Hartmut W. H. Köhler

Krimis & Thriller

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Das Bankett der Witwenmacher - Der Kiez-Schnüffler

Image

Das Leben machte einen dicken Strich durch alle Rechnungen von Privatdetektiv Friedhelm Sünder. Sein Geschäft lief schlecht und er widmete sich nur noch dem Suff, seinem Selbstmitleid und der Angst vor seiner Angst. Bis sein bester Freund ermordet wird. Sünder, der die Tat nicht verhindern konnte, rappelt sich auf, um den Mörder zu finden. Doch auf dieser Suche bleibt es nicht nur bei einer Leiche und schon bald sieht sich Sünder Gegnern gegenüber, deren Machenschaften mit vielen Leichen gepflastert sind.

Shoppen bei: Amazon Beam iTunes Thalia Tolino
  • Hartmut W. H.
    Köhler
    E-Book: 2.99 €
    Taschenbuch: 11.99 €
  • Hartmut W. H. Köhler
    Das Bankett der Witwenmacher - Der Kiez-Schnüffler
  • Das Bankett der Witwenmacher - Der Kiez-Schnüffler
    Hartmut W. H. Köhler

Vita

Hartmut W. H. Köhler

Hartmut W. H. Köhler wurde 1966 in Hildesheim geboren und ist in der niedersächsischen Kleinstadt Sarstedt aufgewachsen. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Seit 2005 konnte er einige Kurzgeschichten veröffentlichen, und bei bookshouse erschienen sein Kroatien-Krimi „Die Antonia-Akte“ sowie die beiden Kriminalromane „Die Welt will betrogen sein“ und „Das Bankett der Witwenmacher“, in denen der Hamburger Privatdetektiv Sünder ermittelt. Ein dritter Sünder-Roman ist in Arbeit. 

Breaking News

Image Hartmut W. H. Köhler

Hinrichtung oder Mord?

Wie heute bekannt wurde, gab es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in einer stadtbekannten Oben-Ohne-Bar eine Schießerei, wobei der bekannte Journalist Fred Wartmann erschossen wurde. Der flüchtige Mörder soll äußerst kaltblütig vorgegangen sein. Wartmann, der in Hamburg und auch in ganz Deutschland als engagierter Reporter bekannt war, soll von zwei Kugeln in Kopf und Brust niedergestreckt worden sein. Zeugen berichten, dass der Mörder die Tat wie eine Hinrichtung arrangiert habe und noch ein drittes Mal auf sein Opfer schießen wollte. Ein anwesender Privatdetektiv habe ihn aber daran hindern können. Bei weiteren Schüssen soll es keine anderen Opfer gegeben haben. Die Polizei hat unter der Führung des neuen Leiters der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Udo Medau, in der Davidwache eine vorläufige Ermittlungszentrale eingerichtet. „Wir durchkämmen den ganzen Kiez nach dem Killer“, sagte Medau.

Leseprobe

PrologFreitag, 19. April 1968
Hamburg, Neustadt
Vormittags

»Und hier unten noch einmal unterschreiben, bitte.«
   »Wie immer.«
   Herr Freiberger nickte und schob mir einen Überweisungsträger und seinen Füllfederhalter über den Tisch. Freiberger war mein Berater bei der Bank und machte auch meine Steuererklärungen. Ein Service, den das private Geldinstitut seinen Kleinunternehmern bot. Es war wieder Zahltag für den Steuerabschlag, und deshalb saß ich vor Freiberger und unterschrieb den Zahlschein.
   Wir hatten es uns in einem Besprechungsraum bequem gemacht. Der Raum war mit einer halbhohen Holzwand und einem Glasaufsatz, der bis zur Decke reichte, vom Schalterraum abgetrennt.
   »Wie laufen denn die Geschäfte in der Detektivbranche?«
   Ich wusste, dass Freiberger nur auf mein Konto zu gucken brauchte oder dies auch schon getan hatte, um zu erfahren, dass es momentan nicht so blendend aussah. Meine Reserven waren fast aufgebraucht, doch ich machte die Konversation mit. »Seitdem ich mich mehr auf die Aufträge aus der Industrie konzentriere, läuft es besser.«
   »Was sind das für Aufträge?«
   »Werkspionage, Diebstähle, Unterschlagungen und so weiter. Das ist lukrativer, als untreue Ehemänner zu beschatten. Aber die Firmen zahlen immer erst spät«, meinte ich fast entschuldigend. »Das ist das Manko an der Sache.«
   Mein Bankberater nickte, lächelte professionell und legte die unterzeichnete Überweisung in einen Ablagekorb. »Und wer jagt die bösen Ehebrecher, wenn Sie dazu keine Zeit mehr haben?«
   »Es gibt genug Detektive in Hamburg, die sich damit befassen. Ich vermisse die Nächte im kalten Auto mit lauwarmem Tee nicht.«
   Freiberger lachte. »Das kann ich mir vorstellen.« Er sah für Sekunden auf seine manikürten Hände und dann wieder mich an. »Ich will mal ehrlich sein, Herr Sünder. Mir macht Ihre momentan verfügbare Barschaft Sorgen.«
   »Bitte?« Ich tat, als wüsste ich nicht, worauf er hinauswollte.
   »Ihr Konto. Seit Wochen haben wir keine Eingänge darauf verzeichnet, und Ihre Ausgaben fressen langsam Ihr Guthaben auf.« Er hob die rechte Hand. »Ihre Barabhebungen haben sich dagegen verdoppelt, und zum Zweiten«, zählte er mit den Fingern ab, »glaube ich, dass Sie sich mit der Anschaffung Ihres neuen Autos übernommen haben. Die Raten für Ihren Wagen sind einfach zu hoch, wenn dagegen keine Einnahmen stehen.«
   Ich hatte mir am Vorabend ein paar Drinks gegönnt, und jetzt meldete sich der Kater mit einem leichten Dröhnen hinter der Stirn. Oder war es nur eine Reaktion auf die unangenehme Wende in diesem Gespräch? Mein schlechtes Gewissen, weil ich wusste, dass mein Gegenüber recht hatte? »Der Wagen ist gebraucht gekauft«, antwortete ich fast entschuldigend.
   »Aber trotzdem noch teuer, wenn ich das mal sagen darf. Bei Mercedes zahlt man eben den Namen und den Stern mit.«
   Ich erhob mich und brachte mich in eine Verteidigungsposition. »Bin ich schon pleite?«
   »Noch nicht«, meinte Freiberger, der sichtlich erstaunt war, dass ich so plötzlich aufstand.
   »Dann sprechen wir, wenn es so weit ist.«
   Freiberger wollte etwas erwidern, doch plötzlich wurde er aschfahl, und seine Augen sahen an mir vorbei. »Mein Gott!«
   Ich sah über meine Schulter, nachdem ich die plötzliche Blässe des Bankangestellten bemerkt und seine Blickrichtung entdeckt hatte.
   Der Grund wurde mir sofort klar.
   Im Schalterraum stand ein Mann mit einem Schlapphut auf dem Kopf, einem Tuch über Mund und Nase und mit einem Karabiner in der rechten Hand. An der alten Waffe waren Schulterstütze und Lauf abgesägt worden. Die Knarre war zwar nicht ganz so gefährlich wie eine abgesägte Schrotflinte, aber auf die Geiseln wirkte sie sicher ebenso bedrohlich.
   Ein Schlapphut.
   Ich weiß nicht, warum, aber Männer mit Schlapphüten mochte ich noch nie. Sie hatten etwas Ich-weiß-nicht-was an sich.
   »Ist das – äh – ein, ein Überfall?«, stammelte Freiberger, während ich mich langsam umdrehte, um mir einen besseren Überblick zu (...)

Mehr Leseempfehlungen