Joanne St. Lucas

Romantik & tiefe Gefühle

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Rückkehr des Herzens - Lake Anna 2

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Kann man ein neues Leben an dem Ort beginnen, an dem die Vergangenheit bereits auf einen wartet? Nach zwölf Jahren in Portland kehrt Sara Cross nach Lake Anna zurück und tauscht die Hektik der Notaufnahme gegen eine beschauliche Landarztpraxis. Schnell stellt sie fest, dass sich ihr Heimatort ebenso wenig verändert hat wie die Menschen, die hier leben. Allen voran Max Bennett, der Schwarm ihrer Jugend. Ein Einsatz der Bergrettung zwingt die beiden zu einem ungewollten Campingabenteuer. All die aufgestauten Gefühle, die seit Saras Rückkehr zwischen ihnen brodeln, entladen sich in dieser einen Nacht – die nicht ohne Folgen bleibt. Als sich Max der Konsequenzen bewusst wird, bittet er Sara aus Pflichtgefühl, ihn zu heiraten, doch sie lehnt ab. Schon einmal hat sie um die Liebe eines Mannes gekämpft, dem sie nicht genug war. Eine Vernunftehe kommt für sie nicht infrage. Sie will den Mann, den sie liebt ganz – oder gar nicht.

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Vita

Joanne St. Lucas

Joanne St. Lucas ist das Pseudonym, unter dem Jane Luc ihre romantischen Romane veröffentlicht. Es gibt nicht viele Garantien im Leben ... aber bei Joanne ist zumindest ein Happy End garantiert. Immer.

Leseprobe

Prolog

Sara schob sich ein Stück Schokolade in den Mund und ließ es auf der Zunge zergehen. Sie spürte, wie der Zucker aus der Süßigkeit in ihren Blutkreislauf überging und sie mit neuer Energie versorgte, die sie nach der langen Fahrt dringend brauchte, um auch noch die letzte halbe Stunde hinter sich bringen zu können. Mit einem Schluck Cola spülte sie nach.
   Ein Blick in den Rückspiegel sagte ihr, dass ihre Tochter tief und fest schlief. Leise öffnete sie die Autotür und stieg aus. Der Kies knirschte unter ihren Füßen, als sie langsam über den Parkplatz ging und an das Geländer trat. Das alte, verwitterte Holz trennte sie von der Schlucht, die sich in der Dunkelheit unsichtbar mehrere Hundert Meter unter ihr erstreckte. Sie hatte am Aussichtspunkt des Big Cloudes-Passes gehalten. Im Sommer war dieser Fleck ein Touristenmagnet. Jetzt, im Herbst – und mitten in der Nacht –, lag er still und verlassen da. Nicht mehr lange, und die schmale Passstraße würde für den Winter gesperrt werden.
   Sara sog die klare Luft ein. Um sie herum roch es nach dem Nadelwald, der unterhalb des Aussichtspunktes lag. Der Duft ihrer Kindheit.
   Sie spürte das Holz des Geländers unter ihren Händen und schloss die Augen. Links von sich konnte sie das Dröhnen des Thunder Falls hören. Der Wasserfall mündete in den Lake Anna, den See, an dem ihre Heimatstadt lag.
   Sara legte den Kopf in den Nacken und hob die Lider. Über ihr breitete sich das Meer der Unendlichkeit aus, ein Sternenteppich, der an Schönheit nicht zu überbieten war. In Portland hatte sie nur selten einen Blick für die Sterne übrig gehabt. Überhaupt hatte sie in letzter Zeit wenig Schönes zu sehen bekommen. Ein kleines, schneeweißes Gesicht drängte sich vor ihr inneres Auge. Blut, das in einem nicht enden wollenden Strom über ihre grünen Latexhandschuhe lief.
   Verdammt! Sara schüttelte den Kopf, um die Erinnerungen loszuwerden. Sie kehrte nach Lake Anna zurück, um Abstand zwischen sich und die Notaufnahme der Uniklinik in Portland zu bringen. Hier erwartete sie ein völlig anderes Leben. Keine Messerstechereien. Keine Schießereien, bei denen kleine siebenjährige Mädchen ums Leben kamen. Das blasse Gesicht wollte sich wieder in ihre Gedanken schieben. Sie drängte es entschlossen zurück.
   Ihr Blick wanderte über den See, der tief unter ihr im Mondlicht glitzerte. Die Stadt konnte sie nur erahnen. Um diese Zeit waren die Lichter in den Häusern längst gelöscht. Ein Stück weiter links machte sie die Umrisse der Bennett-Ranch aus. Ihr erstes Zuhause. Die erste Liebe. Das erste gebrochene Herz.
   Brannte im Ranchhaus noch Licht? War Max noch wach? Oder täuschte sie sich? War es nur eine Spiegelung des Mondlichts im Wasser? Wahrscheinlich. Rancher gingen mit den Hühnern ins Bett.
   Mit einer etwas heftigen Bewegung drehte sie sich um und lief zu ihrem Wagen zurück. Es gab viele Gründe, nach Lake Anna zurückzukehren. Max Bennett wiederzusehen war keiner davon.

1.
Ein halbes Jahr später

Sara schlüpfte in die Ugg Boots und zog ihre Daunenjacke über den Schlafanzug. Mit der Kaffeetasse in der Hand trat sie aus dem Haus und lehnte sich gegen den Verandapfosten an der Treppe. Sie genoss die Strahlen, die den Frühling ankündigten, obwohl dem Kalender nach bald der Sommer Einzug halten müsste. Es war noch nicht wirklich warm – genau genommen war der Wind, der von den Bergen herunterfegte, eisig kalt – aber sie vertraute fest darauf, dass das Frühjahr nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Der Schnee im Tal war zu großen Teilen geschmolzen, das Eis auf dem Lake Anna verschwunden, aber das Wetter in den Bergen war trügerisch. Mitte Mai musste man noch mit der Rückkehr des Winters rechnen, oder zumindest mit seinem letzten Versuch, die Herrschaft über die Jahreszeiten zu übernehmen.
   Sie vertraute auf einen Sieg des Frühlings. Bald würden die ersten mutigen Frühjahrsblüher ihre Köpfe aus dem kalten braunen Boden strecken und die Bäume zu blühen beginnen. Es wäre warm genug, ein paar hübsche bunte Blumentöpfe auf die Veranda zu stellen und hinter dem Haus den kleinen Kräutergarten, von dem sie schon lange träumte, anzulegen.
   Ihren ersten Winter seit ihrer Rückkehr nach Lake Anna hatte sie genossen. Aber (...)

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