Isabella Falk

Romantik & tiefe Gefühle

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Die Gräfin der Wölfe

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Die lebenslustige und intelligente Prinzessin Amalia von Falkenstein, geboren 1682, lebt in einer Zeit, die geprägt ist von Hexenglauben und aufkommender Vampirhysterie. Die Tochter des Fürsten von Torgelow ist mit einem unglückseligen Makel geschlagen, doch obwohl sie deshalb unter ihrem Stand heiraten muss, ist sie glücklich über ihre Vermählung mit dem Grafen von Falkenstein. Voller Vorfreude auf ihr neues Leben zieht sie mit ihm auf seine Burg. Der Einzug durch das Dorf wirft jedoch dunkle Schatten auf ihre junge Liebe. Ein missgestaltetes Kind wird geboren, kaum dass der Graf und Amalia die kleine Gemeinde passiert haben. Die abergläubigen Dörfler geben der neuen Gräfin die Schuld. Amalias Stand wird immer schwerer, und als sie beginnt, die Milch von Wölfen zu trinken, um ihre Fruchtbarkeit zu steigern, ist es um die Loyalität der Dorfbewohner vollends geschehen. Aberglaube, Gehässigkeit, Furcht und mangelndes Mitgefühl reißen Amalia in tiefe Verzweiflung. Schließlich diagnostiziert der langjährige Hofarzt ihres Gemahls auch noch die teuflische Krankheit: Vampirismus!

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Vita

Isabella Falk

Mein Name ist Isabella Falk, geboren 1965 in Saarbrücken, wo ich bis heute lebe. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und wenigen Berufsjahren in unterschiedlichen Unternehmen setzte ich meine Schwerpunkte neu und kümmerte mich fortan um die Erziehung zweier teilweise schwer kranker Pflegekinder. Während eines der beiden Mädchen nach acht Jahren Pflege in die Obhut seiner Mutter zurückging, wurde die andere zum Glück vollständig gesund. Heute ist sie erwachsen und lebt ganz in meiner Nähe. Von 1998 bis Dezember 2010 arbeitete ich als Führungskraft in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit ein paar Jahren habe ich mein Hauptaugenmerk auf das Schreiben gelegt. Außerdem mache ich eine Umschulung zum Webmaster. In meinem Leben habe ich viele Romane geschrieben und wieder verworfen, bis ich vor wenigen Jahren einen Schreibkurs bei dem Schriftsteller Rainer Wekwerth belegte. Dort sind Teile der „Gräfin“ entstanden. Den letzten Schliff bekam das Manuskript schließlich in der Zusammenarbeit mit Susanne Strecker, von der ich ebenfalls sehr viel über das Schreiben gelernt habe.

Leseprobe

Prolog
Winter 1651


Fester drückte Veit die schwielige Hand seines Vaters und ließ den Blick vorsichtig umherschweifen. Noch immer strömten die Menschen vom Dorf auf den Platz. Manch einer höhnte, andere spotteten, beinahe alle flüsterten.
   Er sah zu seiner Mutter auf, die sich verstohlen mit der Schürze über die Augen wischte. Keiner von ihnen wollte heute hier sein. Mutter hatte Vater gebeten, dass wenigstens Veit zu Hause bleiben dürfe, er sei doch noch so klein, doch Vater hatte still und traurig in der Tür gestanden und den Kopf geschüttelt.
   Es war bereits Veits fünfter Winter. Längst war er alt genug.
   Jeder, der an diesem Morgen nicht zum Richtplatz ginge, machte sich und die Seinen verdächtig, auch wenn er nicht genau wusste, was das Wort bedeutete. Es klang aus Vaters Mund bedrohlich, und Veit wollte auf keinen Fall schuld sein, dass jemand verdächtig war. Also biss er die Zähne aufeinander und schritt neben seinen Eltern einher. Er zitterte und spürte sein Herz klopfen vor banger Erwartung.
   Da ging ein Raunen durch die Menge. Die Köpfe drehten sich nach links in die Richtung, aus der vor wenigen Augenblicken der glutrote Sonnenball aus der mit Raureif überzogenen Ackerkrume aufgestiegen war.
   Rumpelnd zog ein klapperdürrer Esel eine Karre auf den Platz. Es schien, als wären Wesen auf die Karre gebunden. Wesen aus einer anderen Welt, die aufrecht in den Seilen hingen und sich kaum bewegten. Veit musste sich auf die Zehenspitzen stellen, um genauer zu erkennen, was vor sich ging. Zwischen verdrehten Gliedmaßen erkannte er eine Gefangene, es war eindeutig eine Frau, mit einer klaffenden Wunde quer über der kaum bedeckten Brust.
   Das müsste dringend verbunden werden, dachte er und sah unwillkürlich zu seiner Mutter auf, ein Anblick, der ihm den Atem nahm. Was er in den sonst so sanften Augen erkannte, ließ ihn alles andere vergessen. Mutter starrte auf die Karre, blankes Entsetzen im Blick. Ihr Mund stand offen und ein Speichelfaden lief an ihrem Kinn herunter.
   Sein Herz verkrampfte sich. »Mama«, flüsterte er, doch sie schien ihn nicht zu hören. Widerwillig folgte er ihrem Blick.
   Was war es, das sie so erschreckte? Er blinzelte in das junge Tageslicht. Da erkannte er sie; ohne Vorwarnung. Ihr Anblick schlug ihm auf den Magen. Er schluckte bittere Flüssigkeit, die aufstieg, als hätte er zu viel aus dem Honigtopf genascht.
   Die Menschen auf dem Karren hatten Gesichter bekommen und eines davon kannte er. An ihm haftete die Erinnerung an ein fröhliches Lachen und an saftige, süße Äpfel. Entsetzt zog er an Vaters Arm.
   Der beugte sich herab, strich ihm übers Haar und flüsterte in sein Ohr. »Du darfst es Ilonka nicht erzählen, versprich mir, dass du es nicht Ilonka erzählst, niemals!« Seine Stimme klang ernst, zitterte beinahe.
   Veit versprach es. Jetzt wusste er sicher, wer diese Frau war, die nun, gleich den anderen, von der Karre gezerrt wurde.
   Die Gefangenen stützten einander und humpelten zur Richt-stätte, wo die Scheiterhaufen schon aufgeschichtet waren. Evženka Richterová, Ilonkas Mutter, schritt in der Mitte. Beinahe aufrecht, doch bereits nach wenigen Schritten war sie gezwungen, stehen zu bleiben. Einer ihrer früheren Nachbarn hatte sich vor ihr aufgebaut und spuckte ihr sorgfältig zielend ins Gesicht. Evženka ging weiter, ihre Haltung scheinbar unverändert. Nur wer genau hinsah, erkannte, dass ihre Schultern noch ein wenig mehr gestrafft waren.
   Mit sicheren, raschen Bewegungen wurden die Frauen an die Pfähle gebunden. Sie standen still, keine sprach.
   Teilnahmslos erhob der Richter seine Stimme. »Nach langer Beratung und reiflicher Überlegung haben der gestrenge Herr Richter und seine Getreuen, zu Sidonius im Jahre sechzehnhunderteinundvierzig, ein Urteil über die hier versammelten Weiber gesprochen. Dabei handelt es sich um die Ludmilla Vess, Witwe des George Vess sowie ihre Schwester Hildegarda Ostrava, die niemand geheiratet hat und die ihrem Vater die Wirtschaft führte, und letztlich die Bäuerin und Witwe des Vlad, Evženka Richterová. Sie alle haben, nach erfolgter peinlicher Befragung, ohne Zwang gestanden, mit dem Teufel im Bunde zu (...)

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