Ines Eichelbaum

Krimis & Thriller

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Kriminalboogie

Image

Erbtante Cecilie, eine typische Wilmersdorfer Witwe, hat das Zeitliche gesegnet. Doch damit Mara das Erbe antreten kann, soll sie das über sechs Jahrzehnte perfekt gehütete Familiengeheimnis der alten Dame lüften. Mit ihrer besten Freundin Pia macht sie sich auf die Spurensuche und landet im ländlichen Brandenburg. Ein Kneipenwirt im Elvis-Outfit kreuzt ihren Weg und die Sängerin einer Rockabilly-Band liegt am nächsten Morgen tot im Kofferraum eines alten Straßenkreuzers. Doch da gibt es auch noch eine ermordete Prostituierte, einen schmierigen Notar, einen mit Drogen handelnden Psychologen und die Diagnose, Pia ist schwanger. Was bloß hat ein Familiengeheimnis aus der Nazizeit mit all dem zu tun?

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Ines
    Eichelbaum
    E-Book: 0.99 €
    Taschenbuch: 12.99 €
  • Ines Eichelbaum
    Kriminalboogie
  • Kriminalboogie
    Ines Eichelbaum

Vita

Ines Eichelbaum

Ich wurde in Leipzig geboren und lebe seit 1983 in Berlin. Hier habe ich zuerst als Diplom-Verwaltungswirtin 16 Jahre im öffentlichen Dienst des Landes Berlin gearbeitet, dann das Handtuch geworfen und bin für zwei Jahre nach Griechenland gegangen. Dort begann ich, Romane und Kurzgeschichten zu schreiben. Nach meiner Rückkehr veröffentlichte ich meinen ersten Kriminalroman „Eene Meene Miste, wie viele rappeln in der Kiste?“ und verschiedene Krimikurzgeschichten. Mit „Spaghetti Bolognese“ gewann ich den österreichischen Wettbewerb „1. deutschsprachiger Hörbuch Krimi Preis 2009“. Im Jahr 2012 bin ich dem Krimigenre für einen kleinen Abstecher in die Welt der Müllentsorgung fremdgegangen und habe in Zusammenarbeit mit der Berliner Stadtreinigung die Lehrgeschichte „Fridolin wird ein Kompostmacher“ geschrieben. Damit sollen Vorschulkinder mehr über Regenwürmer und deren Unverzichtbarkeit für uns Menschen lernen. Doch nun stecke ich schon wieder inmitten spannender, mörderischer Arbeit für meinen nächsten Kriminalroman.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

1
Nach düst’rer Zeit wurd’s plötzlich bunter.
Es kam der Stil, doch auch viel Plunder.

Die Beerdigung von Cäcilie Reuter war vorüber und langsam kroch die Sonne hinter dicken Regenwolken hervor. Josef hatte während eines immensen Wolkenbruches Witwe Reuters Grabrede halten müssen, und das, obwohl er zu Lebzeiten ihr erklärter, jedoch wohlweislich im Verborgenen gebliebener Erzfeind gewesen war.
   Nun stand er mit triefend nasser Soutane neben dem noch offenen Grab. Dabei beobachtete er argwöhnisch Manni und Kalle, die – beide groß, übermäßig mit Muskeln bepackt und dumm wie Brot – begonnen hatten, Erde in das dunkle Loch und auf den schneeweißen Sarg zu schaufeln. Josef, selbst eher klein und kahlköpfig, trug seine Muskelmasse hingegen unter einer dicken Schicht Wohlstandsfett versteckt. Trotz seines katholischen Glaubens hielt er sich für einen recht weltlichen Kirchenmann.
   Ihm war bewusst, dass es sich überhaupt nicht schickte, über Verstorbene schlecht zu denken oder schlecht zu reden. Trotz verzweifelter Bemühungen, dieser ethisch korrekten Vorgabe menschlichen Verhaltens zu folgen, hatte er Cäcilie Reuter aus tiefstem Herzen gehasst. Er hatte sie so abgrundtief gehasst, dass er während seiner wohlwollenden Grabrede unvorstellbar schmerzhaftes Sodbrennen bekommen hatte und er hasste sie, diese alte Natter Cäcilie, noch immer.
   Ganz bestimmt hatte die alte Krähe ihn mit gemeiner Hinterlist in ihrer Verfügung dazu verdonnert, den Beerdigungstanz zu vollführen und die Trauerrede in der Kirche und am Grab für sie zu halten. Er vermutete sogar, dass sie dem armen Petrus im Himmel so zugesetzt hatte, dass der nicht anders konnte, als sintflutartigen Regen genau in dem Moment hereinbrechen zu lassen, als das erste Wort seine Lippen verlassen hatte.
   Cäcilie Reuter, eine geborene Mahlstedt, war zu Lebzeiten eine eiserne Katholikin gewesen und wöchentlich zur Beichte erschienen. Sie hatte im Kirchenchor bis zum Schluss das Regiment geführt und den Witwenzirkel in der Gemeinde mit diktatorischer Strenge geleitet. Jetzt war sie tot. Endlich!
   Josef blickte bei diesem Gedanken schuldbewusst zum Himmel empor. Für die nächste Ewigkeit ruhten nun Cäcilies sterbliche Überreste in der feuchten Erde einer jener monumentalen, uralten Grabanlagen, wie sie zu längst vergangenen Kaisers Zeiten für mehr als nur gutbürgerliche Fabrikbesitzer ein finanziell beinahe ruinöses Muss gewesen waren. Die wirklich wenig bescheidene Grabstätte der Fabrikantenfamilie Mahlstedt war jedenfalls eine solche. Sie befand sich auf einem überaus großzügigen, nur fußhoch eingezäunten Stück Land und für alle Welt sichtbar an der linken Begrenzungsmauer des Friedhofs. Eine monumentale marmorne Grabtafel aus hellem Stein bildete die hintere Begrenzung. Acht griechische Säulen und ein alles überspannender Baldachin aus demselben edlen Gestein empfanden, zwar etwas vereinfacht, aber dennoch imposant, die über Athen thronende Akropolis in für diesen Gottesacker durchaus beängstigenden Ausmaßen nach. Unter dem majestätisch anmutenden Mahlstedtschen Überbau gab es genügend Platz für insgesamt zehn Särge. Diverse Büsche und Sträucher sorgten für einen immergrünen Eindruck. Eine seitlich stehende, gusseiserne und absolut unbequeme Sitzbank lud nur bedingt zum Verweilen bei den längst Verstorbenen ein. Schwere, an der hellen Rückwand befestigte Tafeln aus schwarzem Marmor mit goldener Schrift taten ausführlich kund, wer hier inzwischen seine letzte Ruhe gefunden hatte.
   Auf der linken Seite lagen Cäcilies Eltern, der Fabrikant Ferdinand Mahlstedt und seine Frau Agathe, eine geborene Timmermann. Cäcilies in frühesten Kindertagen verstorbene Brüder Franz Ferdinand und Hubertus Wilhelm sowie die als alte Jungfer erst vor wenigen Jahren zu Grabe getragene Schwester Adele lagen gleich daneben. Rechts ruhte Cäcilies zweite, mitteljung verstorbene Schwester Clementine, weiterhin Cäcilies Ehemann August Wilhelm Reuter und der gemeinsame, aber tot geborene Sohn August Ferdinand. Und nun auch Cäcilie Reuter selbst.
   Josef überflog, zitternd vor Nässe und Kälte, die Aufschriften auf den Marmortafeln. Er kannte sie längst auswendig. Das Familienoberhaupt Ferdinand Mahlstedt war im Ersten Weltkrieg als Kompanieführer und Träger des kaiserlichen eisernen Verdienstkreuzes für eben jenen und das (...)

Mehr Leseempfehlungen