Ylvi Walker

Romantik & tiefe Gefühle

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Engelssohn - Wächter des Lichts 1

Nach schweren Schicksalsschlägen lebt Sora in einer Wohnung, die einem Rattenloch gleicht. Sie kommt mit dem Hungerlohn für ihren Job in einer Pizzeria kaum über die Runden. Ihr Leben ändert sich, als sie eines Abends auf Rafael trifft, einen Wächter des Lichts, der sie fälschlicherweise für einen Succubus hält. Nur mit viel Glück entkommt sie seinem Angriff. Trotz ihres unangenehmen Zusammentreffens fühlen sich Rafael und Sora auf magische Weise zueinander hingezogen. Der Halbengel Rafael findet heraus, dass in Sora mehr Geheimnisse schlummern als gut für sie beide ist. Und plötzlich finden sie sich auf der Flucht vor unbarmherzigen Mächten, die nur eines im Sinn haben: Soras Tod.

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    Ylvi Walker

Vita

Ylvi Walker wurde in den späten Siebzigern in Deutschland geboren. Sie wuchs mit allerlei Getier in einem idyllischen Dörfchen auf. Ihr Berufswunsch stand schon relativ früh fest und sie ist konsequent dabei geblieben. Entgegen ihrer persönlichen Vorliebe für die Farbe schwarz, trägt sie beruflich weiß. Das Schreiben entdeckte sie bereits in jungen Jahren für sich. Ihre Kurzgeschichten füllen etliche Notizbücher, doch nur wenige eignen sich für die Publikation. Erst in der Elternzeit mit ihrer Tochter widmete sie sich ihrem ersten großen Schreibprojekt: einem Vampirroman, den sie bis heute keinem Verlag vorgestellt hat.

Leseprobe

Kapitel 1

»Sora, der Müll!« Puja, meine Chefin, warf mir den Müllsack fast entgegen. Das dünne Plastik riss auf und Tomatensoße ergoss sich über meine
   Jacke. »Für was bezahlen wir dich überhaupt?« Sie schnaubte und ging zurück in die Pizzeria, in der ich seit gut einem Jahr arbeitete.
   »Es tut mir leid.« Habib, Chef der Pizzeria und Ehemann dieser Furie, legte mir beschwichtigend eine Hand auf die Schulter. Der Mann mit der Halbglatze und dem witzigen Panjabi-Dialekt lächelte mich an. »Du weißt, wie sie ist.«
   O ja, das wusste ich. Sie behandelte mich wie ihre Leibeigene, weil sie mir ein Gehalt bezahlte, von dem ich mit Ach und Krach meine Miete berappen konnte. Gegen Ende des Monats wurde das Geld immer knapp. Dann half mir Habib mit Lebensmitteln aus, was sein persönlicher Hausdrache nicht spitzkriegen durfte. Er war das Gegenteil seiner boshaften Frau. Ein herzensguter Mann, der die Pizzeria vor einem Jahr übernommen hatte und damit auch die Pizzabäckerin – meine Wenigkeit. Wobei ich klarstellen muss, dass ich keine Italienerin bin.
   »Schon gut, Habib.« Ich erwiderte sein Lächeln. »Es ist nur ein kleiner Umweg zum Container und ein bisschen Bewegung kann nicht schaden. Außerdem hat es fast aufgehört zu regnen.« Die Tropfen, die in mein Gesicht fielen, straften meine Worte Lügen. »Bis morgen.« Ich rannte die letzten hundert Meter durch die Dunkelheit zu den Müllcontainern, ich wollte es so schnell wie möglich hinter mich bringen. Weit und breit war um diese Zeit niemand außer mir unterwegs und es gab keine Laternen, um Vandalen das nächtliche Müllabladen zu erschweren. Hastig beförderte ich die Tüte in den Container und wischte mir die Hände an der eh schon dreckigen Jacke ab. Nur weg hier, alles in mir schrie nach Flucht. »Zweiunddreißig Jahre alt und immer noch Angst im Dunkeln«, murmelte ich. Ich wandte mich gerade erleichtert ab, als mich jemand brutal zu Boden riss, sich halb auf mich kniete und mir etwas Kühles ins Gesicht presste.
   »In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti«, knurrte eine dunkle Männerstimme und drückte den Gegenstand noch fester gegen meine Stirn. »In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti«, wiederholte er lauter und mit mehr Nachdruck. Mit dem Daumen seiner freien Hand strich der Unbekannte ein Kreuz über meine Stirn, meinen Mund und meine Brust.
   Ich wusste, dass es einmal böse mit mir enden würde, doch dass ich von einem fanatischen Katholiken um die Ecke gebracht werden würde, damit hätte ich beim besten Willen nicht gerechnet.
   »Wie kann es sein, dass du noch lebst, du Monster?«, brüllte der Mann mich an. Er presste seine Hand gegen meine Stirn. »Also doch. In nomine Patris …«
   »Runter von mir!« Ich schaffte es, ihn von mir hinunterzuhebeln und rammte ihm meinen Ellbogen ins Gesicht. Mein nächster Griff ging in meine Jackentasche zu dem Pfefferspray, das ich ihm nun entgegenstreckte. Ich zitterte am ganzen Leib, konnte den ausgestreckten Arm kaum ruhig halten.
   »Wie kann es sein? Das Gold … das Kreuz … es hätte dich …« Er holte aus, und ehe ich mich versah, lief mir etwas Flüssiges über das Gesicht. Entsetzt erwartete ich das Schlimmste: Säure, Lauge oder eine brennbare Flüssigkeit. Doch es war nichts davon. Ich schnupperte, es roch nach nichts, war ganz normales Wasser, das vielleicht ein bisschen salzig schmeckte, im Regen, der jetzt wieder stärker fiel, aber unterging.
   »Was bitte schön war das?«, fuhr ich den Verrückten an, der mich anstarrte.
   Er blinzelte. »Weihwasser.«
   »Weihwasser? Versuchst du, mich zu bekehren? Ich bin getauft, evangelisch, falls es dich interessiert. Falls das die modernen Methoden der katholischen Kirche sind, um neue Schäfchen anzuwerben, muss ich dich enttäuschen: Sie versagen.« Schnaubend taumelte ich einige Schritte rückwärts. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Vielleicht war es keine gute Idee, diesen Irren zu reizen. Doch jetzt war es zu spät für diese Erkenntnis.
   »Du bist getauft? In einer Kirche?«, fragte er ungläubig und ließ einen Flachmann fallen.
   »Ja, in einer Kirche. In Deutschland macht man das so.« Er hatte einen bizarren Dialekt, der mir überhaupt nicht vertraut war.
   »Du hast (...)

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