Andrea Klier

Fantasyromane

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Sturmwind - Die Tochter der Magierin

Kurz nach ihrem zehnten Geburtstag erfährt Laura, dass sie die Tochter einer Magierin ist und von einem Tag zum anderen verändert sich ihr ganzes Leben. Unglaubliche Abenteuer warten auf sie, die sie nur mithilfe ihrer beiden Freundinnen Lea und Lotta bestehen kann. Nun bekommen ihre seltsamen Träume, die sie seit frühester Kindheit plagen, einen Sinn. Mit einem Mal weiß sie, weshalb sie Winde und Stürme hervorrufen kann, eine Eigenschaft, die ihr eines Tages das Leben retten wird. Aber können Laura und ihre Freundinnen es wirklich schaffen, den geheimnisvollen Zauberstab zu finden und vor dem bösen Kallator in Sicherheit zu bringen, um ihn auf dem alle 13 Jahre stattfindenden Hexenkongress den rechtmäßigen Besitzerinnen zu übergeben? Und was hat es mit dieser geheimnisvollen Truhe auf sich und dem magischen Stein? Alles Fragen, die auf eine Antwort warten ... "Sturmwind - Die Tochter der Magierin" wurde 2002 als bestes Kinderbuch mit der Kalbacher Klapperschlange ausgezeichnet und auch ins Chinesische übersetzt.

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    Andrea Klier

Vita

Andrea Klier arbeitet seit 1997 als freie Autorin. Schon mit 11 Jahren wollte sie Schriftstellerin werden, doch bevor sich dieser Traum erfüllte, war sie über 24 Jahre als Hebamme tätig. Ihr Roman-Debüt „Sturmwind - Die Tochter der Magierin“ wurde auch ins Chinesische übersetzt und mit dem Literaturpreis „Die Kalbacher Klapperschlange“ für das beste Kinderbuch 2002 ausgezeichnet. Seit 1997 hat sie zahlreiche Kurzgeschichten, wahre Geschichten, Fach- und Sachartikel veröffentlicht, ebenso 4 Hörbücher und E-Books. Sie ist Mitautorin mehrerer Heftroman-Reihen und schreibt unter verschiedenen Pseudonymen.

Leseprobe

1. Der Entschluss


Mit Leichtigkeit kletterte die Katze auf den hohen Kirschbaum und sprang mit einem Satz auf das Fensterbrett im dritten Stock. Ein eisiger Wind zerzauste ihr schwarzes Fell, doch das Tier blieb geduldig vor dem Fenster sitzen und starrte in das Zimmer. Drinnen war alles dunkel. Die kahlen Äste raschelten im Wind und endlich ging das Licht an.

Mit einem Knall fiel die Zimmertür ins Schloss. Laura hämmerte wie eine Verrückte mit den Fäusten gegen die Wand, dann griff sie nach einem Schulordner und schleuderte ihn auf den Tisch. Wütend trat sie gegen den Schrank und fegte alle Bücher vom Regal. Eine kleine violette Vase fiel zu Boden und zerbrach. Es war ein Geschenk ihrer Mutter. Laura kniete erschrocken davor nieder. Ihr Zorn war schlagartig verflogen. Sie sammelte die Scherben auf, doch im gleichen Augenblick zuckte sie zusammen. Die Tür öffnete sich und ihr Vater stand vor ihr.
   »Nimm dich sofort zusammen! Auch wenn du heute zehn Jahre alt geworden bist, musst du tun, was ich dir sage. Du wirst deine Großmutter nicht wiedersehen. Das gilt seit dem Tod deiner Mutter und wird auch weiterhin so bleiben. Ich hoffe, wir haben uns verstanden?«
   »Ich verstehe überhaupt nichts«, rief Laura. »Seit Mama tot ist, darf ich nie mehr allein aus dem Haus gehen. Warum? Was hab ich denn verbrochen? Ich will doch nur meine Großmutter besuchen. Sie mag mich wenigstens, aber du hast sie ja noch nie leiden können. Und ob du es hören willst oder nicht: Meine Mutter war dort auch glücklich, viel glücklicher als hier bei dir.« Laura blickte in das versteinerte Gesicht ihres Vaters. Sie wusste, dass sie ihn mit ihren Worten verletzt hatte. Aber es war die Wahrheit.
   »Du wirst sie nicht wiedersehen, egal ob du es verstehst oder nicht.« Seine Stimme klang eiskalt. Er drehte sich um und verließ ohne ein weiteres Wort das Zimmer.
   Laura blickte hasserfüllt auf die geschlossene Tür und nur die Scherben in ihren Händen verhinderten einen neuen Wutanfall. Behutsam legte sie die Reste der Vase auf die Kommode und nahm die Fotografie, die darauf stand, in ihre Hand. Lange betrachtete sie das Bild ihrer Mutter. Sie war kurz nach ihrem fünften Geburtstag gestorben. Und seit diesem Tag hatte sich Lauras Leben verändert. Am Anfang war ihr Vater noch traurig und verzweifelt. Doch dann wurde er mit jedem Tag härter, ungerechter und verbitterter. Nichts konnte sie ihm mehr recht machen. Doch das Schlimmste war: Sie durfte ihre Großmutter nicht mehr sehen.
   Laura musste an ihre vielen Auseinandersetzungen über diese Besuche denken. Sie hatte schnell gelernt, ihre Gedanken und Gefühle vor ihrem Vater zu verstecken. Doch es gab noch etwas, was sie nicht verstehen konnte. Sie wusste damals schon, dass sie irgendwie anders war. Anders als andere Menschen, etwas stimmte nicht mit ihr. Laura wusste, dass sie eine Kraft besaß, deren Ursache sie nicht erklären konnte.
   Ein greller Blitz erhellte das Zimmer. Kurz darauf ertönte der Donner. Das Gewitter war nicht weit entfernt. Laura stellte das Bild ihrer Mutter wieder zurück auf seinen Platz. Müde und enttäuscht legte sie sich auf ihr Bett und dachte noch lange nach. Dann fiel sie in einen unruhigen Halbschlaf.

Der Wind rüttelte am Fenster, als Laura von ihrer Großmutter träumte. Ihr Gesicht war verschwommen, denn Laura konnte sich nicht mehr daran erinnern. Nur eines hatte sie nicht vergessen: ihre großen, schwarzen Augen. Genau die gleichen Augen, wie sie auch Laura und ihre Mutter hatten. Das Bild ihrer Großmutter verschwand wieder und sie träumte von Lea und Lotta. Die Freundinnen tanzten im Kreis und schwebten wie auf Wolken. Dann näherten sie sich lautlos und hielten ihr lachend die Hände entgegen.
   Der Wind peitschte heftig gegen das Fenster und der Blitz schlug irgendwo in der Nähe ein. Laura zuckte zusammen und öffnete die Augen.
   Ich muss mich den beiden anvertrauen, schoss es ihr durch den Kopf. Sie sprang aus dem Bett und blickte aus dem Fenster. Draußen tobte der Sturm. Ein Schatten bewegte sich. Sie sah gerade noch, wie die schwarze Katze auf den gegenüberliegenden Kirschbaum sprang. Entschlossen lehnte Laura ihre Stirn an das kalte Fensterglas.
   Auch das mit dem Sturm würde sie ihnen erzählen.
   Eine (...)

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