Hartmut W. H. Köhler

Krimis & Thriller

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Die Antonia-Akte

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Als der verkaterte Aleksander Holcman nach einer durchzechten Nacht in der Nähe seines Strandcafés an der kroatischen Adria einen Toten findet, ist es schnell vorbei mit der Ruhe. Schon bald findet sich der ehemalige Militärpolizist und Afghanistan-Veteran als Verdächtiger mitten in einem Mordfall wieder. Selbst der ermittelnde Kommissar, ein alter Freund von Aleks, kann ihm nicht helfen. Aleksander versucht alles, um den Verdacht von sich zu weisen und die Ermittlungen zu unterstützen, doch dadurch wird er in das Spinnennetz von international agierenden Menschen- und Internet-Pornografiehändlern gezogen. Jede Aktion, sich daraus zu befreien, bringt ihn in tödliche Gefahr.

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Vita

Hartmut W. H. Köhler

Hartmut W. H. Köhler wurde 1966 in Hildesheim geboren und ist in der niedersächsischen Kleinstadt Sarstedt aufgewachsen. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Seit 2005 konnte er einige Kurzgeschichten veröffentlichen, und bei bookshouse erschienen sein Kroatien-Krimi „Die Antonia-Akte“ sowie die beiden Kriminalromane „Die Welt will betrogen sein“ und „Das Bankett der Witwenmacher“, in denen der Hamburger Privatdetektiv Sünder ermittelt. Ein dritter Sünder-Roman ist in Arbeit. 

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Sniper wütet an der kroatischen Adria

An der Duga Uvala, sonst ein lebendiger und beliebter Urlaubsort, wurde am Morgen eine männliche Leiche gefunden. Nach unbestätigten Informationen, soll es sich um einen Bauzeichner aus Labin handeln. Ersten Erkenntnissen zur Folge wurde der Mann in der Nacht hinterrücks erschossen. Die ermittelnde Kriminalpolizei aus Pula, unter der Leitung des Kommissars Valter Blaško, geht aufgrund der bisher gefundenen Spuren sogar davon aus, dass der Täter eventuell ein Scharfschütze, ein sogenannter Sniper, war. Laut Kommissar Blaško wird aber in alle Richtungen ermittelt und sogar Aleksander H., der Besitzer eines Strandcafés, der den Leichnam am Morgen am Strand entdeckt hat, soll vorerst zum Kreis der Verdächtigen zählen. Zu einer Stellungnahme war der Deutsch-Kroate, ein ehemaliger Militärpolizist, aber nicht bereit.

Leseprobe

Prolog

Der Junge stand vor mir.
   Mit der rechten Hand zeigte er auf mich. Zu meinen Beinen. In seinen Augen sammelten sich Tränen. Sie rannen über sein Gesicht, bahnten sich auf den Wangen einen Weg durch Blut und Ruß. Seine Lippen bewegten sich. Ich verstand die Worte nicht, doch sie klangen wie eine Entschuldigung.
   Als der Junge seine offene Hand ausstreckte, flammte ein Feuer zwischen ihm und mir auf. Erschrocken sah ich mich um und fand mich in einem Raum wieder.
   Trümmer fielen von der Decke, krachten in die Flammen und warfen Staub empor. Als der Staub sich legte, stand der Junge nicht mehr an seinem Platz. Seine offene Hand ragte aus den Trümmern. In ihr lagen zehn kleine silberne Münzen. Zwanzig weitere waren in den Staub gefallen.
   Hinter dem Wall aus Steinen, Putz und Dreck, hinter den Flammen, dort, wo vorher der Junge gestanden hatte, entdeckte ich nun einen Mann. Er hatte ein hageres Gesicht, trug einen weiten Anzug. Langsam ließ er einen Geldbeutel in seine Jackentasche gleiten. Er schnippte mit dem Daumennagel an den Filter seiner Zigarette. Asche rieselte zu Boden, und als mein Blick ihrem Flug folgte, verschwand der Boden unter mir.
   Ich fiel in ein pechschwarzes Nichts und ruderte wild mit den Armen.

1

Die Sonne schickte ihre Boten voraus, verjagte mit ihren ersten Strahlen die leichte Kühle der Nacht. Nur wenige Wolken bewegten sich, schneeweiß wie kleine Wattebäusche, vereinzelt am Himmel über der Adria. Es war ein normaler Sommermorgen an der Duga Uvala, der Regenbogenbucht.
   Mein alter Caravan stand am Rande einer kleinen Lichtung. Der betagte Wohnwagen war sehr von Wetter und Meer gezeichnet. Moos hatte sich auf Dach und Seiten gebildet und Blütenstaub überall einen klebrigen Belag hinterlassen. Das mobile Heim, das schon lange nicht mehr so mobil war, stand nur wenige Meter von der steinigen Küste der Adria entfernt und einige Hundert Meter von der Zufahrtsstraße zur Bucht.
   Von der Hauptstraße, an der links und rechts Feriensiedlungen und Hotels lagen, führte eine schmale, holprige Piste zu dem Platz herunter. Der Weg war gerade breit genug, um ein Auto passieren zu lassen, und die Lichtung an seinem Ende wurde nicht selten von ortskundigen Badegästen als Parkplatz genutzt. Angrenzend befand sich das Kafi Divan, ein kleines Strandcafé in einem geduckten Gebäude, dessen Besitzer ich seit nunmehr eineinhalb Jahren war.
   Café und die kleine Terrasse waren zu früher Stunde noch geschlossen. Die gelben Sonnenschirme standen, eingezogen und sorgsam gegen den nächtlichen Wind vertäut, wie gerade Kerzen zwischen den Tischen und Stühlen. Sie würden erst ab neun Uhr, dann wieder aufgespannt, Gäste zum Verweilen einladen.
   Auch an diesem Morgen, als die Sonne sich mit ihren ersten Strahlen durch das kleine Heckfenster meines Wohnwagens hereindrängte und mich weckte, regte sich noch kein Leben rund um das Lokal.
   Eigentlich hatte mich der Traum geweckt, weil ich als Reaktion auf den darin erlebten Sturz heftig mit den Beinen gezuckt hatte. Mit meinen ersten wachen Gedanken erwartete ich, aus erlittenen Erfahrungen heraus, einen Krampf, fürchtete quälende Muskelschmerzen. Doch sie blieben aus, also wagte ich es, mich aufzurichten. Ich stützte mich auf meinen Händen ab. Nicht nur die warme Nacht hatte Schweiß auf meiner Stirn hinterlassen.
   Auch der Traum.
   Es beunruhigte mich, dass er mich wieder einmal mehr aufwühlte, als ich zulassen wollte. Monatelang war ich ihm entkommen, aber nun hatte er mich wieder eingeholt. Es schien, als hätte er, einmal abgeschüttelt, sich beeilt, mich wieder überholt und mit anderen, neuen und schrecklicheren Bildern konfrontiert.
   In seiner Erscheinung war er immer kreativ, dieser Traum.
   Ich hatte mir oft vorgenommen, mir keine Gedanken mehr über ihn oder seine vielfältigen Varianten zu machen, doch ich wusste, dass dies nicht so einfach war. Die Tatsache, dass mich diese Bilder verfolgten und deren Ursache, der Verlust meines linken Unterschenkels, gehörten zu mir. Vergessen oder ablegen wie eine alte, zerschlissene Jacke konnte ich beides nicht, auch nicht verändern. Weder Auslöser noch (...)

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