Ylvi Walker

Romantik & tiefe Gefühle

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Nichts bleibt vergessen

Nach dem Ende einer desaströsen Beziehung verlässt Christine Deutschland und beschließt, einen Neustart im Mount Bigelow Preserve zu wagen. Der abwechslungsreiche Job als Landärztin bereitet ihr Freude, aber der verflixt gut aussehende Ranger Sean strapaziert ihre Nerven. Mit seiner griesgrämigen Art bringt er sie zur Weißglut, dennoch zieht er sie trotz seiner undurchsichtigen Vergangenheit magisch an. Christine setzt alles daran, ihn für sich zu gewinnen. Als Sean seinen tiefen Gefühlen für Christine nachgibt, holt ihn plötzlich seine dunkle Vergangenheit ein. Aus dem idyllischen Leben am Mount Bigelow wird ein Wettlauf gegen den Tod. Wird ihre Liebe diese Zerreißprobe überstehen?

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    Ylvi Walker

Vita

Ylvi Walker wurde in den späten Siebzigern in Deutschland geboren. Sie wuchs mit allerlei Getier in einem idyllischen Dörfchen auf. Ihr Berufswunsch stand schon relativ früh fest und sie ist konsequent dabei geblieben. Entgegen ihrer persönlichen Vorliebe für die Farbe schwarz, trägt sie beruflich weiß. Das Schreiben entdeckte sie bereits in jungen Jahren für sich. Ihre Kurzgeschichten füllen etliche Notizbücher, doch nur wenige eignen sich für die Publikation. Erst in der Elternzeit mit ihrer Tochter widmete sie sich ihrem ersten großen Schreibprojekt: einem Vampirroman, den sie bis heute keinem Verlag vorgestellt hat.

Leseprobe

Kapitel 1

»Jack, aus!« Christine packte blitzschnell nach dem roten Halstuch des Chaoten auf vier Beinen, doch er wand sich wie ein Aal und entschlüpfte ihren
   Fingern. Für einen derart kleinen Hund hatte er verteufelt viel Kraft.
   Und verflucht, er war ein gerissenes Schlitzohr! Zielstrebig, die Nase schnüffelnd im Gras vergraben, pirschte der weiß-braun gescheckte Räuber die Treppe zu Turners Veranda nach oben. Vor der roten Holztür des winzigen, sehr betagten Blockhauses hielt er inne und witterte besonders gründlich. Er schnüffelte und schnaubte geräuschvoll. Sie kannte Jack gut genug, um zu wissen, was folgen würde. Er wandte ihr den Kopf zu und blickte sie an. Beinah, als wollte er ihr mitteilen: Jetzt erst recht. Jack hob sein Bein und pinkelte vor Turners Haustür.
   »O Jack, nein!« Christine zog ihre leisen Worte bestimmt in die Länge und holte Luft. Hoffentlich war dieser unausstehliche Stinkstiefel nicht zu Hause. »Komm endlich her, du kleiner Teufel, ehe dieser Kerl …« Das Knarren einer schweren Holztür ließ sie verstummen.
   »Ehe was, Miss Lincoln?«
   Die Männerstimme klang rau vom Schlaf, kein Wunder, es war erst kurz nach sieben Uhr. Turners braunes von Sonnenstrahlen geküsstes Haar hing im wirren Durcheinander in seiner Stirn und vor seinen dunklen Augen, die ebenfalls schlafverhangen waren. Er trug nur eine Jeans und zeigte seinen gestählten Oberkörper unverhüllt. Christine schluckte. Warum sah dieser unausstehliche Kerl so verdammt gut aus, dass es ihr den Atem verschlug? Hitze stieg in ihre Wangen und die Härchen in ihrem Nacken stellten sich auf, als ein Schauder ihren Körper erfasste und Wirbel für Wirbel ihren Rücken hinabglitt. Es war gewiss der frischen Brise geschuldet, die vom Seeufer kam. Christine zog die dünne Strickjacke fester um sich, doch sie konnte das Frösteln nicht vertreiben. Jack dackelte in aller Seelenruhe zu ihr zurück. Mit wedelndem Schwanz sah er zu ihr hoch und legte dabei diesen treudoofen Blick auf, bei dem sie ihm nie lang böse sein konnte.
   »Ehe was?«, wiederholte Turner, tat brummend einen Schritt nach vorn und trat mit nackten Füßen in die Pfütze, die Jack auf den gewachsten Dielen hinterlassen hatte. Sein leicht gebräunter Teint schlug in ein Tomatenrot um. Laut fluchend schnappte er sich einen alten Lappen, der auf der Veranda lag, wischte sich damit die Füße ab und warf ihn auf die Hinterlassenschaft.
   »Es tut mir entsetzlich leid.« Ihr schoss die Röte heiß ins Gesicht und sie senkte den Blick. Warum brachte Jack sie immer in solche Situationen? Ihre mangelnde Erziehung war daran schuld. Sie ließ ihn mit allem durchkommen. Das wusste sie, dennoch fiel es ihr schwer, mehr Disziplin an den Tag zu legen. »Ich wollte ihn davon abhalten, aber er war einfach schneller.«
   »Dann leinen Sie Ihren Köter gefälligst an!« Turner rümpfte angewidert die Nase. »Nicht, dass ihm etwas passiert. Hier gibt es wilde Tiere.« Er grinste schadenfroh und seine Augen blitzten unheilvoll auf. Eine unverhohlene Drohung, in deren Anschluss er nach drinnen verschwand und die Tür zuschlug.
   Was dachte sich dieser Mistkerl dabei? Sie widerstand dem Drang, die Leine von sich zu schmettern. »Danke, Jack. Es ist ja nicht so, dass Ranger Turner mich nicht schon hasst, ohne dass er seine Füße in deinem Pipi gebadet hat.« Leise schnaufend hakte sie den Karabiner der Leine an seinem Halsband ein. Turner hatte ja recht. Die wilden Tiere stellten eine Gefahr da, doch die traumhafte Gegend rund um den Flagstaff Stausee verleitete sie dazu, leichtsinnig zu werden. »Er ist ab nächsten Monat mein Kollege. Ich muss mit ihm klarkommen und ich versuche es wahrhaftig.« Christine seufzte. Dieses Mannsbild zu mögen, war leichter gesagt als getan. Sie hatte sich redlich bemüht und ihm nie einen Anlass geboten, der seine Feindseligkeit rechtfertigte. Er kannte sie nicht, und dennoch verhielt er sich wie ein Ekelpaket. Schon bei ihrer ersten Begegnung vor wenigen Tagen, einem Essen bei Ursula zu seinem baldigen Dienstantritt, hatte er sie behandelt wie eine Aussätzige. Er verbarg seine Antipathie nicht, sondern lebte sie offen und in vollen Zügen aus. Das kleine Teufelchen auf ihrer Schulter soufflierte ihr, dass er gerade exakt das bekommen hatte, was er verdiente. Die Schadenfreude hielt (...)

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