Jo Stephan

Krimis & Thriller

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Mörderischer Anpfiff - Schwarz, schwul & cool

Als der schwule Friseur Maximilian Bucher die Leiche des Schiedsrichters Gerhard Nadlinger, genannt „der Geile Gerd“, auffindet, beschließen er und seine Gay-Freunde Alfie und Henning übermütig, die Ermittlungen aufzunehmen. Unterstützt werden sie von Geli, der Halbschwester des Schiris und Gerds griesgrämiger Tante Edith. Ungeschickt stolpern sie in ein Fettnäpfchen nach dem anderen und sehen sich obendrein mit hinterhältigen Attacken des Mörders konfrontiert. „Schwarz, schwul & cool – Mörderischer Anpfiff“ – der schwule Augsburg-Krimi Jo Stephans Antwort auf die Kopfgeldjägerin Stephanie Plum.

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    Jo Stephan

Vita

Geboren wurde ich definitiv. Doch mein Alter ist variabel. Ich bin Mitte dreißig, werde oft auf Ende zwanzig geschätzt und fühle mich wie sechzehn. Ich lebe mit Mann und Kindern und Tieren im wunderschönen Augsburg. Jo Stephan ist mein drittes Pseudonym. Unter Ivy Paul erscheinen beim Verlag Plaisir d´Amour meine erotischen Romane, bei bookshouse unter Lynn Carver meine Fantasy-Reihe um das mittelalterliche Königreich Goryydon. Unter Jo Stephan laufen künftig meine Romane aus den Bereichen Krimi/Humor.

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Leseprobe

Kapitel 1
»Dorfidylle – trügerisch! Sie gleicht oft dem Vorhof zur Hölle«
Alfie Tetzler, schwuler Bildhauer

Mit eintausendzweiundachtzig Einwohnern, einem barocken Kirchlein, Friedhof, Metzger, Bäcker und dem obligatorischen Hofladen des größten Bauern vor Ort unterschied sich Pfenningen kaum von einem anderen bayerischen Dorf.
   Neuerdings löste Haircrime, der hippe Friseursalon, im Bild der beschaulichen Landidylle Irritationen aus. Nur übertroffen von Maximilian Bucher, dem glamourösen Besitzer des Salons. Im Gegensatz zu seiner Vorgängerin Sieglinde, einer gemütlichen alten Dame, die all ihren Kundinnen mit arthritischen Händen dieselbe Pudel-Frisur verpasste, erwies sich Maximilian nicht nur als Mann, sondern zum Entsetzen des Bürgermeisters Huber Schorsch und seines Spezis Schlonz Edgar, Pfarrer, obendrein als schwul. Diese Nebensächlichkeit beschäftigte die Damenwelt nur insoweit, als dass Maximilian nicht annähernd Ähnlichkeit mit dem Modedesigner Harald Glööckler aufwies, wie Oma Grete, die Dorfälteste und Nachbarin Maximilians, enttäuscht feststellte.
   Nachdem Oma Grete frisch toupiert und um Jahre jünger wirkend am ersten Tag beglückt aus dem Haircrime wackelte, verloren die anderen Damen Pfenningens ihre Scheu. Sogar Frauen und Mädchen, die nie zuvor bei Sieglinde Termine verlangt hatten, rissen sich um ein Styling bei Maximilian.
   Und so war der großstädtische Paradiesvogel Maximilian Bucher schon nach wenigen Wochen ein bekanntes, wenn auch nicht bei allen beliebtes, Mitglied der Dorfgemeinschaft der Gemeinde im Aichacher Landkreis.

Maximilian entfernte sich einige Meter von der Schaufensterscheibe und bewunderte die Front. Der Schriftzug erinnerte nicht zufällig an die Titel auf Horror- oder Krimi-Covern, ungelenke Lettern, die wie mit in schwarzer Tinte getunkten Fingern geschrieben aussahen. Statt eines Revolvers zielten Kamm und Schere auf die Buchstaben. Maximilian nickte zufrieden und wandte sich ab. Sein Vater, ein Edgar-Wallace-Fan, hatte den Salonnamen vorgeschlagen.
   Zugegebenerweise war dies eher ein Scherz gewesen, ebenso sein Vorschlag Hair over the Rainbow. Den fand Maximilian viel zu schräg, Haircrime schien ihm cool und speziell. So wie er.
   Als er mit klimperndem Schlüsselbund zu seinem quietschgelben Honda Jazz mit dem Regenbogen-Aufkleber auf den Seitentüren lief, hockte der Gockel von Oma Grete auf dem Gartenzaun und starrte ihn an. Vielleicht beeindruckte den Hahn auch nur Maximilians farblich passendes Oberteil zu den neongrünen Sneakers. Er musterte das Tier. Fast kam es ihm wie seine menschlichen Nachbarn vor. Die meisten Dorfbewohner beobachteten ihn mit derselben sterilen Neugier, die ein Laborassistent seinen Bakterienkulturen zukommen ließ.
   Überhaupt wirkte Pfenningen mit seinen Bewohnern auf Maximilian wie das kitschige Gemälde eines Bauernmalers. Genau deshalb hatte er sich diesen Ort als neue Wirkungsstätte ausgesucht. Nirgendwo sonst auf der Welt gab es unter der Oberfläche mehr brodelnde Emotionen, mehr Potenzial für Intrigen und Menscheleien als in einem Dorf, umhüllt von malerischer Idylle. Unter all der Wohlanständigkeit lauerte ein Pfuhl des Klatsches, der Missgunst und der Skandale.
   Für die gelangweilten Damen des Ortes gab es keinen schöneren Platz, sich darüber auszulassen als im Friseursalon. Dort, eingehüllt von einem Flair aus Geborgenheit und Luxus, Schönheit und uneingeschränkter Aufmerksamkeit, saßen sie, die Dorfschranzen. Die Schönen und Hässlichen, die Klugen und Dummen, die Eitlen und Gleichgültigen, die Klatschbasen und die Neugierigen alle vereint. Maximilian füllte seine Kasse mit den Münzen und Scheinen, die den Damen ihr Ausflug in sein Haarstudio wert waren, als Art Therapie und sozialer Treffpunkt für all die willigen Damen.
   Wie die Herren sich in der Dorfwirtschaft trafen, um Stammtischparolen und Nachrichten auszutauschen, pflegten ihre Frauen regelmäßige Besuche im Salon zu ähnlichem Zweck.
   Als Top-Coiffeur in Augsburgs angesagtestem und teuerstem Friseursalon folgten ihm seine Stammkundinnen sogar bis nach Pfenningen. Die Miete erwies sich als so niedrig, dass Maximilian bei der Begutachtung mehrmals nachgefragt hatte, weil es ihm so unglaublich schien.
   Die Autotüren piepsten, (...)

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