Isabella Falk

Romantik & tiefe Gefühle

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Die Frau im Stein

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Die 23-jährige Antonia glaubt an Übernatürliches. Aber so übernatürlich? Bei der Beerdigung ihrer Großmutter stützt sie sich auf einen alten Grabstein und hört eine Stimme. Die junge Frau zweifelt an ihrem Verstand, doch der Versuchung, den Stein erneut zu berühren, kann sie nicht widerstehen. Anna – eine Frau aus der Vergangenheit, zieht Antonia immer tiefer in ihren Bann. Die Situation wird verzwickt, als Sascha auftaucht, ein Mann, zu dem sich Antonia augenblicklich hingezogen fühlt. Eine Zerreißprobe der Gefühle beginnt, denn Antonia spürt eine tiefe Verbundenheit zu Anna, hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, Anna über die Zeit hinweg zu helfen, ohne von Sascha für verrückt erklärt zu werden, und der Gefahr, den Sinn für die Realität zu verlieren. Kann Antonia der Frau im Stein helfen? Ändert sich durch die Vergangenheit die Gegenwart?

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Vita

Isabella Falk

Mein Name ist Isabella Falk, geboren 1965 in Saarbrücken, wo ich bis heute lebe. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und wenigen Berufsjahren in unterschiedlichen Unternehmen setzte ich meine Schwerpunkte neu und kümmerte mich fortan um die Erziehung zweier teilweise schwer kranker Pflegekinder. Während eines der beiden Mädchen nach acht Jahren Pflege in die Obhut seiner Mutter zurückging, wurde die andere zum Glück vollständig gesund. Heute ist sie erwachsen und lebt ganz in meiner Nähe. Von 1998 bis Dezember 2010 arbeitete ich als Führungskraft in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit ein paar Jahren habe ich mein Hauptaugenmerk auf das Schreiben gelegt. Außerdem mache ich eine Umschulung zum Webmaster. In meinem Leben habe ich viele Romane geschrieben und wieder verworfen, bis ich vor wenigen Jahren einen Schreibkurs bei dem Schriftsteller Rainer Wekwerth belegte. Dort sind Teile der „Gräfin“ entstanden. Den letzten Schliff bekam das Manuskript schließlich in der Zusammenarbeit mit Susanne Strecker, von der ich ebenfalls sehr viel über das Schreiben gelernt habe.

Leseprobe

1. Kapitel
Die Begegnung

Antonia verbeugte sich vor Omas Grab. Noch hatte der Friedhofsgärtner die dunkle, duftende Erde nicht auf den schweren Sarg geschaufelt. Sie konnte die Rosen sehen, die Lisbeth ihrer Mutter ins Grab geworfen hatte und die gelben Freesien von ihr selbst. Auch ihr Vater Rainer war da gewesen. Er hatte seiner Ex-Schwiegermutter drei Schippen Dreck hinterhergeworfen, so hätte Oma es ausgedrückt. Dabei machte er ein Gesicht, als würde es ihm leidtun. Heuchler, hatte Antonia gedacht und tat es wieder.
   Omas Tod war kein Drama. Sie war alt, ihr neunzigster Geburtstag lag bereits zwei Jahre zurück. Zu diesem Zeitpunkt waren Vater und Mutter noch ein Paar, ein sich ständig streitendes Paar, aber immerhin. Antonia seufzte und wandte sich ab, um zu der Trauergesellschaft zu eilen, die unentschlossen vor der Leichenhalle stand.
   Ein Blick nach unten zeigte ihr, dass ihr Schuh wieder einmal aufgegangen war.
   »Kind, binde dir die Schnürsenkel fest, sonst fällst du noch hin.« Antonia hörte die Stimme ihrer Oma im Kopf und lächelte. Sicher, sie war mit ihren vierundzwanzig Jahren kein Kind mehr, aber für Oma war sie immer eines geblieben und das war gut so.
   Jetzt war sie fort. Oma, und es war kein Drama. Antonia schluckte und bückte sich, um den Schuh zu binden. Sie stützte sich auf einem alten, verwitterten Grabmal ab. Der dunkle Stein war kühl und fühlte sich seltsam brüchig an, als würde er schon seit Hunderten von Jahren hier stehen.
   Ein Schluchzen erklang in Antonias Ohr.
   Sie hob den Kopf und blickte um sich – da war niemand außer der Trauergesellschaft vor den Mauern des Friedhofes.
   Wieder stützte sich Antonia auf den Stein und bückte sich, um nun endlich den Schuh zu binden. Das Schluchzen erklang erneut. Es klang verzweifelt und grausam zugleich. Alles verloren, glaubte sie zu verstehen, und doch hörte sie keine Worte. Ein Gefühl erfüllte sie, das eine unglaubliche Verzweiflung in ihr auslöste. Antonia richtete sich abrupt auf und schüttelte ihren Kopf. Ihre Nerven lagen offensichtlich blank. Wahrscheinlich hatte der Tod der Großmutter sie doch mehr mitgenommen, als sie es sich glauben machen wollte. Doch Oma war über neunzig gewesen und sie hatte ein schönes Leben gehabt. Es gab keinen Grund, sich so anzustellen. Ehe sie den Gedanken noch zu Ende gedacht hatte, hörte sie die vertraute Stimme ihrer Mutter. Sie klang schon leicht gereizt.
   »Toni, wo bleibst du denn? Tante Agnes ist müde und muss sich setzen. Du hast versprochen, sie zum Gemeindesaal zu fahren.«
   Tante Agnes, auch das noch. Antonia stöhnte innerlich auf. Ihre Tante war nett, aber sie konnte eine Kuh aufs Eis quatschen und gleich auf der anderen Seite wieder hinunter.
   »Ich komme, ich musste nur noch meinen Schuh binden.«
   Wenig später blickte Lisbeth anklagend auf Antonias Füße. »Das mit dem Binden musst du wohl noch üben.« Mutters Lächeln geriet etwas schief.
   Antonia betrachtete den offenen Schnürsenkel. »Es war der andere«, log sie und ließ sich von Tante Agnes unterhaken, die überhaupt nicht kränklich von einem Fuß auf den anderen trippelte.
   »Ach meine Kleine, dass du schon Autofahren kannst.«
   »Tante, Agnes, ich bin vierundzwanzig.«
   »Ich weiß aber noch, als du vier geworden bist. So goldig warst du, und ein richtig pausbackiges Pummelchen. Wer hätte je gedacht, dass aus dir mal so ein schönes Mädchen wird? Ach, übrigens, was macht eigentlich die Liebe? Die Männer müssen doch …«
   Antonia öffnete die Tür ihres kleinen Peugeot und bugsierte die Tante etwas lieblos auf die Beifahrerseite. Ehe sie sich noch anhörte, dass die Männer an ihrer Tür Schlange stehen müssten, schloss sie die Beifahrertür, ging um den Wagen herum und setzte sich auf die Fahrerseite.
   »Als ich in deinem Alter war, da war Jens schon zwei Jahre alt und ich mit Jan gerade schwanger. Ach, aber das waren andere Zeiten.«
   Antonia fuhr vorsichtig aus der Parklücke. Da war ein Schluchzen gewesen, das hatte sie deutlich gehört. Ein Schluchzen und eine unendliche Verzweiflung, die sie selbst niemals verspürt (...)

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