Auch ihr würde es wohl immer ein Rätsel bleiben.
   Der Beruf als Ärztin ließ ihr ohnehin kaum Zeit für Privates, also war es überflüssig, an einer oberflächlichen Bindung festzuhalten. Schließlich war es ihr nur recht, voll in ihrem Beruf aufzugehen. Mit einer neuen Herausforderung würde auch ihre (...)

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