Ylvi Walker

Romantik & tiefe Gefühle

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Bittersüße Rache - Wächter des Lichts 4

Getrieben von Rache Geblendet von Hass Gestraft mit einer todbringenden Fähigkeit Die Heilerin Nuriel lebt in der Welt der Menschen, unbehelligt von ihresgleichen, bis eines Tages der Racheengel Zadkiel verletzt bei ihr auftaucht. Widerwillig hilft sie ihm und zieht dabei prompt ungewollte Aufmerksamkeit auf sich. Auf einmal verfolgen sie Schattenwandler und Engel und trachten Zadkiel und ihr nach dem Leben. Sie müssen zusammenarbeiten, wenn sie überleben wollen, und kommen sich dabei trotz aller Unterschiede unvermutet näher. Ist ihre leidenschaftliche Verbindung stark genug, um den Schatten der Vergangenheit zu trotzen oder wird die Dunkelheit sie unweigerlich mit sich in den Abgrund reißen?

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    Bittersüße Rache - Wächter des Lichts 4
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    Ylvi Walker

Vita

Ylvi Walker wurde in den späten Siebzigern in Deutschland geboren. Sie wuchs mit allerlei Getier in einem idyllischen Dörfchen auf. Ihr Berufswunsch stand schon relativ früh fest und sie ist konsequent dabei geblieben. Entgegen ihrer persönlichen Vorliebe für die Farbe schwarz, trägt sie beruflich weiß. Das Schreiben entdeckte sie bereits in jungen Jahren für sich. Ihre Kurzgeschichten füllen etliche Notizbücher, doch nur wenige eignen sich für die Publikation. Erst in der Elternzeit mit ihrer Tochter widmete sie sich ihrem ersten großen Schreibprojekt: einem Vampirroman, den sie bis heute keinem Verlag vorgestellt hat.

Leseprobe

Kapitel 1

Das war nicht nach Plan verlaufen.
   Zadkiel holte zischend Luft. Der Atem rasselte bei jedem flachen Atemzug in der Brust. Er schmeckte Blut auf seiner Zunge. Es war nicht das erste Mal, dass er verletzt war, allerdings war es eine Premiere, dass er nicht mehr über seine besonderen Heilkräfte verfügte. Er krümmte sich instinktiv zusammen. Es war keine willkürliche Reaktion. Sein Bauch war ein einziger Schmerz und er verlor zu viel Blut. Der rote Lebenssaft quoll zwischen seinen Fingern hervor und mit jedem Tropfen, den Zadkiel ließ, wurde er schwächer. Inzwischen kostete es ihn Mühe, einen Schritt vor den anderen zu setzen. Ihm war eiskalt, und das war nicht nur dem Regen geschuldet, der in Bindfäden vom Himmel fiel. Er war zu leichtsinnig gewesen und hatte den Menschen unterschätzt. Nein, er weigerte sich, diese Kakerlake von Dealer als menschliches Wesen anzusehen. Immer, wenn er dachte, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte, kreuzte ein dummer, haarloser Affe seinen Weg und bewies ihm, dass es noch eine Steigerung gab. Er hatte einen Drogenhändler in die Mangel genommen, der zwei halbwüchsigen Mädchen synthetische Drogen verkaufen wollte. Er hatte diesem Stück Dreck die Seele aus dem Leib geprügelt. Aus Dank hatte ihm eine der kleinen Schlampen ein Messer in den Rücken gerammt. Das hatte das Dealerschwein genutzt, um Zadkiel eine Kugel zu verpassen und ihn im Anschluss k. o. zu schlagen. Das Wie und Warum war gleich. Er brauchte wohl oder übel Hilfe. Ein Krankenhaus wäre die erste Wahl gewesen, doch die würden die hiesige Exekutivbehörde verständigen und er käme in Erklärungsnot.
   Er schleppte sich durch die Dunkelheit der Nacht weiter bis zu dem Wohnblock, der in einer wenig einladenden Gegend lag. Bereits aus der Entfernung hörte er lärmende Jugendliche, die sich vor dem Hauseingang dieser Wohnbaracke eingefunden hatten. Warum wählte eine Wächterin freiwillig, diese Art zu leben? Dieser Pfuhl war einfach widerwärtig. Die lautstarke Gruppe war nicht mehr zu übersehen. Sie belagerten den Eingang, der zur Wohnung der Heilerin führte, und standen ihm somit im Weg.
   »Schicke Jacke, alter Mann.«
   Einer der Kerle war tatsächlich so dummdreist und hielt ihn an einem Ärmel seiner schwarzen Lederjacke fest. Er wusste wahrlich nicht, mit wem er sich anlegte. Zadkiel hatte in Michaels Heerschar Tausende von Dämonen niedergerungen. In Uriels Diensten hatte er Seite an Seite mit dem Erzengel gegen Schattenwandler und abtrünnige Engel gekämpft. Und jetzt? Verbannt auf die Erde und ohne eine Aufgabe. Er solle die Zeit nutzen, um zur Besinnung zu kommen und wieder zu sich zu finden. Ein Selbstfindungstrip verordnet von der Gottheit in persona. Eine Order, der er sich nicht widersetzen konnte. Wie auch? Sie hatte ihn nicht nur mittellos an diesen seltsamen Ort geschickt, sondern ihn auch seiner Flügel und damit seiner übernatürlichen Fähigkeiten beraubt. Sterblich, jedoch mit dem Wissen von Jahrtausenden auf seinen breiten Schultern. Nur eines vermisste er nicht: seinen Fluch, der ihm von seinem Erzengelerzeuger in die Wiege gelegt worden war. Der Drang, nach der Schuld seiner Mitwesen zu suchen und diese zu tilgen, war verschwunden. Er schob die Hand des Typen von seinem Oberarm wie ein lästiges Insekt. Das Stöhnen angesichts der schmerzvollen Bewegung kroch über seine Lippen.
   »Ey Alter, wer hat’n dich in die Mangel genommen?«
   Zadkiel hatte Mühe, den Dialekt des jungen Mannes zu verstehen. Die Gottheit hatte ihn ohne Vorkenntnisse der Sprache an diesen Ort in Deutschland geschickt. Der Engelsfähigkeiten beraubt, war es ein Kampf, hier zurechtzukommen. Seine sprachlichen Fähigkeiten waren limitiert. »Nuriel Lux vel Ignis Dei«, sagte er und überging die Frage des Mannes.
   »Gesundheit.« Einer der Männer lachte. »Wer zur Hölle soll das …?«
   »Sei ruhig, Fabian. Er meint Nuriel. Die Krankenschwester aus dem vierten Stock. Sie hat Kevs Bein nach der Messerstecherei mit Juris Leuten zusammengeflickt.« Eine junge Frau trat in das schale Licht der Hausbeleuchtung. »Warum du zu ihr willst, ist sonnenklar.« Auf ihrem kindlichen Gesicht lag jener verständnisvolle Ausdruck, der auch in ihren Worten mitschwang.
   Begegnungen mit Menschen wie ihr waren ein Lichtblick. Sie zeigten ihm, dass auf der Erde (...)

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