Joanne St. Lucas

Romantik & tiefe Gefühle

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Heimat des Herzens - Lake Anna 4

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Katie Travis kann es nicht fassen, als Ewan Blake vor ihr steht, um sich im Lake View Inn einzumieten. Vor zwölf Jahren hat er die Stadt bei Nacht und Nebel verlassen – und sie glaubte nicht dran, ihn jemals wiederzusehen. Nun ist er zurück und bereit, ihr Leben auf den Kopf zu stellen. Seine Anziehungskraft scheint stärker als je zuvor, sein Blick lässt ihr Herz schneller schlagen und seine Berührungen erinnern sie an längst vergessene Zeiten. Es wäre so einfach, sich auf ihn einzulassen, doch ihre Welt hat sich seit seinem Weggang weitergedreht. Katie trägt Verantwortung. Für die Pension. Für ihre Kinder. Und sie hat ein Geheimnis, von dem Ewan keinesfalls erfahren darf.

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Vita

Joanne St. Lucas

Joanne St. Lucas ist das Pseudonym, unter dem Jane Luc ihre romantischen Romane veröffentlicht. Es gibt nicht viele Garantien im Leben ... aber bei Joanne ist zumindest ein Happy End garantiert. Immer.

Leseprobe

Prolog

Ewan befand sich inmitten einer Staubwolke. Zumindest fühlte er sich so. Nicht erst, seit er in Frankfurt aus dem Flieger gestiegen war. Der Dreck hatte sich irgendwo zwischen dem syrischen Pulverfass Aleppo und der türkischen Grenze in seinen Kleidern festgesetzt. Auf dem Flug von Adana nach Istanbul hatte er seinen Mund ausgetrocknet, und auf dem Weg nach Deutschland begannen die feinen Schmutzkörnchen schließlich, in seinen Augen zu reiben.
   Erschöpft sammelte er seine Ausrüstung und sein Gepäck – zumindest das, was davon übrig geblieben war – vom Band und schleppte sich ins Flughafenhotel. Er checkte ein und ließ in seinem Zimmer alles fallen, wo es war. Ihm blieben eineinhalb Tage bis zu seinem Weiterflug nach Los Angeles. Zeit, die er nach einer mindestens einstündigen Dusche ausschließlich mit Schlafen und Essen verbringen wollte.
   Bevor er sich in diesen himmlischen Zustand versetzen konnte, bestanden seine drei letzten Pflichten darin, seinen Redakteur davon in Kenntnis zu setzen, dass er noch am Leben war, seine Verlobte anzurufen und seine Mailbox abzuhören. Sein Handy war im syrischen Bürgerkriegsgebiet verloren gegangen. Das war zu diesem Zeitpunkt nicht weiter schlimm gewesen. Mobilnetzempfang oder gar Internetzugang hatte es in der wilden Grenzregion, in die er die Freiheitsarmee begleitet hatte, sowieso nicht gegeben.
   Irgendwann musste er seinen Beitrag für die L. A. Times schreiben. Aber das hatte Zeit. Der Flug nach Hause würde sich sowieso endlos ziehen.
   Nach Hause. Bei diesem Gedanken setzte sein Herz wie immer einen Schlag aus. Zu Hause war nicht das winzige Bergstädtchen in Montana, in dem er aufgewachsen war. Seine Wahlheimat hieß Los Angeles, eine schnelllebige, pulsierende Stadt, in der es sich wunderbar aushalten ließ. Warm und lebendig. Sonne, Strand und Meer.
   Im Moment war es an der Westküste der USA drei Uhr morgens. Er hinterließ Bud eine Mitteilung mit seinem aktuellen Aufenthaltsort, seinen Flugdaten und der groben Idee für seinen Beitrag in der Zeitung. Anschließend wählte er die Nummer für die Fernabfrage seiner Mailbox. Er hatte Jessica gebeten, seine Nachrichten regelmäßig abzuhören und sich um die Dinge zu kümmern, die er selbst aus dem Krisengebiet nicht regeln konnte.
   Sechsundzwanzig Nachrichten. Er trank einen Schluck Wasser, um das sandige Gefühl hinunterzuspülen. Er würde sich nicht alles anhören, nur durchklicken, ob etwas Wichtiges dabei war. Auf Jess war Verlass. Sie managte sein Leben aus der Ferne so gut wie möglich und hatte alles im Griff. Die ersten beiden Nachrichten stammten von seinem Versicherungsvertreter, eine von einer Fernsehproduzentin, die ihn um einen Rückruf wegen eines interessanten Projektes bat. Die vierte Aufzeichnung ließ ihn im ersten Moment schmunzeln. Sein knurriger Cousin Max aus den wilden Bergen, der es hasste, zu telefonieren. Das hatte zur Folge, dass er nur selten anrief, genau genommen nur einmal im Jahr, zu Ewans Geburtstag. Was wollte er also? Ewan lauschte den wenigen wütenden Sätzen, die Max von sich gab und spürte, wie das Lächeln aus seinem Gesicht verschwand. Bevor die nächste Nachricht abgerufen wurde, spielte er die Informationen noch einmal ab. Und noch einmal.
   »Ewan, du Idiot«, ließ sich Max, begleitet von einem dumpfen Rauschen, vernehmen. »Wir verstehen es, dass du mehr Spaß daran hast, dich in der Weltgeschichte herumzutreiben, als dich mit uns auseinanderzusetzen. Trotzdem verhältst du dich im Moment wie das letzte Arschloch. Dein Vater ist gestorben, Mann. Er ist tot, verstehst du? Wenn du schon nicht bereit bist, ihm die letzte Ehre zu erweisen, lass uns wenigstens wissen, was deine Wünsche für seine Beerdigung sind. Und setz dich mit Alex in Verbindung. Sie muss dir sein Testament eröffnen. Meine letzten drei Anrufe hast du ignoriert. Wenn ich dein hässliches Gesicht nicht regelmäßig über den Bildschirm flimmern sehen würde, wäre ich mir nicht sicher, ob es dich überhaupt noch gibt. Das ist mein letzter Anruf. Wenn du nicht reagierst, kümmern wir uns selbst um Onkel George.« Für einen Moment herrschte Stille in der Leitung, bevor Max weitersprach. »Pass auf dich auf, Kleiner.«
   Ewan legte sein Handy auf den Nachttisch und nahm drei Whiskeyfläschchen aus der Minibar. Konzentriert schraubte er die erste auf, (...)

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