Andrea Klier

Fantasyromane

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Das verzauberte Diätbuch

Lilli Wagemut ist dreißig Jahre alt und hat ein Problem. Sie liebt gutes Essen und Schlemmen über alles, will aber dennoch schlank sein. Auch auf Drängen ihres Verlobten tut sie alles, um ihre Traumfigur zu erreichen. Als sie einen Geheimtipp zum Abnehmen erhält, scheint ihr Problem gelöst. Doch Lilli erkennt bald, dass die Benutzung ihres genialen Diätbuches nicht ganz ohne Tücken ist. Als Lilli dann auch noch Leo kennenlernt, muss sie sich mächtig anstrengen, um sich gegen seine kulinarischen Versuchungen zu wappnen. Obwohl sie nur mit Extremsport dagegen angehen kann, fühlt sie sich bei diesem Mann geborgen. Eines Tages macht ihr Leo ein Geständnis und ihr Leben stellt sich auf den Kopf. Ausgerüstet mit ihrem verzauberten Buch, einem Fotoband und einem Ring stellt sich Lilli allen Herausforderungen, Verwicklungen und Hürden, um Leo von seinem Fluch zu befreien und das Versprechen einzulösen, das sie ihm gegeben hat.

Shoppen bei: Amazon Beam iTunes Thalia Tolino
  • Andrea
    Klier
    E-Book: 3.99 €
    Taschenbuch: 14.99 €
  • Andrea Klier
    Das verzauberte Diätbuch
  • Das verzauberte Diätbuch
    Andrea Klier

Vita

Andrea Klier arbeitet seit 1997 als freie Autorin. Schon mit 11 Jahren wollte sie Schriftstellerin werden, doch bevor sich dieser Traum erfüllte, war sie über 24 Jahre als Hebamme tätig. Ihr Roman-Debüt „Sturmwind - Die Tochter der Magierin“ wurde auch ins Chinesische übersetzt und mit dem Literaturpreis „Die Kalbacher Klapperschlange“ für das beste Kinderbuch 2002 ausgezeichnet. Seit 1997 hat sie zahlreiche Kurzgeschichten, wahre Geschichten, Fach- und Sachartikel veröffentlicht, ebenso 4 Hörbücher und E-Books. Sie ist Mitautorin mehrerer Heftroman-Reihen und schreibt unter verschiedenen Pseudonymen.

Leseprobe

Erster Teil
Gesündigt

Eine Frau ohne Bauch ist wie der Himmel ohne Sterne


1
Totaler Frust

»Lilli! Sag doch was! Ist dir schlecht? Hast du Hunger?« Katrin betrachtete ihre Freundin, die stumm in der Küche hockte und auf die Tischdecke starrte. Die junge Frau war blass bis in die Lippen, und ihre Hände zitterten. Offensichtlich war Lilli wieder einmal dabei, sich auf Größe sechsunddreißig zu hungern, das absolute Traummaß ihres Verlobten für die Frau seiner Wahl. Lilli schüttelte den Kopf.
   Katrin biss die Zähne zusammen. Heute Nacht würde sie nach Indien fliegen und alles hinter sich lassen. Und jetzt saß Lilli wie ein Häufchen Elend vor ihr. Katrin lehnte sich gegen das Küchenbord und betrachtete die Freundin.
   Rote Locken, bis zum Nacken geschnitten, umrahmten ein hübsches Gesicht. Lilli sah mit ihren fast dreißig Jahren noch immer wie eine Zwanzigjährige aus. Dazu trugen die Sommersprossen auf der hübschen Nase und die verträumten blauen Augen wesentlich bei.
   Katrin holte einen Stuhl und setzte sich an den Tisch. »Seit wann machst du diese Diät?«
   »Seit einer Woche. Es sind ja nur noch drei Monate bis zur Hochzeit. Bis dahin muss mir sechsunddreißig passen, aber ich stecke bei achtunddreißig fest. Es will einfach nichts mehr runter.«
   »Das ist natürlich eine Katastrophe. Wer will schon als pummlige Braut zum Altar schreiten?« Katrin runzelte die Stirn.
   »Mach dich nur über mich lustig.« Lilli starrte auf ihre Hände. »Jochen wünscht sich eben eine hübsche Braut. Logisch. Er selbst sieht auch umwerfend aus.«
   »Natürlich! Im Augenblick platzt du ja aus allen Nähten. Mensch Lilli! Du bist schlank, bewegst dich toll und besitzt Ausstrahlung. Vor einem Jahr hattest du noch Größe zweiundvierzig, und das stand dir wesentlich besser.« Sie fasste nach Lillis Hand. »Wann begreifst du endlich, dass du auch mit zwanzig Kilo mehr auf den Rippen einfach süß bist? Komm, holen wir uns was vom Bäcker und hauen tüchtig rein. Dann bist du wieder die Alte.«
   »Ich habe keinen Hunger.« Lilli stand auf und lief zum Fenster. Draußen regnete es in Strömen. »Dieses Wetter passt zu meiner Stimmung.«
   »Vielleicht, nur dass du nicht hungrig bist, glaube ich dir nicht.«
   »Es ist aber so.« Lilli drehte sich um. »Diese Diät quält mich. Trotzdem habe ich die Woche durchgehalten. Und das bei all meinen Träumen. Du kamst auch drin vor. Wir saßen in der Konditorei und haben uns über die Schwarzwälder Kirschtorte hergemacht. Heute Nacht stand ich vor einem voll beladenen Buffet. Danach bin ich schweißgebadet aufgewacht. Den ganzen Tag knurrt mir schon der Magen. Da habe ich mir gedacht, iss doch eine Kleinigkeit. Wirklich nur eine Kleinigkeit, damit ich nicht immer so frustriert bin.« Sie strich sich die Haare aus der Stirn. »Nach diesem Entschluss hatte ich gleich bessere Laune und mir ein Stück Käse genommen. Camembert mit fünfundsechzig Prozent Fettgehalt. Wirklich nur ein Stück. Und weil ich auf das Brot verzichtet habe, gleich noch eine Tomate. Es ging mir sofort besser. Der Käse war wunderbar cremig. Schließlich habe ich mir überlegt, dass ein Vollkornbrot dazu nicht schaden würde. Die Pflaumenmarmelade war auch lecker. Dann wurde ich wagemutig. Wer wie ich mit Nachnamen Wagemut heißt, darf das sein«, fügte sie hinzu. »Schließlich stand da noch die Schüssel Nudelsalat und ein Stück Sahnetorte im Kühlschrank. Danach ging es mir allerdings nicht mehr so gut, und ich bin zu meinem Käsebrot, diesmal mit süßsauer eingelegten Gurken zurückgekehrt. Leider hielt das Glücksgefühl nicht lange an. Das heulende Elend kam kurz vor dem Regen.«
   Katrin lachte auf. »Besser kannst du eine Diät nicht beenden. Endlich kann ich beruhigt abfliegen. Jetzt ist mir klar, warum du keinen Hunger mehr hast.«
   »Hunger nicht«, sagte Lilli, »aber vertragen könnte ich noch was. Eine Suppe oder vielleicht eine Pizza. Ich fühle mich ganz zittrig.«
   »Wahrscheinlich Unterzucker. Dagegen können wir etwas tun. Lass uns in die Pizzeria gehen. Ich lade dich ein.« Sie bemerkte, dass Lilli zögerte.
   »Das Angebot ist verlockend, aber auch der Todesstoß meiner Diät. Andererseits ist der Diättag sowieso (...)

Mehr Leseempfehlungen