Ylvi Walker

Romantik & tiefe Gefühle

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Der siebte Engel - Wächter des Lichts 3

Jeremia ist ein Wächter des Lichts, doch für ihn ist dieses Leben schon lange mehr Pflicht als Berufung. Er ist allem überdrüssig geworden. Anstatt Schattenwandler zu jagen, ist es nunmehr seine Aufgabe, abtrünnige Engelswesen ausfindig zu machen, die gegen die neue Ordnung aufbegehren. Als ihm der Engel Talia über den Weg läuft, glaubt er zuerst, dass sie nur eine weitere unliebsame Aufgabe ist. Doch dann kommt es ganz anders. Talia ist kein abtrünniges Himmelswesen, sondern lediglich ein Mensch. Oder etwa doch nicht? Ehe sie sich versehen, befinden sie sich zwischen den Fronten eines erbarmungslosen Kriegs zwischen Himmel und Hölle.

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    Ylvi Walker

Vita

Ylvi Walker wurde in den späten Siebzigern in Deutschland geboren. Sie wuchs mit allerlei Getier in einem idyllischen Dörfchen auf. Ihr Berufswunsch stand schon relativ früh fest und sie ist konsequent dabei geblieben. Entgegen ihrer persönlichen Vorliebe für die Farbe schwarz, trägt sie beruflich weiß. Das Schreiben entdeckte sie bereits in jungen Jahren für sich. Ihre Kurzgeschichten füllen etliche Notizbücher, doch nur wenige eignen sich für die Publikation. Erst in der Elternzeit mit ihrer Tochter widmete sie sich ihrem ersten großen Schreibprojekt: einem Vampirroman, den sie bis heute keinem Verlag vorgestellt hat.

Leseprobe

Kapitel 1

Sein immenser Hunger hatte Jeremia an diesen Ort verschlagen. Carona, Gott sei ihrer großherzigen Seele gnädig, hatte immer gespaßt, dass es beinahe unmöglich sei, ihn satt zu bekommen. Sie hatte damit wohl nicht so falsch gelegen. Er gab jeden Monat Unsummen für Essen aus, seit er nicht mehr im Hort der Wächter lebte. Es war dennoch nicht die schlechteste Entscheidung, dem Hort den Rücken zu kehren, wenn er sah, wie es dort oben gegenwärtig brodelte. Die gehabte Ordnung war im Umbruch, und warum? Wegen eines Kleinkindes, das gefeiert wurde wie der neue Messias.
   Den Anweisungen der Führung konnte er sich nicht zur Gänze verschließen. Jeremia hatte seine Order, ob es ihm gefiel oder nicht. Die Jagd nach Schattenwandlern war strikt untersagt. Er durfte nur noch intervenieren, falls eines dieser Schattenwesen einem anderen Wesen Leid zufügte. Seine Aufgabe bestand heutzutage darin, den Babysitter für Wächter und Engel zu spielen, die mit der neuen Leitung nicht konform gingen. Er klopfte ihnen auf die Finger und, sofern sie weiterhin ungezogen waren, schickte sie nach Hause. Die Jagd nach Schattenwandlern hatte ihren Reiz gehabt, aber nach seinesgleichen oder den Wahrhaftigen zu suchen, wie die Engel ehrfürchtig von einigen Schleimern genannt wurden, war entsetzlich öde. Sie waren derart leicht zu durchblicken, jeder ihrer Schritte voraussehbar. Schreckliche Herdentiere, geformt durch den Drill im Hort der Wächter oder die Obrigkeit. Wie gut, dass er diese Wesenszüge schnell abgelegt hatte. Seit Caronas Tod hielt ihn nicht das Geringste mehr bei diesen Stümpern. Ganz den Rücken zukehren, konnte er ihnen dennoch nicht. Er war aufgrund seines Engelsbluts an die Gemeinschaft der Wächter des Lichts gebunden. Außerdem war da noch dieser vermaledeite Ring, der ihn markierte und nachverfolgbar machte. Für ihn gab es kein Entkommen. Jeremia konnte kein anderes Leben führen als das eines Wächters, trotzdem gelang es ihm, sich nicht vollständig dem Diktat zu unterwerfen. Er machte sein Ding, und das Leben als Wächter lief nebenher.
   Eine hübsche Frau näherte sich seinem Tisch, eine Speisekarte in einer Hand. Für den Bruchteil einer Sekunde fühlte er ihre Engelsaura aufwallen. Geistesgegenwärtig ließ er seine rechte Hand mit dem verräterischen Wächterring an seinem Daumen unter der Tischplatte verschwinden. Falls sie eine der Wahrhaftigen war, konnte er sich sein Unterfangen sparen. Sie würde seine Aura spüren, wie er ihr himmlisches Charisma flüchtig wahrgenommen hatte. Er war nicht in der Lage, sein wahres Wesen vor seinesgleichen zu verbergen wie sie.
   Einen Versuch war es gleichwohl wert. Die Frau lächelte und strich sich mit ihrer freien Hand in einer koketten Geste durch ihr kurzes schwarzes Haar. Ungewöhnlich. Die meisten Engel trugen ihr Haar lang. Sie züchteten ihre Mähnen mit beinahe manischer Akribie. Je länger, desto besser, lautete die Devise, die sich ihre Kinder, die Wächter, von ihnen abgeschaut hatten. Auch in dem Punkt war er eine Ausnahme. Exakt drei Millimeter maß sein Haupthaar und wurde einmal wöchentlich auf dieses Maß getrimmt.
   Eine der Wahrhaftigen anzutreffen, war ungewöhnlich, noch dazu in einer solchen Position. Engel waren jedoch Meister der Tarnung. Falls sie eine Abtrünnige war, konnte dies alles nur ein abgefeimtes Possenspiel sein, auf das er sicherlich nicht hereinfallen würde. Er musste ihr auf den Zahn fühlen und herausfinden, was sie an diesem Ort suchte und was sie vorhatte.
   »Kann ich Ihnen möglicherweise bereits etwas zum Trinken bringen?«
   Sie war hübsch für einen Engel. Nicht so aalglatt wie die meisten ihrer Art. Ihr Haar war dunkel wie die Nacht und ihre Iriden von einem satten Grasgrün. Solche Augen hatte er noch nie zu Gesicht bekommen. Nicht bei seinesgleichen und nicht bei den wenigen Engeln, die er kannte. Engelsaugen hatten fast alle die gleiche Farbe: blau. Diese Gleichheit war mitunter der Hauptgrund, warum er im Traum nicht daran dachte, sich mit einer Wächterin einzulassen. Die Menschenfrauen, und zugegeben, sogar die Männer, waren durch ihr individuelles Aussehen einfach reizvoller für ihn. Wobei Jeremia seine sexuellen Avancen auf das weibliche Geschlecht beschränkte. Das Flirten mit seinem Geschlecht konnte zwar ebenfalls interessant sein, mehr jedoch nicht. Er war voll und ganz hetero. Diese Schönheit (...)

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