Seli Kraus

Frauenromane

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Die Zuckerbläserin

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Gilla hat es endlich geschafft! Die Liebe hat ihr alles genommen, sie ist finanziell ruiniert, und als sie schon kein Licht mehr am Ende des Tunnels sieht, kommt sie dem schönen, reichen Richard Beckstein näher. Schon bald wird sie seine Frau. Als Frau Beckstein toleriert sie all seine Launen und ist mit nichts anderem beschäftigt, als ihm das Leben an ihrer Seite so schön und harmonisch wie möglich zu gestalten und ihm, wann immer es nötig ist, die nötige Portion Zucker in den Hintern zu blasen. Wenn nur nicht die vielen Störfaktoren wären, die nach Gillas Auffassung wie ein Schwarm lästiger Schmeißfliegen über ihr neues Glück herfallen, nur mit dem einen Ziel, ihr ihren Richard wegzunehmen. Sie hat keine Wahl. Mit dem Mut einer Ertrinkenden wirft sie alle Hemmungen über Bord und beginnt ein gefährliches Spiel.

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Vita

Seli Kraus

Die Autorin wurde 1963 in Mönchengladbach geboren und lebt seit vielen Jahren in Düsseldorf. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und mehrjähriger Tätigkeit als Buchhalterin, erledigt sie heute die internationale Korrespondenz für die Firma ihres Partners. Sie schreibt seit ihrer Jugend und hat schon früh ihre Liebe zum Roman entdeckt. Aktuell verfasst sie Kurzgeschichten für diverse Zeitschriften.

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Leseprobe

Vorwort

Mein Name ist Gilla Beckstein und das Leben hat aus mir eine Zuckerbläserin gemacht.
   Ja, ich bezeichne mich als Zuckerbläserin. Ich bilde mir sogar ein, diesen Ausdruck, der eine ganz bestimmte Art von Frau charakterisiert, erfunden zu haben.
   Zuckerbläserinnen gibt es unzählige. Jeder kennt welche. Vielleicht sind Sie ja selbst eine. Wenn ja, herzlich willkommen im Klub. Wenn nein, hoffe ich für Sie, dass Sie niemals eine sein werden.
   Zuckerbläserinnen blasen dem Mann, den sie lieben, ständig Zucker in den Hintern. Auch, oder ganz besonders an den Tagen, an denen er ihnen das Gefühl gibt, nicht mehr zu sein, als nur der lästige Eiterpickel an seinem Arsch.
   Wir sind fast alle nicht mehr ganz jung, wie ich mit meinen sechsundvierzig Jahren. Im Laufe unseres Lebens haben wir schon gewisse Erfahrungen mit Männern gesammelt. Leider jedoch nur schlechte.
   Frauen, die in die Kategorie Zuckerbläserin fallen, sind überaus intelligent, haben gute Berufe erlernt, und sind auch äußerlich durchaus ansehnlich.
   Bei mir ist es so:
   Von Beruf bin ich Ärztin, genau genommen Anästhesistin. Ich war viele Jahre im normalen Krankenhausbetrieb tätig. Zurzeit arbeite ich allerdings nicht. Ich habe keine Zeit mehr, einen Job auszuüben. Die kompletten vierundzwanzig Stunden, die ein Tag hat, verbringe ich damit, meinem Mann zu gefallen.
   Wie Sie sehen, ich bin keinesfalls das, was man landläufig als Dummchen bezeichnet.
   Ich trete immer auf, wie aus dem Ei gepellt. Schöne Kleidung ist für mich immens wichtig. Ich bin eine Frau, die morgens einen weißen Anzug anzieht, der am Abend noch genauso perfekt und vor allem fleckenlos aussieht.
   Was die Ernährung betrifft, ja, ich muss gestehen, da bin ich ein wenig überspannt. Für mich ist es schier überlebenswichtig, schlank zu bleiben. Jedes Gramm Fett zu viel wäre der totale Supergau.
   Wie gesagt, ich bin schlank, um genau zu sein, zierlich. Man bezeichnet mich immer wieder gern als Püppchen.
   Das mag daran liegen, dass ich sehr große blaue Augen habe, eben Püppchenaugen. Mein Haar ist honigblond. Ich trage es kinnlang und leicht gewellt. Perfektioniert wird der Püppchenlook durch einen Pony, das macht mich viel jünger als ich eigentlich bin. Männer mögen das. Es weckt in ihnen einen nicht zu unterdrückenden Beschützerinstinkt.
   Männer! Ich könnte, wie übrigens jede Zuckerbläserin, viele haben. Aber ich will nicht!
   Ich habe einen Mann. Richard Beckstein. Er ist reich und wahnsinnig schön. Für mich ist er der attraktivste Mann auf der Welt. Ich habe ihn bekommen und ich werde ihn nie wieder loslassen. Nicht, nach allem, was ich durchmachen musste.
   Richard ist zweiundfünfzig und im Vorstand der Burina AG, einem deutsch-schweizerischen Pharmaunternehmen, extrem erfolgreich.
   Aber das Allerbeste kommt noch. Er könnte ein Zwillingsbruder von Sean Connery sein. Ja! Es ist so! Okay, natürlich die seinem Alter entsprechende Version.
   Mein Mann ist auch von dieser nahezu überirdischen Präsenz, ebenso ist er eine schlanke, große Erscheinung. Wenn er einen Raum betritt, zieht er alle Blicke auf sich. Sein Haar ist grau, sehr kurz geschnitten und meistens trägt er einen perfekt frisierten, kurzen Bart.
   Was glauben Sie, wie oft Richard darauf angesprochen wird? Und wissen Sie, was er dann sagt? Was er antwortet, wenn er wieder einmal gefragt wird, ob er sich denn der unheimlichen Ähnlichkeit mit dem Schauspieler bewusst sei?
   Sie müssen verstehen, der Fragende ist im Glauben, etwas Sensationelles und für Richard vollkommen Neues festgestellt zu haben.
   Also, mein Richard ist so etwas von genervt aufgrund dieser andauernd gleichen, blöden Statements und erwidert gelangweilter als gelangweilt, ohne denjenigen auch nur eines Blickes zu würdigen, lediglich »Ja, ich weiß.«
   Es ist immer wieder ein Genuss, in diese verdutzten Gesichter zu blicken. Bis jetzt hat sich nach so einer Abfuhr noch niemand getraut, weiter auf diesem Thema herumzureiten.
   Richard und ich haben alles, was man sich (...)

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