Sabine Bürger

Kinder- & Jugendbücher

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Unter Piraten - Hexenkinder 2

Mithilfe der Zauberamulette seiner Familie hat der 13-jährige Florian Falco den Sprung in die Vergangenheit geschafft. Und nicht nur das. Seine fünf besten Freunde begleiten ihn. Während Florian Falco und seine heimliche Jugendliebe Anastasia im mittelalterlichen Warnemünde landen, fallen Hans Peter und Bernhard auf der Ostsee in die Gewalt dänischer Piraten. Charlotte und Mohamed Janek begeben sich auf eine abenteuerliche Suche nach ihnen. Doch wer ist Freund und wer Feind, in einer von Grausamkeit und Aberglauben geprägten Zeit? Konfrontiert mit den verbrecherischen Branntweinbrüdern, dem barbarischen Narbenpete, den mörderischen, von Habgier und Rücksichtslosigkeit geprägten Freibeutern, stützen sie sich auf ihre Freundschaft und Kämpfen gemeinsam um ihr Überleben. Werden die sechs Freunde jemals in ihre eigene Zeit zurückfinden?

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    Sabine Bürger

Vita

1946 an der Ostsee im hanseatischen Rostock geboren, blieb mein Wunsch, Gedichte und Geschichten aufzuschreiben, vorerst auf kindliche Versuche beschränkt. Mein Schulabschluss an einer POS in Rostock, meine Ausbildung zur Laborantin am Justus von Liebig Institut und meine Heirat folgten. Als Berufstätige und Mutter dreier Kinder war ich vollends ausgelastet. Mein großer Traum vom Schreiben rückte in den Hintergrund. Erst viele Jahre später brachte mich meine Liebe zu den Büchern, die bis heute meine ständigen Begleiter sind, dazu, an meine Kinder – und Jugendjahre anzuknüpfen, Eigenes aufzuschreiben. Seit 2010 schreibe ich für eine Agentur Krimis und Kurzgeschichten. Im Dezember ist mein Kinder- und Jugendbuch erschienen, dem hoffentlich viele folgen werden. Ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit mit einem Verlag, der meinen Vorstellungen und Wünschen total entspricht.

Leseprobe

Kapitel 1
Wie alles begann

Im Großen und Ganzen war Florian Falco Marsch für seine dreizehn Jahre nicht besonders neugierig. Eher normal. Ziemlich faul, was die Schule betraf, immer zu Streichen aufgelegt, freundlich und nett. Obwohl er das Wort ablehnte, nachdem sein bester Freund ‚nett‘ als ‚kleine Schwester von scheiße‘ bezeichnet hatte. Gut, dann war er ab sofort nicht mehr nett, nur noch freundlich. Selbst das war kompliziert, wenn er an seine zwei Jahre ältere Schwester Samantha dachte. Da gab es irgendein Geheimnis, das seine Familie umgab. Etwas Mysteriöses, verborgen hinter ihrem und Mums hartnäckigem Schweigen. Manchmal kam er sich vor wie der Prinz vor Dornröschens Dornenhecke. Natürlich würde er seine Schwester nicht wachküssen wollen. Nee, wirklich nicht. Seine Methoden waren viel moderner und ergiebiger. Meistens jedenfalls. Warum zum Teufel machte Samantha ihren Mund nicht auf? Seine hartnäckigen Fragen zu dem, was vor Jahren passiert war, wurden mit blöden Stammeleien und nichtssagenden Sprüchen beantwortet und dem Gekicher dieser dunkelhaarigen Zwillinge, ihren heimlichen Blicken und dem Finger, den sie sich auf den Mund legten, wann immer sie seiner ansichtig wurden.
   Verdammt, ja. Er hatte es begriffen. Das Thema war topsecret. Trotzdem. Er wollte es endlich wissen. Diese ganze Geheimniskrämerei war letztlich der Grund dafür, dass ihn die Neugierde packte, wie der Hund einen Knochen. Genauso wenig ließ er los. Viel schlimmer. Es weckte eine detektivische Unrast in ihm, die ihn selbst überraschte. Er fand heraus, dass die Beantwortung seiner Fragen von Samanthas Tagesform beeinflusst wurde. Dort musste er ansetzen. Bei den Mädchen. Obwohl er sie nicht besonders gut leiden konnte.
   Einige. Egal.
   Sie mochten ihn und das war wichtig. Warum das so war? Keine Ahnung. Womöglich lag das an seinen blonden Wuschelhaaren oder seinen blitzblauen Augen? Wie auch immer. Es wäre wirklich gelacht, wenn er diese Nuss nicht knacken würde.

Laut und unangenehm schrillte die Schulglocke an diesem Montag. An diesem herrlichen Septembertag, der zu allem einlud, nur nicht zum Schulbeginn. Logisch, dass die Schüler der 7a den Klingelton geflissentlich ignorierten und so taten, als ginge sie das überhaupt nichts an. Wer würde das nicht verstehen? Sorry, die Lehrer nicht, aber die zählten nicht. Die waren Außerirdische. Die mussten so sein. Immer streng im Dienst, immer belehrend, immer unerbittlich. Was wussten Lehrer schon von unbeschwerter Ferienzeit, von Faulenzen und Nichtstun? Ohne Schule konnten sie nicht leben, kaum die Ferien überstehen.
   Florian Falco schubste seinen Freund Motze auf den Sitz neben sich, weil er genau wie alle anderen den Pfiff gehört und den pummeligen Jungen mit der Harry-Potter-Brille auf der Nase in die Klasse flitzen sah.
   »Mann, Motze. Jetzt geht det los, det Elend!«, sagte er unterdrückt, stöhnte, fegte mit einem kurzen Ruck seines Kopfes eine blonde Locke aus der Stirn und ließ die Tür nicht aus den Augen. Nichts passierte.

*


   Nur Bernhard blickte sich triumphierend um, wobei er das verrutschte T-Shirt über seine rundliche Mitte zerrte. Ein Umstand, der ihm den Spitznamen Klößchen bei seinen Mitschülern eingebracht hatte. Den Platz in der ersten Reihe hingegen verdankte er seinem eingeschränkten Sehvermögen und den Anordnungen der Lehrer. Sie hatten ihn auf den vordersten rechten Außensitz gesetzt, ohne zu ahnen, dass er damit automatisch zum Schmieresteher und Aufpasser für den Flur bestimmt wurde. Begeistert war er nicht, aber gegen die stillschweigenden Vereinbarungen der Klasse protestieren? Nee, ging gar nicht. Mittlerweile tröstete er sich damit, dass er für seine Mitschüler so etwas wie der rechte Außenstürmer beim Fußball war. Genau wie Schweinsteiger, Müller oder Lahm. Das machte ihn stolz.
   »Noch ist nicht aller Tage Abend, mein Junge«, hatte Uroma Ilse einmal lächelnd gesagt, nachdem er ihr sein Leid über die Ungerechtigkeiten in der Welt und speziell in seiner Klasse geklagt hatte. Ihren geheimnisvollen Blick dabei hatte er bis heute nicht vergessen. Klar, Oma Ilse war zu dem Zeitpunkt bereits uralt und gebrechlich gewesen und inzwischen war sie im Himmel. Trotzdem. Manchmal dachte er darüber nach, wie das wäre, wenn sie tatsächlich Dinge voraussehen (...)

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