Ylvi Walker

Romantik & tiefe Gefühle

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Polarglut

Klirrende Kälte und vollkommene Abgeschiedenheit. Rowan Madison arbeitet als Biologin in einer abgelegenen Forschungsstation in Alaska, obwohl sie viel ehrgeizigere Pläne hatte. Bei einer Exkursion findet sie den verletzten und mysteriösen Alan Lymont und nimmt ihn mit ins Innere, weil ein Schneesturm bevorsteht. Kaum, dass die Forschungseinrichtung durch den Schneesturm von der Außenwelt abgeschlossen ist, geschehen merkwürdige Dinge, die in einem Mord gipfeln. Die anderen Mitglieder ihres Forschungsteams misstrauen Alan. Der Schuldige ist somit schnell ausgemacht, doch Rowan zweifelt. Sie entwickelt Gefühle für Alan. Kann sie ihrem Herz und Alan wirklich vertrauen, obwohl alle Beweise gegen ihn sprechen?

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    Ylvi Walker

Vita

Ylvi Walker wurde in den späten Siebzigern in Deutschland geboren. Sie wuchs mit allerlei Getier in einem idyllischen Dörfchen auf. Ihr Berufswunsch stand schon relativ früh fest und sie ist konsequent dabei geblieben. Entgegen ihrer persönlichen Vorliebe für die Farbe schwarz, trägt sie beruflich weiß. Das Schreiben entdeckte sie bereits in jungen Jahren für sich. Ihre Kurzgeschichten füllen etliche Notizbücher, doch nur wenige eignen sich für die Publikation. Erst in der Elternzeit mit ihrer Tochter widmete sie sich ihrem ersten großen Schreibprojekt: einem Vampirroman, den sie bis heute keinem Verlag vorgestellt hat.

Leseprobe

Kapitel 1

»Wo gehen Sie hin, Miss Madison?« Ihr Chef und Leiter der Forschungsstation Professor Doktor Seamus Erskine blickte Rowan fragend an. »Wir haben eine Unwetterwarnung für die nächsten Stunden. Ein schlechter Zeitpunkt für einen Spaziergang.« Er fuhr sich durch sein an den Schläfen ergrautes Haar und blies die Backen auf.
   Unbeirrt schlüpfte Rowan in den grauen Thermooverall, der die eisigen Temperaturen Alaskas fernhalten sollte. Sie wusste um den angekündigten Schneesturm. Nach mehr als zehn Tagen um die dreißig Grad unter dem Gefrierpunkt zeigte das Thermometer heute halbwegs annehmbare Temperaturen. Sie war kurz vor einem Lagerkoller. Seit fast eineinhalb Jahren forschte sie als Biologin an Erskines privater Forschungsstation am Fuße des Mount Blackburn im Wrangell-St.-Elias-Nationalpark, aber dieser Winter war härter als der davor. Ihr fiel die Decke auf den Kopf. Seit Wochen arbeitete sie nur in ihrem fensterlosen Labor im Keller. Kuschlig warm, doch es schlug ihr aufs Gemüt, kein Tageslicht zu sehen. Sie musste raus, um etwas frische Luft zu schnappen, sei es nur für fünf Minuten.
   »Rowan? Dürfte ich wissen, was Sie vorhaben?« Erskine lachte freudlos und legte den Kopf abwartend schief.
   Rowan zog ihre doppelt gefütterten Thermostiefel über. »Meine Proben vom Gletscher sind aufgebraucht. Ich wollte mir schnell ein paar neue holen, bevor die Temperaturen erneut fallen. Der Zeitpunkt ist ideal. Ich bin in einer halben Stunde zurück. Wir sitzen dank des Sturms mehrere Tage fest und ich brauche die Proben, um meine Forschungen fortzuführen.«
   Erskine verschränkte die Arme vor der Brust, kratzte sich nachdenklich an seinem stoppligen Kinn. Vor ein, eher zwei Jahrzehnten war er vermutlich ein attraktiver Mann gewesen, interessant wirkte der Endfünfziger selbst heute noch. »Dann nehmen Sie jemand von Seans Team mit.«
   Sicherlich würde er sie gleich an das Protokoll erinnern. Exkursionen außerhalb der Station waren nur zu zweit zulässig, das wusste sie. Doch sie wollte keinen Gewaltmarsch hinter sich bringen. »Das kostet nur unnötige Zeit. Seans Männer sind mit den Vorkehrungen wegen des Sturms beschäftigt. Ich bleibe immer in Sichtweite der Station. Aber wenn Sie darauf bestehen, dann können Sie mich begleiten, Professor Erskine.«
   Er lachte, schüttelte den Kopf. Erskine hatte die Station nicht ein einziges Mal verlassen, seit sie hier arbeitete. Ein seltsamer Kauz, der neuen Mitgliedern seiner Forschungscrew sehr reserviert gegenübertrat. Sie hatte sich zu Beginn die Zähne an ihm ausgebissen. Inzwischen wusste sie ihn zu nehmen. Gute Freunde würden sie ganz gewiss aber nie werden. Das mussten sie auch nicht. Er war ihr Arbeitgeber, sie seine Angestellte.
   »Eine halbe Stunde, Rowan, nicht länger. Und gehen Sie nicht nur spazieren, sondern bringen Sie etwas Brauchbares mit.« Sein Ton klang streng, fast schon anmaßend.
   Arroganter Fatzke! Rowan schluckte den Kommentar, der ihr auf der Zunge lag und lächelte. Es genügte, dass Erskine sich endlich zurückzog und sie allein ließ. Rasch zog sie ihre Sturmhaube auf, die ihr Gesicht bis auf die Augen bedeckte. Anschließend legte sie ihre Schutzbrille an und streifte die mit Fell gefütterte Kapuze des Overalls über. Es mochten nur minus zehn Grad draußen herrschen, doch der Wind war eisig und die gefühlte Temperatur deutlich niedriger. Sie stellte noch schnell den Timer ihrer Uhr auf dreißig Minuten, verstaute das Handfunkgerät in der Brusttasche, zog die Handschuhe an und öffnete mit ihrer PIN die Tür.
   Trotz der stark getönten Schutzbrille blendete sie das Sonnenlicht im ersten Moment. Es dauerte einen Augenblick, bis sie sich an die Helligkeit gewöhnt hatte. Der Himmel war strahlend azurblau. Sie sah kein einziges Wölkchen, nicht einmal über den Gipfeln des Mount Blackburn, die für gewöhnlich eine dicke Wolkenkrone umgab. Davon durfte man sich nicht einlullen lassen. Das Wetter schlug rasend schnell um, weshalb man bei Außeneinsätzen immer große Vorsicht walten lassen musste. Hinter der Station ragten die beiden Bergspitzen des Mount Blackburn fast vierzehntausend Fuß in die Höhe. Eisfelder und Gletscher bedeckten sie beinah vollständig. Der Anblick war einfach phänomenal und ließ sie die Enge und Entbehrungen der zurückliegenden Tage (...)

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